Gestern haben wir ja über die neue Rote Socken Kampagne der CDU / JU in NRW berichtet. Heute haben die Jusos der JU geantwortet:

Rote Socken JU

Offener Brief an den Vorsitzenden der JU NRW

„Sehr geehrter Herr Volmering,

offensichtlich steht es richtig schlecht um die CDU in NRW. Immer dann, wenn der CDU nichts mehr einfällt, greift sie in die angestaubte Propaganda-Kiste der 50er Jahre und zieht die Roten Socken heraus. Das haben Sie bereits 1994 und 1998 versucht und sind damit kläglich gescheitert: Helmut Kohl und die CDU wurden abgewählt.

Jetzt also der dritte Versuch. Eigentlich weiß ja jeder, dass eine Geschichte mit Bart nicht besser wird, wenn man sie ein zweites und ein drittes Mal erzählt.

Ihr Roten Socken sind aber offensichtlich so abgetragen und durchgelaufen, dass wir uns gedacht haben: die JU und CDU in NRW könnte mal endlich was Neues und Hübsches gebrauchen. Deshalb übersenden wir Ihnen heute ein paar neue Rote Socken in die Sie in den nächsten Jahren bei ihren weitern politischen Gehversuchen bequem herein wachsen können.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Dolle“


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5 Kommentare

  1. Pottblog 29. Juni 2007 · 12:42 Uhr

    Junge Union Nordkirchen sieht Gespenster!…

    Nordkirchen, die Nachbarstadt Nachbargemeinde meiner Heimatstadt Olfen ist insofern politisch interessant, als dass es dort im Gemeinderat ein Patt gibt. Die CDU hat 14 Sitze und gemeinsam haben SPD, Grüne, UWG und FDP, die als “Gruppe Pro N…

  2. Heiner/COE 30. Juni 2007 · 13:03 Uhr

    Vielleicht sollten wir gegen die Rote Socken Kampagne eine schwarz-gelbe Unterhosenkampagne starten, schön mit Bremsstreifen und so. Das wäre dem Niveau durchaus angemessen.

  3. Roter Baron 1. Juli 2007 · 22:29 Uhr

    Hehe,
    das spannende ist ja, dass ausgerechnet diese so demokratischen Jungunionisten oft und gerne mit rechtsaußen flirten. Während CDU-Mitglieder ganz offen auf dem „Schlesiertag“ gegen Polen hetzen und eine Rückgabe der „Deustchen Ostgebiete“ fordern und CDU geführte Ordnungsämter Anti-Rechts-Veranstaltungen aus Rücksicht auf NPD-Anhänger untersagen,
    sträuben sich Mitglieder der Jungen Union dagegen, sich offen gegen Rechtsxextremismus zu bekennen. Das ausgerechnet jetzt wieder die alte Klamottenkiste mit den Roten Socken herausgekramt wird, zeigt wieder einmal, was die Konservativen ihren Wählern zutrauen: Nämlich nur plumpes abnicken einer steinalten Propagandamasche („wenn ihr uns nicht wählt, kommt der Kommunismus“). Traurig – aber wieder einmal ein Grund, warum ich niemals die CDU wählen würde :)

  4. Student 12. Juli 2007 · 9:07 Uhr

    @ Roter Baron

    Als ob die SPD (Selektions Partei Deutschlands) ein Deut besser wäre.
    Vor den Wahlen wird links getan und hinterher wird knallhart Auslese betrieben oder -im Falle des Verlustes- sich aus der Verantwortung gestohlen (Gazprom-Demokrat Schroeder, Wolfgang „HartzIV“ Clement).
    Die aktuellen Missstände in der BRDeutschen Gesellschaft, massiv begründet durch die slektionistisch, faschistoide Politik der SPD halte ich für wesentlich relevanter und dringlicher als die immerwährend ablenkende und nach hinten gerichtete Politik für Wählerstimmen aus den Gipskriegtagen.
    Und ja, die Reste der SPD sollten langsam mit der Bewältigung der von ihr ausgegangenen Ausgrenzungspolitik der letzte zehn Jahre (Hartz IV, Gesundheitsreform, etc……) beginnen. Eine Partei mit sovielen Leichen (das meine ich wörtlich) im Keller würde ich auch nimmer wählen.

    Wahr ist nämlich, die SPD hat in allen relevanten Politikfeldern auf Ausgrenzung, Selektion und Elitenförderung gesetzt und tut es noch:
    – Sei es bei der Gesundheit (Geh mal als gesetzlich Versicherter ins Krankenhaus! Du wirst dich umsehen).
    – Sei es bei der Bildung. (Olaf Scholz seinerzeit von SPD Jasagern umjubelt: „Mehr Innovation durch mehr Elitenbildung“)
    – Sei es bei den Sozialleistungen (Hartz IV macht Arbeitlose zu Kriminellen !!!!).
    – sei es bei der Chancengleichheit, Gleichberechtigung, wie Du es auch nennen möchtest. Hier haben es erst die CDUler vermocht mit Hilfe der Selektionisten von der SPD Geld für die Kinder der wohlegemerkt reicher Leute zu mobilisieren (Elterngeld).
    – Sei es bei der Prägung gesellschaftlichen Umganges allgemein. Die Jasagerkultur und das Primat des (finanz-)Stärkeren wie sie durch die Schroeder SPD bis heute ungebrochen auf der Hand liegt.

    Das sind Themen die sind für mich wie viele andere, die endgültig wissen das SPDler ihr Rückgrat verkauft haben, wesentlich lebensbestimmender als dein Ostvertriebenenthemenblock.

    Kannst ja gerne weiter keine CDU wählen lieber Roter Baron. Aber bilde dir bitte nicht ein die Selektions Partei Deutschlands wäre hier ein Deut besser.

    Wir haben diese Diskussion ja nun schon öfter gehabt und deshalb nochmal für die Ewiggestrigen und Unbelehrbaren:
    Ich werde niemals aufhören gegen Ewiggestrige, Unbelehrbare und für solch menschenverachtende Politik wie sie von der SPD ausgeht anzuschreiben.
    Der Tonfall mag hart sein und manche werfen mir hier gerne, wahrscheinlich mangels Argumenten, Beschimpfung vor. Es geht aber um etwas und ansonsten sitzt diese fette SPD Bougroisie zu sicher auf ihren dreifach abgesicherten Ärschen um sich überhaupt auf eine Auseinandersetzung einzulassen. Man muss schonmal provozieren dürfen. Zumal die Konsequenzen der SPD Politik -wie oben geschildert- für ettliche, gerade die Schwachen hierzulande eben auch Lebensbedrohlich sind.
    Viel Spass beim Zerpflücken. Bitte vergest nich tauch mal was inhaltliches in die Debatte einzubringen. Das ewige: Die anderen sind aber Schlimmer nervt.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.