Wer kennt das nicht, eine dringende Frage brennt auf den Nägeln, aber der richtige Ansprechpartner ist zur Zeit nicht verfügbar? Zugegeben, es ist auch manchmal gar nicht so einfach, den richtigen Ansprechpartner in der Nähe zu haben, zumindest nicht, wenn es sich dabei um Spitzenpolitiker wie Kurt Beck, Michael Glos, Ursula von der Leyen oder Peer Steinbrück handelt.
Doch dem Problem schaffen das ARD-Morgenmagazin, ARD-Mittagsmagazin und tagesschau.de mit der Aktion „Ihre Frage nach Berlin“ Abhilfe. Denn dort haben die Bundesbürger die Möglichkeit, ihre Frage per Video zu stellen. Jörg Schönenborn sowie Sigmund Gottlieb spielen diese den Berliner Volksvertretern vor, die Antworten sind dann vom 3. bis zum 5. September live in der ARD zu sehen.

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Das Interesse ist groß genauso wie die Themenvielfalt; auf der Internetseite der Tagesschau wird eine Vorauswahl von Fragen gezeigt. Peer Steinbrück etwa soll sich zur Verwendung der Goldreserven äußern, Kurt Beck zur Rentenpolitik, Angela Merkel zum klimaschädlichen Freileitungsbau oder Guido Westerwelle zur Sozialen Marktwirtschaft.

Doch es gibt auch kritische Stimmen zu dem Vorhaben, zu finden etwa in den Reaktionen und Kommentare im Blog der Tagesschau. Dort wird unter anderem bemängelt, dass durch die Limitierung auf Video eine Schranke eingebaut ist, die Menschen mit wenig Affinität zur Technik ausschließt, dass die Antworten der Politiker sowieso von der Fraktion vorgegeben seien oder dass es wohl mehr um Beruhigung des aufgebrachten und sich vernachlässigt fühlenden Volkes gehe.

Positiv angemerkt wird in dem Blog der Tagesschau, dass in den Redaktionen der öffentlich-rechtlichen Sender wieder an politischen Sendungen vor 22 Uhr gearbeitet wird und dass die Bürger die Gelegenheit bekommen, sich Gehör zu verschaffen. Dieses würde dem Politikverdruss entgegenarbeiten.
Eine ähnliche Aktion gab es bei stern.de. Dort wurde allerdings nur der Vize-Kanzler Franz Müntefering von den Lesern befragt.
Schon eine bekannte Kindersendung wusste: Wer? Wie? Was? Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht fragt bleibt dumm! Also, los, zögert nicht, was wolltet ihr immer schon von den Spitzenpolitikern wissen? Hier könnt ihr fragen!


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3 Kommentare

  1. Weblog der NRWSPD 7. September 2007 · 11:35 Uhr

    […] Als ein Schritt, um der zunehmenden Politikverdrossenheit entgegenzuwirken, ist die Aktion „Frage nach Berlin“ gedacht. Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, ihre ganz persönliche Frage in Form eines Videos zur ARD zu schicken, die dieses wiederum im Rahmen des ARD-Morgenmagazins oder des ARD-Mittagsmagazins Spitzenpolitikern vorspielte. […]

  2. Rosie 4. Dezember 2007 · 5:36 Uhr

    Ich wollte mich mal an dieser Stelle bedanken für die vielen wertvollen Tipps die ich hier gelesen habe. Ich bin immer wieder von neuen erstaunt, was es doch so alles gibt.

  3. Kredit Zinsen 21. Februar 2012 · 12:16 Uhr

    Hier finden Sie neben günstige Kreditzinsen im Vergleich auch noch ein nützliches Werkzeug um aktuelle Kreditzinsen zu berechnen.

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