Archiv: August 2007

Auch 1960 war es ein mediales Ereignis, dem Politiker und Wähler mit einer großen Portion Skepsis gegenüber standen. Das erste TV-Duell der Geschichte zwischen Richard Nixon und John F. Kennedy am 26. September war so etwas wie eine Revolution im Wahlkampf – und doch setzte sich dieses Duell nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande durch.
Der erste Youtube-Auftritt amerikanischer Politikerinnen und Politiker in diesem Jahr – auch hier wurden die Kandidaten live befragt, allerdings per Video – ist bestimmt ebenso revolutionär wie das Ereignis vor 45 Jahren. Gleichzeitig sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis diese Art des Wahlkampfes über den großen Teich in die Bundesrepublik schwappt. Die Amerikaner, wieder ein Vorbild der Wahlkampfführung und vor allem der Internetnutzung?

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Wer kennt das nicht, eine dringende Frage brennt auf den Nägeln, aber der richtige Ansprechpartner ist zur Zeit nicht verfügbar? Zugegeben, es ist auch manchmal gar nicht so einfach, den richtigen Ansprechpartner in der Nähe zu haben, zumindest nicht, wenn es sich dabei um Spitzenpolitiker wie Kurt Beck, Michael Glos, Ursula von der Leyen oder Peer Steinbrück handelt.
Doch dem Problem schaffen das ARD-Morgenmagazin, ARD-Mittagsmagazin und tagesschau.de mit der Aktion „Ihre Frage nach Berlin“ Abhilfe. Denn dort haben die Bundesbürger die Möglichkeit, ihre Frage per Video zu stellen. Jörg Schönenborn sowie Sigmund Gottlieb spielen diese den Berliner Volksvertretern vor, die Antworten sind dann vom 3. bis zum 5. September live in der ARD zu sehen.

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Früher oder später musste das ja passieren. old media bedient sich bei new media und ignoriert die creative commons. Die was?, werden wahrscheinlich jetzt viele bei old media fragen. Die creative commons.

Aber der Reihe nach. Heute morgen las ich mit großem Interesse ein Interview der NRZ mit dem DGB Chef Guntram Schneider. Und was sah ich da?
Das:
NRZ Schneider

Und rechts unten ist das zu lesen:
NRZ flickr

Das Foto kenne ich. Das ist nämlich von uns:

Schneider flickr

Und wie es sich gehört, sind natürlich alle Fotos mit einer creative commons Lizenz versehen.
Und zwar mit dieser:
You are free:
to Share — to copy, distribute and transmit the work
Under the following conditions:
Attribution. You must attribute the work in the manner specified by the author or licensor (but not in any way that suggests that they endorse you or your use of the work).
Noncommercial. You may not use this work for commercial purposes.
No Derivative Works. You may not alter, transform, or build upon this work.
For any reuse or distribution, you must make clear to others the license terms of this work. The best way to do this is with a link to this web page.
Any of the above conditions can be waived if you get permission from the copyright holder.
Nothing in this license impairs or restricts the author’s moral rights.


Schwarz gilt als die Farbe des Todes, des Bösen und des Mangels an Leben. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat sich gerade deshalb der Verband kommunaler Unternehmen diese dunkle Farbe bewusst für ihre Internetpräsenz am heutigen Mittwoch ausgesucht. Denn Rüttgers & Co. wollen den Stadtwerken an den Kragen, indem sie die Handlungsfähigkeit kommunaler Unternehmen zu Gunsten der Privatwirtschaft per Gesetz massiv beschneiden wollen.

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Ein Blick in die Zukunft? So könnte die Homepage Ihrer Stadtwerke bald aussehen, wenn die Landesregierung die NRW-Gemeindeordnung wie geplant verschärfen wird. Dagegen demonstrieren wir heute mit unserem Aktionstag unter dem Motto „5 vor 12 für Ihr Stadtwerk“!
„Nur fair bringt mehr“ – Stadtwerke in NRW für fairen Wettbewerb


Der Pressebereich auf dem Landesparteitag war am vergangenen Samstag bis auf den letzten Platz besetzt. Zahlreiche Journalisten der Printmedien, Hörfunk und TV tummelten sich hier. Doch auch die Schar von Bloggern (zu denen auch wir gehören) vermehrt sich von Parteitag zu Parteitag. Aktuell, schnell und informativ berichteten meine Kollegen vom Parteitag.

Sehr umfangreich – auch mit vielen Fotos – berichten etwa die WebSozis vom Parteitag. Dort sind Berichte über die Rede von Hannelore Kraft, von Franz Müntefering gegen Bildungsarmut oder für den Mindestlohn zu lesen. Des weiteren wird dort explizit der wohl jüngste Gast des Landesparteitages- gerade mal ein paar Wochen alt – begrüßt.

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Zusätzlich zu den Fotos bei flickr und den Meldungen, Anträgen und Redetexten auf der Sonderseite von nrwspd.de zum Landesparteitag am 25.08.2007 in Bochum haben wir jetzt auch die ersten Reden als Video aufgearbeitet.
Hier also die Reden von Hannelore Kraft und Ute Schäfer:

Rede der Parteivorsitzenden Hannelore Kraft: „Beste Bildung für alle“

Link: NRWSPD-Bildungsparteitag: Rede Hannelore Kraft



Rede der stellvertretenden Parteivorsitzenden Ute Schäfer

Link: NRWSPD-Bildungsparteitag: Rede Ute Schaefer


Vor wenigen Minuten beendete Peer Steinbrück seine Rede auf dem Landesparteitag. Mit lautem und langem Applaus wurde er von den Genossinnen und Genossen in seinen Äußerungen bekräftigt.
Besonders fünf Themen lagen ihm dabei besonders auf dem Herzen: Steinbrück ging auf das Staatsverständnis, das Familienbild, menschenwürdigen Lohn, auf eine gestaltende Finanzpolitik und Bildungsgerechtigkeit ein.

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Hannelore Kraft hob vor allem die ursozialdemokratischen Themen der SPD wie etwa soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit in ihrer Rede hervor und erntete dafür jede Menge Applaus. Sie stellte noch einmal heraus, dass der Leitantrag, der im Verlauf des Landesparteitages verabschiedet werden sollte, auf all die Themen konzentrierte, die für NRW eine große Bedeutung haben, wie etwa die Gestaltung der Globalisierung, Rolle des Staates, soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Der Leitantrag ist dabei zugleich ein Gegenentwurf zur Politik der Landesregierung.

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„In allen wichtigen landespolitischen Bereichen gibt es strategische und inhaltliche Übereinstimmungen zwischen der SPD und dem DGB. Wir sind wieder in weiten Bereichen der Politik eine Einheit…Manchmal habe ich die Idee, dass die Schulministerin von NRW unausgegoren ist.“ Guntram Schneider, Vorsitzender der DGB NRW, steht keine zwanzig Meter von mir entfernt auf dem Rednerpult des Landesparteitag. Ich sitze mitten im Pressebereich zwischen einer Vielzahl von Journalisten, die eifrig in ihre Laptops tippen. Ich, das ist die Praktikantin der NRWSPD und werde heute live für euch vom Landesparteitag berichten.

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Bildungsparteitag 2007 Vorabend Halle
Wer in den letzten Tagen einmal in dem Büro der NRWSPD vorbeigeschaut hat, der konnte die Vorboten des außerordentlichen Landesparteitages kaum übersehen. Ununterbrochenes Telefonklingen, unzählige Anfragen von Journalisten, eine Druckerei, die Tag und Nacht zu arbeiten scheint und zahlreiche Mitarbeiter quasi ohne Feierabend, machten den Alltag in der Kavalleriestraße aus.
Anträge
So viele Anträge wie lange nicht mehr…


Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.