Wie soeben bekannt gegeben, wird sich Andrea Ypsilanti am 05.04.2008 nicht der Wahl zur Ministerpräsidentin von Hessen stellen.
Nach einem letzten, gescheiterten Versuch die SPD-Abgeordnete Dagmar Metzger zur Unterstützung zu bewegen, gab sie auf einer Pressekonferenz ihren Verzicht bekannt.

Die SPD-Landeschefin verwies darauf, dass es nach der Wahl für eine Regierungsbildung unter SPD-Führung nur zwei Möglichkeiten gegeben habe: Die eine wäre eine Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen gewesen. Dieser habe sich die FDP aber verweigert. Die andere Möglichkeit wäre eine Minderheitsregierung aus SPD und Grünen gewesen. Dabei hätte sich die Koalition von der Fraktion der Linken tolerieren lassen müssen.

Dies sei jedoch, durch die Weigerung Metzgers unmöglich geworden.


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9 Kommentare

  1. Uwe 7. März 2008 · 15:29 Uhr

    Jetzt bin aber froh. Da gibt es in der SPD wohl doch noch Menschen mit Verstand. Frau Metzger kann ich nur beglückwünschen. Hut ab vor ihrer Courage!!
    Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn eine wie Ypsilanti, die die Wähler nach Strich und Faden belogen hat, an die Macht gekommen wäre. Und das dann auch noch mit dem linken Kommunistenpack im Schlepptau.
    Und das schlimmste bei dieser Sauerei: Die SPD hatte von Anfang gar nicht, vor mit der FDP zusammenzuarbeiten. Die haben eindeutig und unmissverständlich vor der Wahl gesagt, das sie da nicht mitmachen. Davon konnte jeder ausgehen.
    Ypsilanti hat die Wähler bewusst belogen und jetzt auch noch versucht, sie für Dumm zu verkaufen.
    Wie kann man nur einen Gedanken daran verschwenden mit dieser linken verfasungsfeindlichen Brut zusammenzuarbeiten. Diese Kommunisten haben die Menschen in der DDR unterdrückt und gedemütigt und wollen sich jetzt als die großen Saubermänner hinstellen.
    Die sollten verboten werden.

  2. Narok 7. März 2008 · 15:58 Uhr

    Hallo Partner bzw. Sohn von Frau Ypsilanti,
    sie müssen bitte jetzt ganz lieb zu ihr sein!
    Seit Monaten war zu erkennen, dass ihr das Rückgrat abhanden gekommen ist, jetzt hat sie auch noch ihr Gesicht vollkommen verloren. Wie soll man da durch dieses böse Leben gehen können.
    Wer ganz hoch hinaus will, kann ganz tief auf die Schn…. fallen.
    Der Nachbar Knut, pardon Kurt, kann ja auch nicht helfen – ist ja selber krank abgetaucht.

  3. Mitglied 7. März 2008 · 20:06 Uhr

    Sehr gute Entscheidung! Diese ganze Aktion war so was von daneben das mir selbst als Mitglied und da ist schon mal Augen zu und durch angesagt, die Haare zu Berge standen. Ich finde das unglaublich wie von uns in Hessen agiert wurde. Natürlich konnte ich mir jeden Tag entsprechende Kommentare von Freunden und der Familie anhören. Ich habe es allerdings abgelehnt das Problem Hessen zu rechtfertigen, weil ich das einfach nicht rechtfertigen kann und will. Es sind zwei Themenbereiche betroffen. Einmal wie wir mit der Linkspartei umgehen sollten und zum anderen, die dreiste Wahllüge. Letzteres ist das größte Problem für uns und das hat uns sehr schadet. Von uns verursacht! Ich bin dafür das wir den Umgang mit der Linkspartei innerhalb der SPD gründlich diskutieren. Die gesamte Partei hat da überhaupt keine Linie. Es ist ein wichtiges Thema, eine Richtungsentscheidung die keinesfalls aus Machttaktischen Optionen von ganz wenigen Personen entschieden werden kann. Für jemanden der als engagiertes Mitglied der SPD im Wohnort bekannt ist, war das nicht nur „suboptimal“. Ganz klar: Was vor der Wahl gesagt wird, hat schlicht auch nach der Wahl zu passieren. Basta. Auch dann wenn es nach der Wahl schwierig wird eine Mehrheit im Parlament zustande zubringen. Möchte man diese Schwierigkeiten nicht, sollte vor der Wahl mal etwas gründlicher über Aussagen und Wahlversprechen nachgedacht werden.

  4. mpu 8. März 2008 · 19:43 Uhr

    In guten wie in schlechten Zeiten „war“ ich ein SPD Wähler aber das Schauspiel in Hessen übertrifft die kühnsten Erwartungen. Frau Ypsilanti hat sich gut in Hessen geschlagen doch mit einer Partei im Rücken welche nicht verlässlich ist. Vielleicht war es richtig sich nicht zur Wahl zu stellen und Vielleicht brauchen wir keine 10 Jahre und die SPD muss fürchten die 5 Prozent-Hürde zu knacken. Arme SPD!

  5. Frank 8. März 2008 · 21:40 Uhr

    Hallo Frau Metzger,
    man sagte in jüngster Vergangenheit, dass die Wahllüge von Frau Ypsilanti ein mutiger Schritt war. Wie absurt. Wenn ich meine Frau anlüge sagt diese bestimmt nicht, dass ich mutig war.
    Mutig, Frau Metzger, sind Sie, Ihre Courage ist außergewöhnlich. Wir Wähler brauchen Menschen wie Sie, denn dass Vertrauen das durch Lügen in der Politik verloren geht kostet Wähler. Die „Familie“ der Nichtwähler in unserem Land, ist mittlerweile höher als die %Zahl die die stärkste Patei bei Wahlen bekommt.
    Frau Metzger, danke für Ihren Mut. Halten Sie durch, denn Ihre Partei wird Sie nun atakieren.
    Ein lieben Gruß
    Frank

  6. Christoph Jauch 9. März 2008 · 11:44 Uhr

    Leider scheint Frau Metzger nun ja unter Druck zu kommen, um sie
    mundtot zu machen! Statt dessen sollte diese Frau von der SPD höchste Anerkennung bekommen. Zum Glück werden ja heute
    widerspenstige Sozialdemokraten nicht mehr ins Gefängnis geworfen, wie damals bei der Zwangsvereinigung von SPD und KPD
    (= SED) deren Nachfolger (unter anderem ehemalige Stasi-IM Gysi und Bisky) heute in dieser Republik das Soziale und die Gerechtigkeit für sich reklamieren. Ich hoffe nur für die SPD, dass
    Frau Metzger dem Druck standhält! Es wäre besser Genosse wie H.
    Scheer, der sie offensichtlich auch stark unter Druck setzt, aus der
    Partei zu entfernen als diese aufrechte Abgeordnete!
    Mit solidarischem Gruss Christoph

  7. It´s me 10. März 2008 · 0:26 Uhr

    Schon vergessen, dass Lafontaine die SPD schmählih verlassen hat, als wir einen Parteivorsitzenden brauchten, keinen Windbeutel? Als die Bundesregierung einen Finanzminister brauchten, keinen realitätsfremden Zukunftsillusionisten, der dann noch gemeinsam mit seiner Frau ein „Wirtschaftsprogramm“ vorstellte, welches (s.o.)an der Realität völlig vorbeiging?
    Dem Machtmenschen Lafontine, der die SPD in den Hintern getreten hat, sollen wir jetzt zu einem „Sieg“ verhelfen, sollen wir nun wieder „huldigen“? Und uns mit Linken zusammentun, deren Mitglieder z.T. sich eher durch Forderungen wie „Wir brauchen eine neue Stasi“ etc. in Landtagen auszeichnen?
    Beck und Ypsilanti haben die SPD vom Image her „kalt verformt“, denn das Wenige, was wir als Partei noch an Glaubwürdigkeit hatten, haben sie auf dm Altar der Machterhalt zu Lasten der Partei geopfert.
    Unser Profil ist das der machtgeilen, inhaltslosen Partei, die ohne Rücksicht auf ihr Versprechen in Lafontaine- artiger Manier ihre Mitglieder verprellt, Beschlüsse missachtet und deren Glaubwürdigkeit gegen Null tendiert.
    Dank Ypsilanti und Beck.
    Was sollen wir mit denen noch?

  8. Student 12. März 2008 · 18:20 Uhr

    Schon vergessen ?

    – Clement, der die Hessen Wahl gekostet hat und wenns ums verschieben der SPD nach rechts ging immer vorne dran war.

    – Die neoliberalen HARTZ IV Schweinereien und die Folgen auf die Wählerschaft.

    – Sie Tatsache, dass Andrea YPSILANTI (nicht die ach so bedachte SPD Boheme) einen beachtlichen Wahlerfolg eingefahren hat.

    Stimmt, an der Glaubwürdigkeit haperts, vor allem wenn man den eigenen Genossinnen in den Rücken fällt.

    Nach Schroeder, HARTZ IV, Clement, Steinbrück, Steinmeier, Kahrs und Co. wird die SPD demnächst evtl. noch als Juniorpartner der Linken durchgehen. Die CDU gibt es halt auch im Original.

  9. It´s me 13. März 2008 · 13:04 Uhr

    @ Student
    „den eingenen Genossinen in den Rücken fällt“ ???

    Wenn hier jemand ein Wahlversprechen brechen wollte, dann Ypsilanti und Beck. Insofern muss man genau diesen „Genossinnen und Genossen“ entgegentreten, die die Partei- Sache verraten und die Glaubwürdigkeit der Partei konsequent untergraben.

    Vielleicht würde ein „mal selber- Denken“ zu einem etwas differenzierten Bild verhelfen!

    Clement hatte vielleicht Recht, vielleicht nicht in der Beurteilung dieser nicht glaubwürdigen Person. Aber er hatte das recht, seine eigene Meinung zu äussern!

    Und das Metzger – Bashing zeigt doch, welchen Werten Teile der Partei heute anhängen: Machtgier statt Sachpolitik, Diätengeilheit statt Wertekonsens, Klappe halten in DDR – Manier udn zu jedem Mist „Jawoll“ brüllen, statt eigenständiges Denken zuzulassen, dumme Phrasendrescherei statt klare, durchdachte Worte.

    Irgendwo hatte die Partei doch mal Werte, Student… setz Dich damit mal auseinander! Aber wenn Du selber keine hast, dann renn doch der Hammelherde hinterher… das haben sie 1933 gemacht, das haben sie bei Erich gemacht… lauf, Junge! Immer schön mitlaufen!

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.