Sehr mysteriös diese Geschichte. Auf dem Landesparteitag der CDU in Siegburg stand auch die Wiederwahl von Jürgen Rüttgers als Landesvorsitzender an. Und er wurde auch gewählt. Mit folgendem Ergebnis: 555 abgegebene Stimmen, 483 Ja-Stimmen, 65 Nein-Stimmen, 7 Enthaltungen.

Eigenartig an dieser Wahl ist: es gibt 672 Delegierte. Das bedeutet: bis zu 117 Delegierte sind der Abstimmung fern geblieben. Bei der Wahl des Generalsekretärs stimmten 627 Delegierte ab, es waren also definitiv mehr als 555 Personen anwesend. Normalerweise gibt es bei der Wahl des Vorsitzenden immer die höchste Wahlbeteiligung.

Keiner will Rüttgers wählen...
Keiner will Rüttgers wählen…

Aus eigener Erfahrung ist meine Interpretation: da wollten wohl eine ganze Reihe von Delegierten nicht offen gegen Rüttgers stimmen. Etwa die Merz-Anhänger? Die CDA? Die Kommunalpolitiker? Alle zusammen? 117 ist auf jeden Fall eine große Zahl…

Jürgen Rüttgers Hände
„Ein Bomben-Ergebnis.“ Jürgen Rüttgers


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4 Kommentare

  1. Anke 5. Mai 2007 · 19:56 Uhr

    Uih – das sollte zu denken geben. Kommt davon.

    Danke für die Berichterstattung. Wie sah es eigentlich vor der Halle aus? Ich wäre ja heute dort hingefahren, aber in Schwelm gab es einen Info-Stand zum Thema http://www.bestebildung.de.

  2. Walter 5. Mai 2007 · 20:12 Uhr

    die „offiziellen“ 87 % sind für einen Landesvorsitzenden ja schon kein besonderes Ergebnis.

    Aber hätten alle 672 Delegierten abgestimmt, wären für JR womöglich nur knapp 72 % erhalten.

    Tja. Ärgerlich diese 117 Feiglinge. :-(

  3. Dieter 6. Mai 2007 · 1:12 Uhr

    Na, da kann mal sehen wär hinter Rüttgers steht, 117 Feiglinge die mit seiner Politik nicht zufrieden sind, man bekennt sich OFFEN???

  4. Roter Baron 26. Mai 2007 · 14:45 Uhr

    In der Tat eine traurige Sache. Vielleicht wurden die 117 Personen, die sich gegen Rüttgers aussprechen wollten, aber auch absichtlich von der Abstimmung ferngehalten?
    Eine sehr merkwürdige Geschichte jedenfalls!

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.