Archiv: Februar 2007

Aschermittwoch ist zwar schon ein paar Tage her, das Flüstern in der Blogosphäre darüber nicht. Bayerns Noch-Ministerpräsident Ede Stoiber bewegt einmal mehr die Gemüter. Warum? Weil er Leonid Breschnew für den aktuellen Präsidenten der USA hält und auch noch gut findet, dass Angela Merkel ihn kritisiert hat. Glaubt ihr nicht? Könnt ihr hier nachhören und hier nachlesen. Den Stoiber-Klassiker „10 Minuten“ aus dem letzten Jahr gibt es hier.

 via Spreeblick, Gedankenablagerungen und Heliumkiffer.


Heute ist Valentinstag. Und auch zu uns kamen Valentinsboten in Gestalt unseres Generalsekretärs Michael Groschek und des Oberhausener UB-Geschäftsführers Jürgen Angenendt.

Valentinstag 2007

Ich habe auch eine Rose bekommen. Schön. Die landete direkt auf meinem Schreibtisch.


Eins muss man den Julis (Jugendorganisation der FDP) ja lassen: sie überraschen immer mal wieder mit medienwirksamen Vorschlägen. Die Julis Niedersachsen forden eine Freigabe von Pornos ab 16 und die Möglichkeit für TV-Sender nach 24 Uhr Pornographie zu senden.

porno ab 16

„Es ist doch irrsinnig, dass manche Sender ihre Nachtprogramme mit Mord, blutigen Kriegen, Obduktionen und Vergewaltigungen füllen und das Abbilden der Geschlechtsorgane nicht möglich sei.“, so der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Niedersachsen, Christopher Vorwerk.
Das nenne ich doch mal wirklich liberal. Wenn schon Gewalt, dann auch Porno. Sat1 und Co werden sich freuen, dann können sie nämlich endlich wieder ihre 80er Jahre Lederhosen-Sexfilmchen auspacken.
Die Mutterpartei FDP fand das laut SZ gar nicht so witzig, Westerwelle und Niebel wollten sich erst gar nicht äußern.


Ich bin (noch) bekennender Raucher.

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Ich bemühe mich aber, an verschiedene Spielregeln zu halten: Im Büro wird nicht geraucht (weil Doppelbüro mit einem nicht-rauchenden Kollegen), am Bahnsteig verkrieche ich mich in die Raucherecken und beim Essen in Restaurants gibt es nur die Zigarette danach. Die Abschaffung der Raucherabteils in den Zügen finde ich gut. Zu Hause wird in der Wohnung auch nicht geraucht, wir gehen beide dafür nach draußen.
Es gibt aber noch Ausnahmen: in Kneipen rauche ich gerne beim Bier, wenn es ganz stressig ist und mein Kollege nicht da ist, rauche ich auch mal im Büro, bei Sitzungen gehe ich gerne mal raus auf den Gang, um da die Luft zu verpesten.
Jetzt hat meine Partei, die NRWSPD, einen Entwurf für ein Nichtrauchergesetz vorgelegt. Demnach soll es „ein einheitliches Rauchverbot für alle Gaststätten, für öffentliche Gebäude, auch solche mit einem öffentlichen Zugang und für den Öffentlichen Personennahverkehr“ geben.
Vorbei mit dem Rauchen beim Bier in der Kneipe. Rational verstehe ich das alles, trotzdem wären mir kleine Refugien in Kneipen lieber, in denen man doch noch Rauchen darf.
Was denkt ihr? Wie geht ihr mit eurem Laster um?


Seit dem Katharina (Lyssa) Borchert bei der WAZ ist, finden sich immer häufiger Artikel zu den Themenbereichen Internet und Weblogs in der Printausgabe der WAZ (Das Blogprojekt WestEins schlummert noch im Baustellenzustand). Heute klingelte dann bei mir das Telefon und es meldete sich das Berliner Büro der WAZ. Die wollten ein Interview mit mir zum Thema „Politische Weblogs“ führen. Das haben wir dann auch gemacht. Leider wird nicht das ganze Interview gebracht, sondern nur ein kleiner Auszug (ca 950 Zeichen). „Eine Zeitung ist eben kein Weblog“, hieß es. Stimmt. Deshalb wird es Zeit für WestEins.

Update 09.02.2007
Der Artikel ist erschienen. Leider nicht in online, deshalb hier die Printfassung:
Waz Interview


Nach Informationen des Magazins „Cicero“ wird sich der CDU-Bundestagsabgeordnete
Friedrich Merz aus der Politik zurückziehen. 2009 werde er auch nicht mehr für den Bundestag kandidieren.

Interessant ist die Begründung: „Ich habe meine Entscheidung allerdings auch im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Politik der großen Koalition in Berlin und mit dem politischen Kurs der nordrhein-westfälischen
Landespartei getroffen.“ Die Arbeit der Landes-CDU sei mit seinen Grundüberzeugungen, „für die ich viele Jahre in der CDU gearbeitet habe, nicht vereinbar“.

Ich bin gespannt, wie Teile der CDU in NRW darauf reagieren werden, galt doch Merz vielen in der CDU noch immer als Hoffnungsträger. Und immerhin war er doch mal der wirtschaftspolitische Berater von Jürgen Rüttgers…


Nein, das sind nicht meine Worte. So steht das heute in der Welt am Sonntag.

Jürgen Rüttgers - überheblich, beleidigend und gemeingefährlich naiv


Klare Kante – Hannelore Kraft auf der IGBCE-Kundgebung

Vor Tausenden Bergarbeitern aus allen Teilen Nordrhein-Westfalens hat sich die Vorsitzende der NRWSPD, Hannelore Kraft, für den Erhalt des Steinkohlebergbaus ausgesprochen. Bei der Kundgebung vor dem Düsseldorfer Landtag verteidigte sie den von der Berliner Koalition ausgehandelten Kompromiss zur Kohlepolitik. Wenn Ministerpräsident Jürgen Rüttgers diese Vereinbarung nun in Frage stelle und ein rasches Aus für die Kohle proklamiere, nehme er Massenentlassungen im Bergbau in Kauf. Darüber hinaus gefährde er den Börsengang der RAG. Hannelore Kraft: „Wir lassen nicht zu, dass an dem mühsam zustande gekommenen Kompromiss nun noch einmal gerüttelt wird.“

Hier die Rede von Hannelore Kraft auf der Kundgebung:


Link: sevenload.com


Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.