Archiv: März 2008

Vor ca. zehn Jahren wurden die ersten Landesverbände zur Interessenvertretung der Migranten in der CDU gegründet, die nun in einem Bundesverband „Deutsch-Türkisches-Forum“ (DTF) zusammengeschlossen worden sind.
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Anlässlich fragwürdiger Äußerungen eines führenden Mitgliedes der Organisation in türkischen Medien, sind nun innerhalb der CDU Vorwürfe laut geworden, es gebe innerhalb des Verbandes Kontakte zu türkisch-nationalistischen und rechtsextremen Gruppierungen wie den Grauen Wölfen und der Milli Görüs.


Nach einem Krisentreffen des Konsortiums von Bund, Land und an dem Bau der Transrapidstrecke beteiligten Unternehmen hat Verkehrsminister Tiefensee heute das Aus für die geplante Trasse zwischen München Hauptbahnhof und Flughafen bekannt gegeben.

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88×31.png © by:llinke (Fotomontage NRWSPD)

Die kalkulierten Kosten von ca. 1,8Mrd. Euro sind nach Meinung führender Vertreter des Konsortiums nicht zu halten und würden sich nach neueren Schätzungen auf ungefähr das Doppelte (ca. 3,5Mrd. Euro) belaufen.
Die Strecke zwischen München Flughafen und Hauptbahnhof war noch in einer der letzten Sitzungen Edmund Stoibers als Ministerpräsident und gegen den massiven Widerstand der Münchener Bevölkerung beschlossen worden.
Damit ist nach den Planungen einer Transrapidstrecke zwischen Hamburg und Berlin, sowie eines „Metrorapids“ durch das Ruhrgebiet, das dritte Großprojekt einer größeren Magnetschwebebahntrasse in Deutschland gescheitert.
Der Siemens-Konzern will jedoch weiter an der Technologie der Magnetschwebebahn festhalten und neue Kunden für den Transrapid interessieren.

Und da es nun doch nichts wird mit den zehn Minuten Fahrzeit vom Münchener Hauptbahnhof bis zum Flughafen, hier nocheinmal die „historische Transrapid-Rede“ Edmund Stoibers.

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Die Zeiten sind vorbei, als man für das weit verbreitete und beliebte Adobe-Programm „Photoshop“ eine teure Lizenz erstehen muss. Sei Donnerstag ist das Bildbearbeitungsprogramm „Photoshop Express“, eine abgespeckte Version des Originals, kostenlos im Internet zu bekommen.

Adobe reagiert damit auf die wachsende Konkurrenz von diversen Fotoseiten im Internet. Die Adobe-Softwareentwickler aus Kalifornien wollen ihren Markennamen bei der jüngeren Generation bekannter und beliebter machen. Immer mehr Menschen verwalten, bearbeiten und lagern ihre Bilder im Internet. Google und Microsoft bieten inzwischen ebenfalls internetbasierte Programme zur kostenlosen online Verwaltung an.

Die Internetversion „Photoshop Express“ ist deutlich einfacher zu bedienen, als das lizenzierte Photoshop, da dieses sich eher an geschulte und professionelle Anwender richtet. Das Programm steht im Internet zur Nutzung zur Verfügung und ist mit jedem Betriebssystem und Browser kompatibel.

Wie bei Neu- und Weiterentwicklungen üblich, handelt es sich zunächst einmal um eine Beta-Version. Beta-Versionen sind meist noch nicht ganz ausgereift. Damit wollen die Entwickler die Anregungen und Kritikpunkte der Nutzer aufnehmen und in die Weiterentwicklung einfließen lassen.


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Nachdem wir uns hier im Blog schon ein paar mal mit Einbürgerungstests auseinandergesetzt haben und beispielsweise auf die Frage eingegangen sind, ob nackt sein deutsch ist, wollen wir heute eine großartige Satire über deutsche Einbürgerungstests vorstellen. Der Kurzfilm „Der Test“ wurde schon mehrfach auf europäischen Filmfestivals mit Preisen und Ehrungen ausgezeichnet.

Der Regisseur, Güclü Yaman, nutzt authentische Fragen aus hessischen und baden-württembergischen Einbürgerungstests für seinen Kurzfilm „Der Test“. Die Satire karikiert sehr gut den deutschen Sicherheitswahn, Bürokratie und Überheblichkeit hiesiger Behörden gegenüber einbürgerungswilligen Migranten.


Neben den bekannten Onlineplattformen wie Youtube oder Flickr, wo Videos und Fotos kostenlos hochgeladen und mit der gesamten Community geteilt werden können, haben sich in der letzten Zeit weniger bekannte, aber nicht minder interessante, Video- und Medienforen im Internet etabliert.

Hier können verschiedene Kategorien unterschieden werden, wie zum Beispiel Upload-Plattformen, Live-Streaming-Foren und Mobile-Broadcasting-Communities.

Unter den Upload-Plattformen ist Youtube sicher die größte und bekannteste. Konkurrenz für den Video-Giganten könnte aber aus den Seiten vimeo.com oder viddler.com entstehen, die sich ebenfalls auf den Aufbau einer Video-Community konzentrieren und dabei einiges gleich, aber auch vieles anders machen.


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Otto Wels, Audioauszug der historischen Rede

Am 23. März 1933 hielt der Parteivorsitzende der SPD, Otto Wels, im Reichstag eine mutige Rede gegen das Ermächtigungsgesetz Hitlers, das die Abschaffung der Demokratie der Weimarer Republik zum Ziel hatte.

Otto Wels wurde am 15. September 1873 in Berlin geboren und starb am 16. September 1939 in Paris. Wels arbeitete einige Jahre als Tapezierer, bevor er sich nach dem Besuch der Parteischule der SPD ab 1906 hauptamtlich als Politiker engagierte. 1912 wurde er in den Reichstag gewählt und 1919 übernahm er den Parteivorsitz über die Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Wels kämpfte für den Erhalt der Republik und gegen den Nationalsozialismus. 1933 hielt er seine letzte Rede im Reichstag, in der er mutig für die Sozialdemokratie die Ablehnung des Nationalsozialismus begründete.


Bei einer so genannten „Flashmob“-Aktion im Bahnhof Grand Central in New York City sind über 200 Menschen „eingefroren“. Sie erstarrten zu einem verabredeten Zeitpunkt 5 Minuten lang zwischen „normalen“ Passanten in ihren Bewegungen und führten ihre Tätigkeiten danach normal fort. Dies erregte die Aufmerksamkeit vieler Unbeteiligter und führte zu angeregten Diskussionen und spontanem Beifall nach Beendigung der Aktion.

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Initiiert wurde das Ganze von der Aktionsgruppe „improv everywhere“, die seit ihrer Gründung 2001, über 70 solcher Aktionen (missions) organisiert hat und immer wieder durch spektakuläre Zusammenkünfte Aufsehen erregt. So wurde neben der Aktion „Frozen Grand Central“ auch schon Musicalszenen in Einkaufszentren nachgespielt oder eine „Cell Phone Symphony“ in einem Buchgeschäft organisiert.

Die „Künstlergruppe“ ist der „Flashmob“-Bewegung zuzuordnen, in der, von einer Online-Community gesteuert, eine möglichst große Anzahl von Teilnehmern per E-Mail oder Mobiltelefon über bevorstehende Aktionen informiert wird und diese dann spontan mitmachen können. Die Bewegung hat ihren Ursprung in den USA, ist aber mittlerweile auch in Europa vertreten und findet immer mehr Anhänger.


In einem Interview hat Bundesfinanzminister Peer Steinbrück bekannt gegeben, dass die Verschuldung des bundesdeutschen Haushalts in naher Zukunft auf Null gedrückt werden kann. Somit wäre mittelfristig der Abbau der deutschen Staatsschulden von 1,5 Billionen Euro möglich. Begünstigt würde dies durch die Ausgabensdisziplin der Koalition, sowie den wirtschaftlichen Aufschwung.

Um die politische Problematik nun auch jüngeren Menschen näher zu bringen, setzte das Bundesfinanzministerium die Aussagen des Ministers auf einer eigenen Internetseite in einem Rap-ähnlichen Musikstück um.

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Der User kann in dem interaktiven Portal das Musikstück remixen, das Hip-Hop Äußere des Ministers verändern oder die Seite weiterempfehlen. Die mediale Reaktion auf diese neue Art politische Inhalte und Problematiken zu vermitteln ist positiv durchwachsen.

Für Diskussionen sorgt ein Videofilm des Bundesfinanzministeriums, in dem ein mutierender Hamster in einem Laufrad die wachsende Staatsverschuldung symbolisieren soll. Der Hamster wächst, zerstört seinen Käfig und eine Stimme aus dem Off ruft zum Schritt aus der Schuldenfalle auf.


Nach den heftigen Diskussionen über die Beziehung Obamas zu dem Prediger Jeremiah Wright und dessen rassistische Äußerungen der letzten Jahre, hat sich der Präsidentschaftskandidat gestern in einer Grundsatzrede an die amerikanischen Wähler gewandt.

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In seiner rund 40-minütigen Rede betonte Obama, dass es immer noch grundlegende Probleme zwischen Schwarzen und Weißen in der amerikanischen Gesellschaft gibt, die es zu überwinden gilt. „Wut und Bitterkeit der Rassentrennung bestehen noch“ und dürften nicht weiterhin verdrängt oder ignoriert werden.


Mit dem Internetportal www.slideshare.net ist eine weitere, weltweite Online-Community geschaffen worden, bei der es sich um eine Plattform für alle möglichen Arten von Präsentationen, deren Austausch, Nutzung und Verbreitung handelt. Ein paar junge IT-Fachleute aus den USA und Indien haben sich zusammengeschlossen und eine neue Möglichkeit der Konzept-, Ideen- und Produktpräsentation im Internet geschaffen.

Hier ein Beispiel für eine Kurzpräsentation über SlideShare. Einfach anklicken und ihr gelangt direkt auf das Portal.

Hat man sich als Nutzer der Community angeschlossen und einen kostenfreien Account angelegt, kann es auch direkt losgehen.
Mittels einer Suchfunktion kann der Benutzer zu jedem erdenklichen Thema („Search for any topic under the sun.“) von anderen Usern bereitgestellte Präsentationen in allen gängigen Formaten (ppp, pps,pdf, odp, keyword) ansehen, sich herunterladen und (wenn freigegeben) weiterverarbeiten. Privatpersonen, Firmen und Organisationen können sich selbst, ihre Produkte und Ideen in diesem Portal ausstellen und direkt mit Interessenten oder Gleichgesinnten in Kontakt treten. Das Besondere in diesem Fall ist, dass die Präsentationen mit Audiosequenzen unterlegt werden können. Hier kann also eine Präsentation mit Ton zur direkt verständlichen Bedienungsanleitung gemacht werden.
Funktionen wie Kontaktverwaltung, Kommentierung von Beiträgen und Selbstkontrolle der Community sind selbstverständlich vorhanden. Die Handhabung ist leicht verständlich und falls etwas doch nicht klappt lassen die FAQs kaum Fragen unbeantwortet.

Hier wurde eine nicht ganz neue Idee verblüffend einfach für das Tool der Präsentation umgesetzt, mit der sich für viele Berufsgruppen neue Optionen des Arbeitens eröffnen und für normale User ein weiteres interessantes Webportal entstanden ist.


Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.