Kein anderes Medium hat sich so schnell verbreitet wie das Internet. Zu dieser Erkenntnis kommt die ARD/ZDF-Onlinestudie 2007, über die in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift „Media Perspektiven“ berichtet wird. Demnach stieg der Anteil der Internetnutzer innerhalb der letzten zehn Jahre von 6,5 Prozent auf 62,7 Prozent. Aktuell verfügen 40,8 Millionen Deutsche ab 14 Jahren über einen Internetzugang.
Überraschend ist vielleicht, dass der größte Zuwachs vor allem von Frauen und Über-60-Jährigen ausgeht. Letztere überbieten mit 5,1 Millionen Usern sogar die Zahl der 14- bis 19-Jährigen.

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2 Foto:wetwebwork

Auch die Nutzung von Blogs und anderen Errungenschaften des „Web 2.0„, wie Online-Lexika à la „Wikipedia“ sowie –Foto und Videoportalen wie „flickr“ oder „YouTube“ nimmt weiter zu. 47 Prozent bzw. 34 Prozent der „Onliner“ haben diese bereits genutzt, in den meisten Fällen beschränken sich die Aktivitäten jedoch auf passives Anschauen. Gerade mal 6 Prozent gaben an, wenigstens einen Beitrag für die „Wikipedia“ verfasst zu haben, 7 Prozent hätten schon mal einen Film in ein Videoportal eingestellt.

Die Zahl der Blogbenutzer ist gegenüber dem Vorjahr von 7 auf immerhin 11 Prozent gestiegen, wobei die Nutzungshäufigkeit jedoch eher gering bleibt. Nur ein Drittel der Blognutzer gaben an, mindestens einmal pro Woche mitzulesen. Martin Hiegl gibt dazu auf „telagon sichelputzer“ zu bedenken, dass die Dunkelziffer wesentlich höher sein könne, da viele Menschen gar nicht zwischen Blogs und anderen Webseiten unterscheiden könnten.
Der Großteil der Internetnutzer weiß das Netz eher als Informationsquelle denn als Unterhaltungsmedium zu schätzen. 72 Prozent der „Onliner“ charakterisieren ihren Umgang mit dem Internet als „überwiegend informationsorientiert“. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich dabei aktuelle Nachrichten, Service- und Verbraucherinformationen sowie regionale Inhalte.


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