Am Samstag, dem 8. März 2008, ehrte Innenminister Wolf acht Ehrenamtliche und Sportler, die über Jahrzehnte ihr Engagement im Sport in den Dienst der Gemeinschaft gestellt haben, mit der Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen. Es war eine Ehrung von acht Menschen, die stellvertretend für eine halbe Million Menschen in Nordrhein-Westfalen stehen, dich sich ehrenamtlich engagieren, damit auch anderen Menschen Sport treiben können.

Minister Wolf sagt, dass diese Arbeit der Helfer noch mehr gesellschaftliche Anerkennung erfahren müssten und das Ehrenamt aufgewertet werden muss. Das Bündnis für Sport der Landesregierung mit dem Landesportbund und projektorientierte Angebote wie die „Sporthelfer-Ausbildung“ sollen auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Interesse für das Ehrenamt wecken.

Nur reicht dies wirklich alles aus?

Es muss eine Ermutigung zum Ehrenamt auch durch materielle Förderung und gesellschaftliche Anerkennung erfolgen. Gerade auf kommunaler Ebene ist die Zivilgesellschaft ein Grundpfeiler der Gemeinschaft und muss entsprechend gefördert und unterstützt werden. Wir wissen um den großen Einsatz vieler ehrenamtlich getragener Vereine und Verbände und ihrer sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Arbeit. Wir unterstützen das ehrenamtliche Engagement und wollen die Menschen durch „Ehrenamtsfonds“, lokale und regionale „Akademien zur Förderung des Ehrenamtes, Bürgerstiftungen, Netzwerke und Weiterbildungsangebote ermuntern, sich ehrenamtlich zu betätigen. Damit wollen wir das bürgerschaftliche Engagement fördern und die Eigenkräfte der Betroffenen stärken. Das bürgerschaftliche Engagement sehen wir als Ergänzung, nicht als Ersatz für sozialstaatliche Verantwortung an.

Im speziellen die Kommunale Sportpolitik muss für die Vereine und Organisationen Handlungs- und Planungssicherheit gewährleisten. Dafür benötigen die Sportvereine sowohl materielle Unterstützung vom Land als von den Kommunen vor Ort.

Allen Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen und Schulformen muss ein differenziertes und qualitativ hochwertiges Sportangebot unterbreitet werden können. Dafür muss aber eine angemessene Sportinfrastruktur vorgehalten werden. Um dieser Forderung nachzukommen, muss die Kooperation zwischen den Schulen und Sportvereinen, insbesondere im Hinblick auf den angestrebten Ganztagsbetrieb der Schulen, ausgebaut werden.

Das kommunale Sportangebot darf sich nicht nur an die Mitglieder der Sportvereine richten. Ungeachtet der Vereinsmitgliedschaft müssen die Angebote und Einrichtungen des Sports für alle Teile der Bevölkerung zugänglich und bezahlbar sein.

Wir setzen uns für den Ausbau des ehrenamtlichen bürgerschaftlichen Engagement ein und werden die materielle und gesellschaftliche Anerkennung massiv fördern.

Für ein Soziales NRW.


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Ein Kommentar

  1. It´s me 23. März 2008 · 13:20 Uhr

    Ehrenamt im Sport? Das ist „Blut – aus – Steinen – pressen“. Solange Fussball und Leichtathletik immer noch absolute Förderschwerpunkte des Bundesinnenministers (alt wie Neu, also SPD wie CDU) sind und andere Sportarten materiell wie auch in anderer Weise quasi mit einem verschimmelten Butterbrot abgespeist werden, lohnt es nicht, sich zu engagieren. Irgendwo ist in der Breiten- wie Spitzensportarbeit dann der Riss, wo Bedarf, Erwartungshaltung und Unterstützung auseinanderfallen.
    Komisch… in anderen Ländern gehts doch…

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