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Angela Merkel ist seit heute auch noch Videopodcast-Queen. Und wenn sie mal nicht mehr Bundeskanzlerin sein will, dann könnte sie auch – wie in unserer kleinen Fotomontage zu sehen – amtliche Nachfolgerin von Dagmar Berghoff werden…


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6 Kommentare

  1. Henning 8. Juni 2006 · 23:28 Uhr

    Dagmar Berghoff spricht selbst die seriösesten Nachrichten noch emotionsvoller als Merkel ihren Podcast. Voller Freude in den Worten, aber die Betonung… sowas von monoton. Hab das in meinem Blog ausführlich kommentiert. Es ist echt zum Heulen! Ihr versucht hier mit Spott eine witzige Seite daran zu finden. Mir ist das nicht gelungen. Nee, nee…

  2. Benno 9. Juni 2006 · 0:09 Uhr

    @Henning:

    Ich muss dir absolut Recht geben. Dieser Podcast heute war dermaßen schlecht und emotionslos — ein echter Schuss in den Ofen.

    Vor allem sollte (wenn sie schon überhaupt einen Teleprompter benutzen muss) Frau Merkel erstmal lernen, wie man halbwegs natürlich von dem Ding abliest. Dabei hat sie das doch bei der Neujahrsansprache noch einen Tick besser hinbekommen. Heute war das alles aber irgendwie vom Winde verweht.

    Noch viel besser wäre es natürlich, wenn sie frei sprechen würde — so wie Peer Steinbrück damals in seinen Videobotschaften. Das wirkt doch gleich viel authentischer und menschlicher — und die freie Rede beherrscht sie doch eigentlich auch. Insofern verstehe ich nicht, warum sie den Podcast noch formaler und strenger aufzieht als ihre Neujahrsansprache.

    Der Gipfel war natürlich ihr Statement, dass ihr die moderne Internet-Technik „viel Freude bereitet“. Ihr Gesichtsausdruck dazu war dermaßen emotionslos, da hätte sie auch gleich ein Pfund Hackfleisch im Sonderangebot anpreisen können. Das wäre dann vielleicht sogar wenigstens ein bisschen überzeugender herübergekommen.

    Also nee: Für die Zukunft bitte mehr Peer und dafür weniger saure Spreewaldgurke!

  3. Henning 9. Juni 2006 · 1:50 Uhr

    Ja, so parteipolitisch wollte ich da gar nicht werden. Ich kenne das Video von Steinbrück nicht, aber es kann nur besser sein. Ich fand die Idee gut und daher find ich das sehr schade, dass das nicht mal ansatzweise vernünftig umgesetzt wird (auch wenn ich’s ihr und ihrer Partei eigentlich auch gar nicht gönne).

    Eigentlich wär’s toll, wenn Stoiber sowas starten würde. Da hätte man immer frisches Material, so wie Stoibers Problembär-Statement. :-)

  4. Benno 9. Juni 2006 · 9:07 Uhr

    @Henning:

    Wieso parteipolitisch? Ich habe das gar nicht parteipolitisch gemeint — es war einfach meine persönliche Wahrnehmung.

  5. Oliver 9. Juni 2006 · 13:16 Uhr

    Also ich finde das ja zunächst toll das die Bundeskanzlerin die erste Regierungschefin auf nationalem Level ist, die sowas macht. Da hat sie keine „Best Practices“ als Vorlage – wie sonst so oft im Regierungsgeschäft. Ich finde auch gut, dass sie sich als Kopf der Bundesregierung als erste vorwagt – zumal kein Bundesminister aus seinem Amt heraus soetwas derzeit macht. Sie geht also als Beispiel voran. Bin gespannt, wann die Minister auf den Trichter kommen.

    Ob das Beispiel wirklich gut ist und ankommt, dass muss sich jetzt noch zeigen – und Sie muss lernen. Aber dafür gibt’s ja die Möglichkeit, Feedback an internetpost@bundeskanzlerin.de zu schreiben. Das habe ich also gerade mit meinen Gedanken gemacht.

    Ich stimme zu – sie wirkt total uneasy. Das Intro fand ich super – wie die mit den zerschnittenen Bildern in verschiedenen Ebenen gearbeitet haben. Schick. Aber ich glaube sie muss lockerer in der Sprache werden und sie darf nicht sitzen und sie darf nicht ablesen. Lieber nur ein 1-Minuten-Beitrag, den sie frei spricht, als ein Beitrag, den Sie wegen des langen Textes getelepromtet bekommt.

  6. Carsten 9. Juni 2006 · 14:39 Uhr

    Schön wird es auch bei De-Bug auf den Punkt gebracht:

    Und siehe da (äh, oben) im Abspann, die RCC Public Affairs GMBH, Berlin hat wirklich am Tontechniker gespart, nicht aber an Photographie. Dabei sind bei so einem Ding nicht nur fast soviele Leute am ackern wie bei unserer Zeitung, nein, die haben auch noch die Frechheit einem Vorzugaukeln, das wäre von einer echt tollen Position im Kanzleramt aus gefilmt, statt im Studio mit Photo-Backdrop. Aber da hätte man doch wenigstens ein Photo nehmen können auf dem keine Menschen Stillstand suggerieren, oder? Oder soll das die Ehrfurcht des Bürgers vor dem Reichstag bedeuten? Wie auch immer, Applaus für diesen 3D-mässigen KenBurns Effekt im Intro lieber Animations-Design Beauftragter Ingo Preller, ohne den wäre der Videoblog der Kanzlerin (über den sich noch so einige Dinge sagen liessen, z.B. wer ist denn auf die Idee mit der Unterschrift gekommen? Aua.) nämlich nur halb so cyber.

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