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Wir vom Onlineteam sind heute im RuhrCongress in Bochum, wo morgen der Landesparteitag der NRWSPD stattfinden wird. Hier sind die Aufbauarbeiten im vollen Gange und in diesem Jahr gibt es etwas ganz Neues. 120 Neumitglieder der SPD haben sich hier eingefunden und werden heute und morgen in einem Neumitgliederseminar in alles rund um die SPD eingeführt. Heute treffen sie unter anderem auf den NRWSPD-Landesvorsitzenden Jochen Dieckmann und auf die NRWSPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Hannelore Kraft, die sie mit ihren Fragen über die SPD löchern können. Morgen werden sie dann am Parteitag teilnehmen und auch dabei wird es Politiker „zum Anfassen“ geben. Ulla Schmidt, Franz Müntefering und Peer Steinbrück werden sich mit den Neumitgliedern treffen und mit ihnen Gespräche zu verschiedensten Themen führen. Das Ganze versteht sich inklusive Kneipentour in Dortmund, wo heute im Adolph-Kolping-Haus übernachtet wird. Alles in allem ist das hier eine große Gruppe mit Klassenfahrtsfeeling, die hoffentlich untereinander viel Spaß haben werden und ein paar Kontakte knüpfen.

Zuerst hatte der Juso-Landesvorsitzende Alexander Bercht die Neumitglieder zum Seminar begrüßt. Etwas in Eile, weil ja schließlich morgen Parteitag ist und noch viel zu organisieren sei, hieß er alle „Neuen“ in der Partei willkommen. „Ich glaube so transparent werdet ihr die Partei nicht so schnell wieder erleben.“ Klingt doch gut.

Dann kam Jochen Dieckmannn, der es sich, obwohl er auch mitten in den Vorbereitungen zum Parteitag steckte, nicht nehmen ließ, die Neumitglieder in der Partei zu begrüßen. Er erklärte, wer er ist, was er macht, was der Landesvorstand ist und wofür eigentlich der Parteitag da ist. Er gab einen Einblick hinter die Kulissen. Die wirklich „Mächtigen“ eines Parteitages seien nicht die Mitglieder des Landesvorstandes, sondern die Antragskommision. Wieder was gelernt. Danach stellte er sich den Fragen der Neutmitglieder. Studiengebühren scheinen unter den Neumitgliedern ein sehr wichtiges Thema zu sein. Hierauf hatte Dieckmann eine klare Antwort. „Die müssen wir ja abschaffen, wenn wir die nächste Landtagswahl gewinnen. Wir stehen da im Wort.“

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Anschließend wurden alle Neumitglieder in Kleingruppen eingeteilt. Hier ging es darum sich kennenzulernen und erste Erfahrungen auszutauschen. Auch erste Kritik wurde hier geäußert. So erzählt ein junger Mann von einer „Endlosdiskussion“ in seinem Ortsverein über das Färben von Ostereiern. Es wurde darüber diskutiert, ob die Ostereier besser selbst gefärbt oder lieber gefärbt gekauft werden sollen. Pro und Contra. Das muss alles ordentlich erörtert werden. Einige hatten aber auch bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Angebot für Weiterbildungen sei sehr gut, die Akzeptanz der Alteingesessenen sei sehr schnell erfahrbar und es sei sehr schnell möglich, sich einzubringen.


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2 Kommentare

  1. Benno 31. März 2006 · 20:36 Uhr

    *lach* Solche Geschichten wie die mit den Ostereiern scheinen wohl häufiger in den Ortsvereinen vorzukommen. Ich erinnere mich nämlich noch, wie die Genossen bei einer Vorstandssitzung in meinem Ortsverein bestimmt eine Viertelstunde lang darüber diskutiert haben, ob man bei der nächsten Wahlparty nun Suppe oder Schnittchen servieren solle. Und das war nur eine Woche vor der Bundestagswahl 2002, wohlgemerkt. Ich war schon drauf und dran, die Leute zu fragen, ob ihnen nun die Schnittchen wichtiger sind oder ob Gerhard Schröder Kanzler bleiben kann.

  2. Jens 31. März 2006 · 22:30 Uhr

    Jo stimmt, die Ostereierfrage ist jedes Jahr ein echter Dauerbrenner ;-)

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.