Nachdem uns schon der erste Bundeswehrkonvoi auf der Anfahrt nach Rügen begegnete, trafen wir am Rügendamm ein, dem einzigen Straßenweg nach Rügen.

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Und wir standen erst einmal im Stau. Das ist, wer Rügen kennt, nichts besonderes. Gerade am Sonntag ist immer viel Betrieb, und da staut es sich auf der kleinen Zufahrtsstraße zwischen Stralsund und Rügen. Doch diesmal war es anders. Die Bundeswehr war wirklich da. Und trug Schutzanzüge und Gasmasken. Und da stand so ein komisches Schild: „Geflügelpest Schutzzone“

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Stau in beide Richtungen am Rügendamm.

Grund für den Stau war die „Seuchensperre“. Jedes Fahrzeug musste durch Desinfektionsmittel fahen, LKWs wurden sogar abgesprüht.

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Die Seuchensperre.

Alle wie im Film. Alles schon mal gesehen. Im Kino, im Fernsehen. Ebola, SARS… Aber hat das irgendwas mit den Katastrophenfilmen zu tun? Ist hier wirklich eine dramatische Seuche ausgebrochen? Was denken die Menschen auf Rügen?
In den nächsten Tagen werde ich versuchen, dem ein wenig auf den Grund zu gehen. (Und Urlaub zu machen.)

Während wir uns unsere Gedanken machten und auf unsere „Entseuchung“ warteten, schweifte unser Blick umher. Nicht nur wir beobachteten das Geschehen. Links und rechts saßen hunderte Vögel. Ganz still. Von Zeit zu Zeit flog einer weg. Richtung Festland.

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Die Vögel.


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7 Kommentare

  1. Roter Baron 20. Februar 2006 · 20:31 Uhr

    Mmh.. die Fotos haben etwas sehr bedrohliches – trotzdem ist es sehr spannend, dass Du davon berichtest. Steck Dich nur ja nicht an ;-)

  2. Benno 20. Februar 2006 · 21:12 Uhr

    Hrmpf… Da hast du schon ein superstressiges Jahr hinter dir, Dirk, hast dir dementsprechend die Erholung absolut verdient und dann wird ausgerechnet dein Urlaubsdomizil von einer blog-trächtigen Seuche befallen. Mensch, du sollst dich erholen! Darum lass die Vogelgrippe mal Vogelgrippe sein (solange du dich nicht ansteckst, ist ja noch alles im grünen Bereich) und leg die Beine hoch. Nicht, dass du noch aus den Pantinen kippst. ;-)

  3. Dirk 20. Februar 2006 · 21:19 Uhr

    vielen dank für eure urlaubswünsche.
    aber, wenn ich keine lust hätte zu schreiben, würde ich es auch nicht tun. das ist kein arbeitsstreß. alles sehr entspannt. und – auch wenn ich in den nächsten tagen da sicherlich auch noch was zu schreiben werde- die realität hier sieht ganz anders aus, als es die „katastrophen-berichte“ im tv und vielleicht auch unsere bilder vermitteln.

    liebe grüße an alle nach nrw.
    dirk

  4. Sozialdemokrat für Oskar 20. Februar 2006 · 23:34 Uhr

    Geile Photos, Dirk!

    Die beiden letzten erinnern mich an Alfred Hitchcock’s „Die Vögel“. Nimm Dich bitte in Acht, man weiß nie wie die Biester reagieren.

    Wenn auch die Strände so aussehen wie im folgenden pic, dann wäre es wohl höchste Zeit, Dich aus dem Staub zu machen. . .
    http://www.michaeltemlin.com/photogallery/olympics/Birds.jpg

  5. Arno Koch 21. Februar 2006 · 0:11 Uhr

    Ich bin mal gespannt, was passiert, wenn sich DER VIRUS über die gesamte Bundesrepublik verbreitet hat. Sollen dann ALLE Vögel getötet werden? – Keiner weiß, wie die Vogelgrippe nach Rügen gekommen ist, aber sie soll durch einsammeln der toten Vögel und töten von Hausgeflügel an der Ausbreitung gehindert werden können?
    Ich schlage vor: Einfach einen Ölteppich um Rügen legen. Dann können wenigstens keine Seevögel mehr das Virus verbreiten prost Mahlzeit…

  6. dasrotedorf.twoday.net 26. Februar 2006 · 12:59 Uhr

    Ankunft auf R

    Nachdem uns schon der erste Bundeswehrkonvoi auf der Anfahrt nach R

  7. Dion Larrieu 30. Mai 2011 · 7:00 Uhr

    Ich habe auf dieser Website gelesen, dass es 300 bekannte Fälle in Deutschland mit dem Virus EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli) gibt. Aus dem Grund, dass ich in Bremen lebe, mache ich mir Sorgen, das ich mich mit dem Erreger anstecken könnte. Jetzt habe ich gehört, das rohes Grünzeug der Auslöser sein kann. EHEC-Infektionen können im schlimmsten Fall zu Blutarmut und zuletzt zu Nierenversagen führen. Könnte es noch weitere Ursachen haben?

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.