Im Duisburger Stadtteil Marxloh entsteht zurzeit Deutschlands zweitgrößte Moschee. Finanziert und geplant wird die muslimische Gebetsstätte vom DITB – Moscheeverein, dem Land NRW und der EU. Schon während der frühen Bauphase im Juli 2005 kam es zu Protesten aus der rechtsextremen Szene. Damals war den Wortführern der Demonstration wohl noch nicht ganz klar, wer den Bauauftrag ausführt. Kein geringerer als der rechtsextreme Bauunternehmer Günter Kissel aus Solingen bekam Anfang letzten Jahres den Zuschlag für den Bau der Moschee. Nun muss er die Schelte von politisch Gleichgesinnten ertragen: die NPD Duisburg will Kissel nicht mehr an ihrem Tisch haben.
Jedoch nicht nur in rechtsextremen Kreisen wächst dass Unverständnis über den Bau der Moschee durch die Kissel Gruppe . Auch in Duisburg ist es für kaum jemanden noch nach vollziehbar, dass öffentliche Gelder einem rechtsextremen Unternehmer zufließen. Wie nun die taz berichtete, ist dies kein Einzelfall. Kissel bekam in der Vergangenheit bereits mehrfach öffentliche Aufträge der Stadt Solingen. Auch die Islamische Gemeinde ist durch die Tatsache, dass ein rechtsextremer Bauunternehmer für den Bau ihrer Gebetstätte verantwortlich ist, schockiert – sieht aber auch keinen Ausweg.

Fragt sich nur, was sich eigentlich der 90-jährige Kissel selbst bei der Annahme für dieses Projekt gedacht hat. Bekannt sind seine Mitgliedschaft im „Witikobund“, der „Düsseldorfer Herrenrunde“, Aufsätze zur Lobpreisung der Wehrmacht und Veranstaltungen mit diversen Holocaust-Leugnern (z.B. David Irving).


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6 Kommentare

  1. Klaus-Dieter 7. Oktober 2006 · 5:47 Uhr

    Absurdistan, das klingt wie Kasachstan, Turkmenistan, Kurdistan. Das erinnert mich an Karl Mays „Durch das wilde Kurdistan“. Das war weit weg, hatte mit Deutschland nichts zu tun, war Fiktion. Das waren weite entfernte Länder, weit weg von Deutschland und Europa, von denen abenteuerlustige Jungen im Kaiserreich träumten. Das ist jetzt nicht mehr. Kasachstan, Turkmenistan, Kurdistan sind jetzt hier in Deutschland. Aber wo ist Absurdistan?

    Die maysche Fiktion ist Realität geworden in Deutschland. Wer durchs wilde Kurdistan will, braucht nicht mehr beschwerlich in den Nahen Osten reisen, eine abendliche Strassenbahnfahrt nach Dusiburg-Marxloh oder Wanne-Eickel tut es auch. Der Sparziergang durch Städte der Emscherzone ist guter Thrill. Heute sind die Bewohner der Stans und viele andere muslimische Mitbürger hier in Deutschland, von denen sehr viele von staatlichen Sozialtransferleistungen leben und nicht arbeiten, nie gearbeitet haben. Wozu auch? Der deutsche Sozialstaat bietet ein auskömmliches Einkommen. Heute ist Kurdistan auch in Duisburg-Marxloh. Die Fremden kamen, die Deutschen zogen weg oder sterben aus. Heute werden die Kirchen geschlossen, dafür Moscheen gebaut, mit Steuergeldern des Landes NRW und der EU. Das einst abendländische christliche Deutschland wird muslimisch.

    Ich habe als deutscher Christ Angst vor dieser Entwicklung, fühle mich als deutscher Christ in Deutschland überfremdet und bedroht, befürchte als Deutscher in Deutschland selbst in die Minderzahl zu geraten; befürchte, daß aus dem urchristlichen abendländischen Deutschland, dem Nachfolgeland des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“, unserem Vaterland, binnen weniger Jahre ein muslimisches Land wird, ein Land, in dem eine Art islamisches Mittelalter Einzug hält, die Frauen Kopftücher tragen müssen, die Männer brutale ungehobelte Machos sind, Frauen rechtlos sind, das Faustrecht auf den Straßen herrscht, Meinungs- und Pressefreiheit nicht mehr zählt, die Despotie die Demokratie verdrängt, Beten wichtiger ist als Arbeiten, Fanatiker unser Leben bedrohen, Mißliebige wie Theo van Gogh und Pim Fortuyn von Fanatikern auf offener Strasse gemeuchelt werden. Ich befürchte die Widerkehr längst überwunden geglaubter dunkler Zeiten, eine Widerkehr einer neuen Art des Faschismus. Die Gemütlichkeit der Nachkriegszeit hat ein Ende. Es wird wieder ungemütlich in Deutschland.

  2. Benno 7. Oktober 2006 · 16:38 Uhr

    @Klaus-Dieter:

    Ich glaube, dich bedroht nur eins ernsthaft: Dein eigener Verfolgungswahn. Lass dich behandeln.

  3. ckoehler 8. Oktober 2006 · 0:22 Uhr

    (Ich habe die weiteren Beiträge von ckoehler an dieser Stelle gelöscht, da sie in keinem Zusammenhang zum Beitrag standen. Dirk von blog.nrwspd.de)

  4. "Himbi" 14. Oktober 2006 · 18:37 Uhr

    Der Führer hat mit seinem Grössenwan dafür gesorgt das sein deutsches Volk desimiert wird und Fremdarbeiter ins Deutsche Land kommen mussten…Profitieren werden die Gerufenen selbstverständlich…
    „Die Geister die ich rief…“

  5. Omar Abo-Namous 20. Oktober 2006 · 8:01 Uhr

    Danke zunächst einmal für die Nachricht. Ich denke, der Moscheeverein muss sich Gedanken über Kontrolle des Baus machen..

    @Klaus-Dieter: „Heute sind die Bewohner der Stans und viele andere muslimische Mitbürger hier in Deutschland, von denen sehr viele von staatlichen Sozialtransferleistungen leben und nicht arbeiten, nie gearbeitet haben.“

    Du sprachst nur kurz vorher von Absurdistan, aber in einem Kasachstan würden die Menschen nicht mit Sozialleistungen rechnen können und müssen demzufolge arbeiten! Davon abgesehen ist die Annahme natürlich Quatsch, dass „sehr viele“ Muslime in Deutschland nicht arbeiten würden (oder gar „nie gearbeitet“ hätten)..

    Ansonsten kann ich Bonno nur zustimmen: Verfolgungswahn. Buh! ;)

  6. Michael 23. Februar 2007 · 2:45 Uhr

    Also wir haben als Deutsche das Recht uns hier in Deutschland gegen die Überfremdung zu wehren.
    Wir haben das Recht Deutschland für uns als Sicherungsraum zu behalten.
    Wir haben das Recht auf eine Zukunft und das Recht auf Arterhaltung.
    Und es ist auch nicht nur Umweltschutz was Gutes sondern auch Volksschutz.

    Da die etablierten Parteien am Volk vorbeiregieren werden wohl immer mehr Deutsche NPD wählen. Und das ist auch gut so. Wählt NPD.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.