„Gute Arbeit heißt für mich: Ein Lohn, von dem man leben kann.“ Für jeden Menschen ist gute Arbeit sicherlich etwas anderes, beispielsweise, dass Erfahrung respektiert wird, eine Absicherung trotz flexibler Arbeit gewährleistet wird, eine Ausbildung mit Perspektiven oder Betreuung auch für die Kleinsten. An alle, die sich gute Arbeit wünschen, richtet sich die neueingerichtete Homepage www.gutearbeit.spd.de, die der sozialdemokratische Generalsekretär Hubertus Heil am 13.September vorstellte.

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Ziel der Kampagne ist die Kommunikation der sozialdemokratischen Idee einer zukunftsfähigen und solidarischen Arbeitsgesellschaft. Die Seite bietet allen interessierten Arbeitnehmern, Arbeitgebern oder Auszubildenden zahlreiche Informationen rund um das Thema „Gute Arbeit“. So sind dort Materialien (alle Beschlüsse und Anträge der SPD zum Thema „Gute Arbeit“, Plakatmotive, Flugblätter), der Mindestlohn-Aufruf und Argumentationsflyer zu finden. Außerdem werden dort weitere Hintergrundinformationen, Artikel und Studien bereit gehalten.

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Auf der Startseite begrüßt der Parteivorsitzende Kurt Beck die User: „Die Wirtschaft in Deutschland feiert wieder Erfolge, aber eine große Zahl von Menschen bleibt davon ausgeschlossen. Das ist der Widerspruch, den wir täglich erleben. Dagegen müssen wir angehen. Wir brauchen einen Aufschwung, von dem alle etwas haben.“ Des weiteren gibt es auf der Seite den Beschluss des Leitantrages des SPD-Parteivorstandes zum Thema „Gute Arbeit“ und zahlreiche Links unter anderem von Institutionen und Wissenschaft, Gewerkschaften und Verbänden. Unter dem Punkt „Für Mindestlöhne“ sind Statements von Bürgerinnen und Bürger aufgeführt, warum sie den Mindestlohn befürworten, dazu gibt es die „10 gute Gründe“, weshalb es mehr als Zeit ist für die Einführung der Mindestlöhne sowie die Erklärung „Politik für gute Arbeit – Deutschland braucht Mindestlöhne“, die online unterzeichnet werden kann. Ein Video-Wettbewerb, der Anfang Oktober starten wird, vervollständigt die Seite.


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2 Kommentare

  1. Anke 20. September 2007 · 13:59 Uhr

    Zur guten Arbeit gehört aber auch die Mitbestimmung.

    Ich freue mich, dass Hannelore Kraft angekündigt hat, dass sie die miserable Novellierung des LPVGs (Landespersonalvertretungsrecht NRW) der jetzigen gelb-schwarzen Regierung zurücknehmen wird, wenn die SPD die nächste Landtagswahl gewinnt.

    Leider dauert es noch etwas, bis dieses gelb-schwarze Desaster abgelöst werden kann. Das so kommt, erscheint mir nicht zweifelhaft, denn wer mitbekommt, wer da mittlerweile alles vor dem Landtag protestiert, kann zu keinem anderen Schluss kommen.

    Ich hoffe, sie richten bis dahin nicht das ganze Land zu Grunde.

    Angst davor sollte man haben, wenn schon die Financial Times Deutschland mit Kritik nicht spart…

  2. Rainer Grün 24. Oktober 2007 · 21:21 Uhr

    Was für eine verlogene Kampagne!

    Erst Mindestlöhne unter Schröders Kanzlerschaft ablehnen und auch noch mit „HARTZ IV“ Arbeitslose zwingen auch für Hungerlöhne zu arbeiten und jetzt zu Wahlkampfzwecken das Thema ausschlachten um Stimmen von der Linken zurückzugewinnen!

    Ein allzu durchsichtiges Manöver!

    Nebenbei gefragt: Ist der Lohn der Reinigungskräfte bei der SPD-Bundestagsfraktion von unter 7 EURO schon angehoben worden?!

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.