Auch am Abend gab es gestern wieder Proteste vor dem Werkstor von NOKIA in Bochum. Dort habe ich Thomas Eiskirch, den wirtschtspolitischen Sprecher der SPD-Landtgasfraktion NRW, kurz interviewt:

Link: 16.01.2008 Protest vor NOKIA Bochum

No, Nokia – So nicht!: Unterschriftenliste gegen die Schließung des Werkes in Bochum: www.nrwspd.de/nonokia Jetzt unterschreiben!


Du kannst die Kommentare zu diesen Artikel durch den Kommentar-Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

9 Kommentare

  1. renate Schmitt 17. Januar 2008 · 13:28 Uhr

    Hoffentlich werden langsam mal alle Menschen im Ruhrgebiet wach und solidarisieren sich mit den Kollegen und Kolleginnen im Bochumer Nokiawerk!!!!
    Es ist eine unverschämtheit von Nokia die Gelder abzuzocken und dann zu verschwinden. ich kann nur sagen, wenn Nokia geht werde ich kein Nokia mehr kaufen. Nie mehr!!!!!
    Dann kann Nokia hoffentlich so viele Handys in Rumänien verkaufen.
    Fangt endlich an und bewegt mal was. Ich komme gerne dazu!!!!!
    R. Schmitt

  2. Dieter Maletz 17. Januar 2008 · 15:54 Uhr

    Ich bin seit 44 Jahren SPD – und 50 Jahre Gewewerkschaftsmitglied und habe in dieser Zeit viel Ungerechtigkeit und Arroganz der Industrie und ihrer Manager erlebt. Aber irgendwann ist Schluß!!! Was NOKIA sich z.Zt.erlaubt nennt man in Bayern „Hinterfotzigkeit“. Bei uns in Westfalen sagt man schlicht und einfach:“Betrügerisch, dreist und frech!!!!“

    Freundschaft und mit kollegialem Gruß

    Dieter Maletz
    (Rentner)

  3. Wilfried Hahn 17. Januar 2008 · 17:11 Uhr

    Ich erinnere an den Wendebrief von 1982. Dort stand: „Leistung muß sich wieder lohnen.“ Hiermit wurde von Neolibralen die Grundrichtung des Neokapitalismus formuliert. Nokia hält sich nun an das, was die Liberalen 1982 gewollt haben.

  4. Barbara Bödefeld 17. Januar 2008 · 23:13 Uhr

    Wir brauchen in Kürze zwei neue Mobiltelefone. Wenn Nokia bei seinen Unverschämtheiten bleibt – schließlich auch auf meine Kosten als ehrliche Steuerzahlerin – werde ich selbstverständlich keines von Nokia kaufen, nie wieder. Und ich werde allen Leuten, die ich kenne, alles von Nokia ausreden. Sollen diese Turbo-Kapitalisten doch mal sehen, ob sie auch nur annähernd solche Umsätze in Rumänien machen können, wie es in Deutschland war. Und ich hoffe sehr, dass sie in einigen Jahren, wenn sie richtig derbe auf die Nase gefallen sind, reumütig nach Deutschland zurückkehren, weil sie erkennen, dass sie in Rumänien zwar billige Arbeitskräfte kriegen (und wahrscheinlich auch noch einmal fette Subventionen, die größtenteils wieder von den Deutschen als größtem EU-Einzahler gestellt werden); aber keine gute Qualität und hoffentlich entsprechenden Umsatzeinbußen. Schlechte Technik gibt es schon genug, auf Dauer setzt sie sich am Markt doch nicht durch. Man kauft einmal ein mieses Handy, beim nächsten Mal wechselt man die Marke. Deshalb hatte ich bisher auch immer Nokia, in Deutschland qualitativ recht hochwertig hergestellt.. Allerdings hoffe ich auch sehr, dass unsere bescheuerte Gesetzgebung bis dahin endlich mal geändert wurde und Nokia nicht wieder Subventionen bekommt… und für jeden Umzug wieder! Abstimmung mit den Füssen bzw. mit dem Geldbeutel und per Kaufentscheidung ist das einzige, was wir noch tun können. Ich bin stinksauer, wie mit meinen mühsam verdienten und für Vater Staat abgegebenen Steuergeldern umgegangen wird! Muss man denn Subventionen dafür bekommen, dass man Geld machen will? Es wird Zeit, dass diesem Subventionsunfug auf EU-Ebene endlich ein Ende gemacht wird, damit die Firmen die Länder nicht noch gegeneinander ausspielen. Wir zahlen einmal für Deutschland mit Millionen-Subventionen, ein zweites Mal dann für Europa als fleissiger Netto-Einzahler.

  5. Roswitha Basler 18. Januar 2008 · 8:06 Uhr

    Wir haben nur eine Chance; die Verbrauchermacht!!!
    Und die sollten wir nutzen, denn was soll Nokia machen, wenn sie produzieren und keiner kauft??
    Also Leute bewegt Euch!!!
    Ich hoffe wirklich, dass die Verbraucher Nokia Handys boykottieren. Ich bin dabei, jederzeit.

  6. Martin Seibüchler 18. Januar 2008 · 22:00 Uhr

    Die Hiobsbotschaften vom Arbeitsmarkt reissen nicht ab. Die Firmen, die bereits in den letzten Jahren zehntausende Jobs vernichtet haben lesen sich wie ein Who-is-Who selbsternannter Weltfirmen: Deutsche Telekom, Siemens, Mannesmann/Vodafon, BenQ und jetzt Nokia.
    Sicherlich, überall dort wo die Arbeitsplätze hinverlagert wurden fehlten Arbeitsplätze und ich gönne den dortigen Arbeitnehmern ihren Arbeitsplatz. aber das große Geld macht nur das Management. Eine kleine Klientel wird immer reicher, während der Rest der Gesellschaft finanziell gesehen an das untere Ende rutscht.
    Mir stellt sich nun die Frage, was können wir tun? Hat die Politik versagt? Seit dem Amtsantritt von Gerhard Schröder ist viel positives in Richtung Firmen seitens der Bundesregierung unternommen worden. Leider hat man wohl geglaubt, die Wirtschaft würde das honorieren. Tut Sie aber nicht – zumindest nicht in Deutschland. Hier müssen wir gegensteuern. Firmen die Subventionen bekommen – egal in welcher Form – langfristig an Deutschland binden.
    Auch als Verbraucher haben wir eine Macht, aber es gibt ja nur eine Handvoll Handyanbieter. Siemens, BenQ und Nokia boykottieren wir – zumindest solange uns das Thema präsent ist – aber welches Handy kaufen wir uns wenn die restlichen Handyfirmen sich genauso verhalten – ach ich vergass, die produzieren ja gar nicht in Deutschland. Es ist schon verzwickt. Wir als Verbraucher wollen technische „Spielsachen“ möglichst billig. Ich für mich habe nun begonnen, nicht mehr unbedingt in den Billigläden einzukaufen. Schauen wir also nicht nur auf eine Sparte, überall sind durch Billiganbieter Arbeitsplätze gefährdet. Also nicht nur Nokia boykottieren. Ich tu’s.

  7. Knut Schmitt 19. Januar 2008 · 12:32 Uhr

    Als Ex-Genosse kann ich über diese widrigen Umstände nur lachen. Wer hat sich denn in den 7 Jahren Rot/Grün für langfristige Standortsicherungen eingesetzt? Lieber wurden nur noch mehr Geschenke an Konzerne verteilt, wie es die CDU nicht hätte besser machen können. Klopft Euch mal nicht so gegenseitig auf die Schultern und wedelt nicht zu wild mit Euren SPD Fähnchen im Pulk der zukünftigen Arbeitslosen. Die SPD hat so dermaßen viel verpasst in ihrer Regierungszeit, daß ich immer noch Zahnschmerzen bekomme, wenn ich nur daran denke.

    Schöne Grüße aus Bochum

  8. Anke 20. Januar 2008 · 12:50 Uhr

    Bor ej Knut – jeder macht mal Fehler. Irgendwann ist mal Schluss mit den alten Kamellen.

    Jeder muss die Chance haben, sich weiter zu entwickeln.

  9. Sina 30. August 2010 · 10:47 Uhr

    Leider hat sich nicht viel geändert :-(

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.