Archiv: März 2006

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Wir vom Onlineteam sind heute im RuhrCongress in Bochum, wo morgen der Landesparteitag der NRWSPD stattfinden wird. Hier sind die Aufbauarbeiten im vollen Gange und in diesem Jahr gibt es etwas ganz Neues. 120 Neumitglieder der SPD haben sich hier eingefunden und werden heute und morgen in einem Neumitgliederseminar in alles rund um die SPD eingeführt. Heute treffen sie unter anderem auf den NRWSPD-Landesvorsitzenden Jochen Dieckmann und auf die NRWSPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Hannelore Kraft, die sie mit ihren Fragen über die SPD löchern können. Morgen werden sie dann am Parteitag teilnehmen und auch dabei wird es Politiker „zum Anfassen“ geben. Ulla Schmidt, Franz Müntefering und Peer Steinbrück werden sich mit den Neumitgliedern treffen und mit ihnen Gespräche zu verschiedensten Themen führen. Das Ganze versteht sich inklusive Kneipentour in Dortmund, wo heute im Adolph-Kolping-Haus übernachtet wird. Alles in allem ist das hier eine große Gruppe mit Klassenfahrtsfeeling, die hoffentlich untereinander viel Spaß haben werden und ein paar Kontakte knüpfen.


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Morgen ist es so weit: wir haben Landesparteitag. Wir werden da natürlich von berichten. Aber heute geht es für uns mit den letzten Vorbereitungen und dem Aufbau bereits in Bochum los. Und die Jusos haben zu einem spannenden 2-tägigen Neumitgliederseminar eingeladen, dass heute bereits beginnt. Auch davon werden wir natürlich berichten.

Ablaufplan des Juso-Neumitgliederseminars Tag 1


Soeben erreicht uns die Nachricht, dass unser Bundesvorsitzende Matthias Platzeck wegen eines Hörsturzes alle heutigen Termine abgesagt hat. Er befindet sich in ärztlicher Behandlung.

Wir wünschen von hier: Gute Besserung, Matthias! Wir hoffen, du bist bis Samstag wieder fit und kannst bei unserem Landesparteitag in Bochum dabei sein.

Aber natürlich geht deine Gesundheit vor! Wir hoffen auf deine schnelle Genesung und Kraft um bald wieder in unserer Mitte dabei zu sein!

UPDATE: Matthias Platzeck bleibt noch in Behandlung und wird nicht zum Landesparteitag am Samstag kommen. Statt Matthias wird unser ehemaliger Ministerpräsident und jetzige stellvertretene SPD-Bundesvorsitzende und Bundesfinanzminster Peer Steinbrück eine Rede in Bochum halten.


„Wer mit 20 Jahren nicht Sozialist ist, der hat kein Herz, wer es mit 40 Jahren noch ist, hat kein Hirn.“ sagte Winston Churchill einmal. Helmut Kohl scheint diese „Weisheit“ allerdings unbeeindruckt gelassen zu haben, denn er hat das politische Lager trotz seines fortgeschrittenen Alters gerade gewechselt – zumindest in Italien. Der konservative Ex-Bundeskanzler unterstützt derzeit im italienischen Parlamentswahlkampf den Herausforderer Berlusconis, Romano Prodi, der das Mitte-Links Bündnis anführt. Zu diesem Bündnis gehören auch zwei kommunistische Parteien. Seinen Besuch Ende Februar in Italien wollte Kohl ausdrücklich „als Unterstützung für Prodi verstanden [wissen], der ein großer Europäer ist“, erklärte er vor Journalisten. Mit dem Parteiergreifen für Prodi dreht sich der Ex-Bundeskanzler nicht nur in seiner eigenen Gesinnung um 180 Grad, sondern stellt sich auch gegen Angela Merkel. Letztere unterstützt nämlich Berlusconis Forza Italia, die Mitglied in der Parteienfamilie der EVP ist.

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Wie man jetzt in 10 Minuten vom Münchener Hauptbahnhof zum Flughafen kommt und dass der Hauptbahnhof dann näher an die Stadt ran wächst (weil das ja klar ist!) hat Edmund Stoiber uns ja schon ausreichend erklärt. Und zwar so gut, dass mehrere Leute sich dazu inspiriert fühlten, seine Rede in Liedern zu verewigen. Die SPD in Bayern hat auf ihrer Homepage nun noch weitere Ausschnitte aus Stoibers Redeversuchen gesammelt.


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Die CDU-Schulministerin Barbara Sommer will im neuen Schulgesetz ausdrücklich wieder die Erfurcht vor Gott als Erziehungsziel festschreiben, schreibt heute die Rheinische Post.
Na dann, liebe Schülerinnen und Schüler, Hallelujah und Helm, – nein – Mütze und Koptuch ab zum Gebet. Und preiset den Herrn! Und wehe, wenn nicht! Dann gibtb es nämlich schlechte Kopfnoten.

Und kommt bloß nicht auf die Idee, zum falschen Gott zu beten. Das ist hier schließlich christliches Abendland.
Und Atheismus ist auch nicht mehr.
Merkt euch das!


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„Wenn man einen Film gegen einen der reichsten und mächtigsten Männer Europas macht, läuft man Gefahr, damit nicht im Kino zu landen, sondern vor Gericht. Besonders, wenn es sich dabei um den amtierenden Ministerpräsidenten Italiens handelt.“ (Filminfo zu Bye Bye Berlusconi)

In diesen Sätzen liegt viel Wahres und dennoch hat sich ein junges Filmteam entschlossen, sich mit dem Film „Bye Bye Berlusconi“ in die italienischen Parlamentswahlen, die am 9. April stattfinden, einzuschalten.
Die Idee mit einem Kinofilm in das politische Geschehen einzugreifen ist nicht neu. 2004 probierte Michael Moore bereits mit seinem Dokumentarfilm „Fahrenheit 9/11“ den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf zu ungunsten von George W. Bush zu beeinflussen. (Leider) erfolglos, wie wir wissen.
Lucia Chiarla, Jan Henrik Stahlberg (Regie& Drehbuch) und Martin Lehwald (Produzent) starten nun einen neuen Versuch. Diesmal ist, wie der Titel unschwer ahnen lässt Silvio Berlusconi die Zielscheibe.


Wer es immer noch nicht mitbekommen hat, Blogs können nicht nur grup tekkan und Wo Bist du, Mein Sonnenlicht? bekannt machen. Nein, nein, in Blogs wird diskutiert, polemisiert, geholfen, mobilisiert… und Blogs können ganz schnell für einen veritablen PR-Gau sorgen. Jetzt hat es Transparency Deutschland (TI) erwischt. Vielen ist diese Organisation aus Film, Funk und Fernsehen bekannt. Immer dann, wenn es um das Thema „Korruption“ geht, werden Experten von TI befragt.

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Um Korruption geht es bei diesem PR-Gau aber gar nicht, sondern um das Verhalten von TI gegenüber einer Bloggerin.

In den Blogs ist schon so viel darüber geschrieben worden, dass ich die Geschichte nicht auch noch mal erzähle.
Lest selbst bei wirres.net hier und hier und hier und hier.

Und dann lest auch noch donalphons im Rebellmarkt Und zwar hier und hier und den ganzen Blog ohnehin.

Und dann klickt euch durch all die Links, Kommentare und TrackBacks und ihr werdet sehen, TI hat ein echtes Problem und von Blogs nichts verstanden. Die Bloggerin hat dafür jetzt einen Anwalt.

Schöne neue Blog-Welt!

Foto via http://www.dotcomtod.com


Angela Merkel hatte keinen guten Start in die Woche. Gleich zwei Dinge werden der Bundeskanzlerin wohl den Tag verderben. Erstens ist ihre Privatwohnung offenbar
seit Jahren mit einer Kamera einsehbar gewesen und zweitens hat ein belgischer TV-Sender wohl eine Bombe und eine geladene Waffe in ihr Hotel geschmuggelt.
Zu 1.: Gegenüber von Merkels Wohnung in Berlin gibt es anscheinend ein Museum mit einer Kamera auf dem Dach, die über einen starken Zoom verfügt. Diese ist bereits vor acht Jahren dorthin gebaut worden. Anscheinend war es sogar möglich, die Kanzlerin zu filmen.
Zu 2.: Spiegel Online


Natürlich freuen wir uns mit Kurt Beck über die absolute Mehrheit, hoffen mit Jens Bullerjahn auf die Zukunft und leiden mit Ute Vogt. Die Rechten sind nicht in die Parlamente eingezogen und die Westausdehnung der WASG/PDS/Linkspartei ist auch gescheitert. So weit, so gut.
Aber…
Wenn ich mir die Wahlbeteiligung in allen drei Ländern ansehe und mal das Wahlergebnis gemessen an der Zahl der Wahlberechtigten umrechne, dann ergibt sich für die Legitimierung aller Regierungen ein deprimierendes Bild.

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Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.