Der Fettnäpfchenparcours, durch den Jürgen Rüttgers dieser Tage zielsicher hindurchstolpert, nimmt kein Ende. Seit letzter Woche macht eine Geschichte um einen seiner Redenschreiber, der offenbar nicht viel von Parteidisziplin hält, die Runde durch die Medien.

Redenschreiber
Der Stein des Anstoßes: Der Artikel in der bw-Woche. „Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hat es in den vergangenen zwei Jahren nicht geschafft, als Partner auf Augenhöhe in Berlin wahrgenommen, geschweige denn ernst genommen zu werden. Im Gegenteil,“ heisst es dort.

Die Staatskanzlei Düsseldorf hatte Claudius Rosenthal, Mitarbeiter und Redenschreiber von Jürgen Rüttgers, erlaubt, in seiner Freizeit für eine Stuttgarter Zeitung zu schreiben. Unter dem Pseudonym Reinhard T. Kneitling hat sich Rosenthal dann mehrfach über Günther Oettinger, Rüttgers CDU-Amtskollege aus Baden-Württemberg, ausgelassen. Der WDR berichtet: „Rosenthal alias Reinhard T. Kneitling ätzte laut in der ‚bwWoche‘ über die fehlende bundespolitische Bedeutung von Oettinger. Der sei ’schlecht beraten, schlecht informiert und schlecht vernetzt‘.


Die Stuttgarter Staatskanzlei, die nach Veröffentlichung des Artikels das Pseudonym enttarnt hatte, beschwerte sich in Düsseldorf, doch Rüttgers wollte sich laut SWR nicht zu dem Thema äußern. Man fragt sich indes, ob es eine gute Idee der NRW-Staatskanzlei war, einem Mann wie Rosenthal, der in den 90er Jahren für die Grünen in einem Stadtrat im Sauerland saß und nach Unstimmigkeiten mitsamt seinem Mandat zur CDU wechselte, solche Freiheiten einzuräumen.
Die baden-württembergische CDU unterstellt Rüttgers sogar, die negative Berichterstattung über seinen ungeliebten Parteikollegen lanciert zu haben. Dass Oettinger nicht allzu viel von Rüttgers‘ sozialpolitischen Vorstößen hält, hat er immer wieder deutlich gemacht. Die Düsseldorfer Staatskanzlei hat den Redenschreiber nun bis auf weiteres freigestellt.


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Ein Kommentar

  1. anonymous 23. Oktober 2007 · 17:56 Uhr

    bla bla bla

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.