In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Diese Frage stellt das neue Projekt der Aktion Mensch allen, die bereit sind darüber nachzudenken und ihre Antwort mit anderen zu diskutieren. Damit reagiert das Projekt auf den oft beklagten Zustand unserer Gesellschaft, in der sich nur wenige noch für andere einsetzen und die meisten angeblich ein immer isolierteres Leben führen. 2 Jahre lang werden nun Gesellschaftsvorstellungen gesammelt und diskutiert. Mit einem TV-Spot und einer groß angelegten Medienkampagne wird zur Zeit auf das Projekt aufmerksam gemacht. Zentrale Plattform ist aber die Internetseite des Projekts.

diegesellschafter.jpg

Die Diskussion über unser zukünftiges Zusammeneben soll von Expertengremien zurück in die Gesellschaft gebracht werden. Bürger sollen sich als „aktiv Gesellschafter“ in die Zukunftsdiskussion einmischen. Neben der Grundsatzdebatte geht es auch um Zivilcourage und gesellschaftliches Engagement. Um dieses zu fördern, werden monatlich etwa 300 ehrenamtliche Projekte aus einem Gesamtetat von 10 Millionen Euro gefördert.
Fachleute bleiben allerdings nicht ganz außen vor. In einem Internet-Tagebuch schreiben regelmäßig Leute aus Wissenschaft, Medien und Co über aktuelle Themen und ihre Vorstellungen von einer Gesellschaft.
Von anderen Reforminitiativen und Kampagnen unterscheidet sich das „Gesellschafter-Projekt“ vor allem durch seinen konsequent partizipatorischen Charakter. Im Internetforum kann jeder seine Zukunftsvorstellungen präsentieren und die der anderen diskutieren. Das haben viele schon getan. In vielen Beiträgen spiegeln sich persönliche Probleme wieder, aber auch eher idealistische Vorstellungen lassen sich unter den rund 140 Beiträgen finden. Die Ergebnisse der Aktion sollen jeden in einer Projektzeitung veröffentlicht werden.
Das Gesellschafter-Projekt trifft vom Thema und von der multimedialen Ausgestaltung den Zeitgeist. Das zeigt sich daran, dass nicht nur „ältere“ Leute im Forum diskutieren, sondern auch Jugendliche sich ernsthaft beteiligen. Man darf gespannt sein, in welche Richtung die Diskussionen verlaufen und wie viel Resonanz das Projekt haben wird. Hoffentlich kommt es nicht so, wie Michael es im Küchenkabinett prophezeit: „Schade eigentlich, dass die Gesellschafter mit Sicherheit viel weniger Aufmerksamkeit [als die Du bist-Kampagne, Anm. Karin] erhalten werden. Nur weil sie es besser machen.“


Du kannst die Kommentare zu diesen Artikel durch den Kommentar-Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

4 Kommentare

  1. Björn 27. März 2006 · 14:39 Uhr

    Björn Engholm
    (SPD) bekennt:
    “Natürlich bin
    ich ein Christ”
    Lübeck Einst war er Ministerpräsident und der mächtigste Mann der deutschen Sozialdemokraten. Im Interview mit VERS 1 stellt er klar: “Nur die Kirchen verkünden Ethik.” Und weiter: “Ich bin ein norddeutscher Lutheraner. Wir orientieren uns am Evangelium des Matthäus.”

  2. gh hg 28. April 2007 · 2:46 Uhr

    nach einem Jahr „die Gesellschafter“ bleibt nur noch die Ernüchterung und die praktische Einführung einer 4.Klassengesellschaft.

    Die Gesellschafter, Verarschung – Verarschung – und nochmal Verarschung. Dazu „Zensur“ ohne Ende Jetzt auch noch „gefälschte“ Propagandaplakate und obendrein massiv manipulierte Präsentation der „Gesellschafter“-Meinung in Politik und Wissenschaft (Buch, Zeitschrift)

    Die meisten der fast 2000 Threads in der Gesellschafter-Forums-Rubrik „über dieses Forum“ sprechen eine deutliche Sprache.

    Einfach mal reinschauen, die Titel weisen den Weg.

    Die von Aktion Mensch veröffentlichten Angaben zum Budget varieren beträchtlich. Mal sinds 10 Millionen für alles, dann für die begleitende Aktionsförderung (je 4000), dann 10 Mill. ohne die Aktionsförderung, mal 15 für die Förderung, mal bezogen auf März bis Dez.06, mal ohne Zeitrahmen, neuerdings heißt es mal 10 plus 12, sagt aber nicht für welchen Zeitraum, usw. usw.

    Was ist das für ein Saftladen, bei dem es offenbar auf 10 oder 15 Mill. hin oder her nicht ankommt.

    Bereits Ende 2006 sollte ein Buch mit manipulativ ausgewählten „Gesellschafter“Beiträgen an Politiker überreicht werden. Dann im Frühjahr, jetzt im Herbst 2007; an einer Stelle wurde verraten, daßes nur ein 1.Band einer Bücherreihe sein soll.

    Gegen all das war „Du bist Deutschland“ der klägliche Versuch eines unschuldigen Propagandalehrlings.
    Michael vom Küchenkabinett hat vor einem Jahr die Gesellschafter-Zukunft nicht annähernd schwarz genug gemalt.

    Online-Start war am 08.03.06
    08.03.06 bis 13.03.06 ca. 100 Antworten in 5 Tagen

    14.03.06 bis 25.03.06 ca. 1000 Antworten in 12 Tagen

    26.03.06 bis 14.04.06 ca. 1000 Antworten in 20 Tagen

    15.04.06 bis 25.05.06 ca. 1000 Antworten in 40 Tagen

    26.05.06 bis 14.09.06 ca. 1000 Antworten in 110 Tagen

    15.09.06 bis 20.04.07 ca. 1000 Antworten in 220 Tagen

    21.04.07 bis heute über 400 Antworten in 6 Tagen

    Das Projekt ist so tot wie es nur sein kann. Daran ändert auch der aktuelle Wiederbelebungsversuch nichts.

  3. Sephiroth 31. März 2008 · 1:49 Uhr

    da herscht dort pure zenzur

    es werden beiträge
    – editiert und inzieniert

    es werden beiträge und meinungen
    – inziniert
    – konstruiert

    es werden dort pseudo charaktäre erschafen

    es werden einfach komentare inziniert

    dort ist es wie in China

  4. jij 27. Juni 2008 · 11:13 Uhr

    zenzur ist noch harmlos

    was dort betriben wird

    ist pure meinungsmanipulation !

    es kann dort nur eine meinung geben
    die des Geld gebers !

    das ist wie mit der regierung

    wen neue gesetze gemacht werden

    muss man in der lage sein frei und objektiv vorallem kritisch hinterfragen zu können

    wer hat wirklich was davon

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.