Auf dem Bundesparteitag der CDU in Dresden hat Jürgen Rüttgers bei der Wahl zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden ein sehr schlechtes Ergebnis bekommen. Nach CDU-Angaben bekam er 568 Ja-Stimmen von 984. Das sind nach CDU-Zählung 57,72 Prozent.
Nun berechnet die CDU allerdings ihre Wahlergebnisse immer etwas eigenartig. Normalerweise (so auch bei der SPD) wird die prozentuale Zustimmung aus den abgegebenen Ja-, Nein-Stimmen und den Enthaltungen berechnet. Bei der CDU werden allerdings Enthaltungen als ungültige Stimmen gewertet und nicht in die Berechnung einbezogen. Das führt natürlich dazu, dass das prozentuale Ergebnis immer besser ausfällt.
Ich frage mich deshalb: Wie viele Enthaltungen gab es bei der Rüttgers-Wahl? Und wie viele Nein-Stimmen. Weder die Agenturen noch die CDU-Internetseite geben darüber Auskunft.
Ich recherchiere da mal weiter…


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7 Kommentare

  1. Pottblog 28. November 2006 · 17:11 Uhr

    Wurde Jürgen Rüttgers gar nicht wirklich gewählt?…

    Jürgen Rüttgers wurde auf dem Bundesparteitag der CDU zum stellvertretenden Vorsitzenden der CDU mit einem Ergebnis von 57,72 % gewählt. So wird es überall berichtet, so bestätigt es auch die CDU auf einer Extraseite zu den Wah…

  2. ckoehler 28. November 2006 · 18:53 Uhr

    ja ruettgers hat vor der wahl ja auch angela merkel unterstuetzt. die hat dann aber geschickterweise direkt mal 3% die mwst raufgesetzt (sozusagen preelektaer). ergebnis:0.8% mehr als die spd. deutschland befindet sich heute in einem kaufrausch, der die gleichschaltung adolf hitlers zum furz werden laesst. ganz deutschland ist eins! im shoppen!

    boeserweise koennte man jetzt sagen viele 58 jaehrige alg1 empfaenger hatten nicht mehr genug geld fuer den 72cm lcd.

  3. 50hz 29. November 2006 · 0:04 Uhr

    Einspruch Euer Ehren! So gern ich dieser Überlegung folgen würde.
    Die Stellvertreter wurden in Dresden im Blockwahverfahren gewählt: Heißt auf dem Wahlzettel standen vier Namen mit jeweils einem Kästchen dahinter. Jeder hatte maximal vier Stimmen. Mit Nein zu Stimmen war gar nicht möglich. Enthaltung im eigentlichen Sinne war nur möglich, wenn man gar keinen Stimmzettel abgegeben hat oder keinen der Kandidaten mit einem Kreuz bedacht hat.
    Letzlich war es wohl doch so, dass eine Mehrheit der Delegierten Rüttgers angekreuzt hat.
    Das ändert natürlich nichts daran, dass das Wahlergebniss für unseren Landesvater unterirdisch schlecht war.

  4. Mathias 29. November 2006 · 7:16 Uhr

    Na gut, wenn man es durchrechnet haben die Vertreter einen Stimmberechtigtenanteil von 984 Stimmen. – Rechnet man aber Merkels Ergebnis hoch, dann hatte sie nur 936 stimmberechtigte Delegierte.
    Würde man also Merkels Ergebnis 871 Stimmen auf die Zahlen der Stimmberechtigten bei der Stellvertreter Blockwahl beziehen (984) hätte sie nicht 93,06% Zustimmung, sondern nur 88,51% …
    Egal wie man es dreht, eines der Ergebnisse wurde geschönt. – Jetzt kann sich die CDU aussuchen welches :-)

  5. jirjen?! 29. November 2006 · 9:06 Uhr

    Merkel wurde einen Tag vorher gewählt, das erklärt die unterschiedliche Zahl an abgegebenen Stimmen.
    Die Frage ist nur, warum beim Auftritt der großen Vorsitzenden weniger da waren, als am Redentag der anderen…

  6. 50hz 29. November 2006 · 10:02 Uhr

    Nee, nee, nee. Merkel wurde ja nicht per Blockwahl gewählt. Bei Ihr konnte man schon mit Nein stimmen oder eben nix ankreuzen, was bei der CDU dann ungültig bedeutet.
    Wenn überhaupt, dann ist also das Merkel-Ergebnis geschönt.

  7. carsten koehler 10. Dezember 2006 · 17:39 Uhr

    Hattrick! Nach 3% MWST Erhoehung jetzt die Autobahnmaut.

    Von der Etsch bis an die Wesel…
    Autobahnmaut

    Lasst mich euch auch heute nochma sagen dass ich mal wieder unendlich stolz bin ein deutscher zu sein

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.