Nein, das sind nicht meine Worte. So steht das heute in der Welt am Sonntag.

Jürgen Rüttgers - überheblich, beleidigend und gemeingefährlich naiv


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4 Kommentare

  1. Klaus-Dieter 4. Februar 2007 · 20:32 Uhr

    Ich stimme Alan Poseners Einschätzung zu. Alan Posener ist der Sohn eines jüdischen Deutschen und einer Engländerin. Er wuchs in England, Deutschland und Malaysia auf. In seiner Jugend war er Mitglied diverser deutscher kommunistischer Splittergruppen, vermutlich Jugendsünden. Er studierte in Deutschland Anglistik und arbeitet als Publizist und Journalist, seit einigen Jahren bei „Welt“ und „Welt am Sonntag“, beides Zeitungen aus dem Hause Axel Springer. Er vertritt dabei eindeutig die politische Linie des Hauses Springer: gesellschaftlich bürgerlich-konservativ, wirtschaftlich neo-liberal und außenpolitisch pro-amerikanisch und pro-israelisch. Diese Linie wird auch in seiner Replik auf die in der Tat dümmliche Rede Rüttgers deutlich.

    Nun sollten aber die Sozialdemokraten nicht zu laut jubilieren, daß Rüttgers mal wieder einen drauf kriegt. Posener bezeichnet Rüttgers als „bekanntesten sozialdemokratischen Politiker seines Landes“. Die naive, von Sachkenntnis ungetrübte Rede Rüttgers hätte auch ohne Weiteres ein Sozialdemokrat oder ein Grüner halten können, aber auch ein Rechtsradikaler. Die poulistischen Positionen, die Rüttgers hier vertritt, insbesondere in Bezug auf Israel und den Nahostkonflikt, sind in Deutschland lagerübergreifend Allgemeingut: Die Amis sind böse, die Palästinenser werden unterdrückt, Israel ist böse und der Terrorismus hat seine Wurzeln darin, daß USA und Israel so böse sind. Dem stimmen alle zu: Rechte, Linke, Grüne, Rote, Schwarze. Da ist der Stammtisch vereint.

    Ob man diesen von Rüttgers formulierten platten Populismus nun als „reinen Lafontaine“ bezeichnen soll oder anders, ist vermutlich Ansichtssache.

  2. Andres 5. Februar 2007 · 9:32 Uhr

    „Verantwortliche Politik trägt offensichtlich nicht den Namen Rüttgers.“
    Der Satz stimmt. ;-)

  3. f.-j.hay 6. Februar 2007 · 16:18 Uhr

    Wer mit dem Finger auf andere zeigt , bemerkt oft nicht, das drei Finger auf ihn selbst zeigen .### Kehrt doch bitte erst mal den Schmutz vor der eigenen Tür weg. Es müßte doch ein Aufschrei durch die SPD gehen wenn ich lese wie Herr Klose den Aussenminister dadurch zu decken versucht, indem er sich hinter die Untätigkeit (?) der Türkei versteckt . ( Lassen den Bremer Türken in G. bei den Amis schmoren). ### ( Übrigens: Damit wird aus unserem “ großen Sohn Beethoven “ , der Bonner Flame , derweil seine Vorfahren z.T. kein deutsches Blut hatten ). das nur nebenbei. Mein Vorschlag an die NRW SPD : Schreibt die türk. Menschenrechtsstandards in Euer neues Programm rein . Dann seid Ihr zumindest ehrlich. adjö-joschi-Bonn

  4. Peter L. 12. Februar 2007 · 19:38 Uhr

    „Das Europäische Modell ist nicht das neoliberale Wirtschaftsmodell, wie es sich in anderen Teilen der Welt immer mehr durchsetzt“

    „Die neuen Feinde heißen Hedge-Fonds und Private-Equity-Gesellschaften, jene „Heuschrecken“, von denen Franz Müntefering sprach“

    „Rückkehr zum verhängnisvollen Versuch Gerhard Schröders, Europa mit Hilfe einer deutsch-französischen Allianz zu dominieren; Rückkehr zum Sozialstaatseuropa…“

    „überheblich, beleidigend und gemeingefährlich naiv“ – eine Selbstkritik der NRW-SPD?

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.