Oftmals ist es für den Wähler kurz vor einer Wahl nicht einfach, eventuelle Widersprüche in den Reden eines Politikers zu entdecken oder ihm genaue Positionen zuzuordnen. Viele stellen sich die Fragen: Hat der Politiker nicht vor einiger Zeit noch das genaue Gegenteil behauptet? Steht seine damalige Aussage nicht im Kontrast zu den jetzigen Reden? Und welche Position nimmt der politische Kontrahent ein?
Australische Bürger haben in der nahen Zukunft keine Probleme solcher Art mehr: Die Internetsuchtmaschine google will ihnen mit einer neuen Website (www.google.com.au/election2007) die Entscheidungen bei den anstehenden Parlamentswahlen erleichtern.

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Noch in diesem Jahr – der genaue Termin steht noch nicht fest – wird in Down Under gewählt. Mit Hilfe der Suchmaschine ist es möglich, binnen Sekunden einzelne Politiker-Webseiten sowie Reden der näheren Vergangenheit zu durchforsten und durch eine Spezialsuche auf eventuelle Widersprüche zu stoßen. Wähler können den Namen eines Politikers und ein Thema in die Suchmaschine eingeben und so in Parlamentsprotokollen, Reden und auf den persönlichen Homepages fündig werden.
Australische Politiker heißen die Idee willkommen. Premierminister John Howard freute sich über den „ungestörten, direkten und offenen Weg zwischen Entscheidern und Wählern.“
Neben dieser Suchmaschine gibt es auf der speziellen google-Seite noch mehr Informationen zu finden, beispielsweise alle möglichen Details über die Kandidaten, Neuigkeiten, Wahlbeteiligungen sowie Ausgang, Fotos und noch vieles mehr. In Australien spricht man mittlerweile schon von der „Google-Wahl“.
Leider ist die Seite im Augenblick noch offline, nur einige Screenshots wurden vorzeitig veröffentlicht, doch in Kürze geht die „Politiker-Suchmaschine“ an den Start. Ich bin gespannt.


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