Europäisches Parlament, Straßburg

Vor fast genau 50 Jahren trafen sich zum ersten Mal Delegierte der europäischen Regierungen, um unverbindlich über die gemeinsame Zukunft im Nachkriegseuropa zu beraten.
Ein halbes Jahrhundert später feiert das inzwischen um Einfluss und Bedeutung reicher gewordene Abgeordnetenhaus seinen Geburtstag eher bescheiden mit Torte, Hymne und wenigen Festrednern.

Bis 1978 wurden die Mitglieder des Parlaments von den einzelnen Regierungen bestimmt und entsandt, seit 1979 haben die europäischen Bürgerinnen und Bürger alle fünf Jahre das Recht die Vertreter ihres Landes direkt zu bestimmen. Zurzeit setzt sich das Parlament aus sieben Fraktionen und einigen fraktionslosen Mitgliedern, verteilt auf insgesamt 732 Sitzen, zusammen. Die Abgeordneten schließen sich hier nicht nach Ländern, sondern nach den politischen Fraktionen zusammen, unter denen die Sozialdemokraten mit aktuell 199 Sitzen, die zweitgrößte darstellen.
Eines der dienstältesten Mitglieder ist der deutsche Sozialdemokrat Klaus Hänsch, der seit der ersten Wahl 1979 Abgeordneter im Parlament ist und diesem von 1994-97 als Präsident vorsaß. Insgesamt stellt Deutschland 23 Abgeordnete der sozialdemokratischen Fraktion im EU-Parlament, von denen sechs Mitglieder das Bundesland Nordrhein-Westfalen vertreten und zu denen auch Klaus Hänsch gehört. Diese versuchen die Interessen des Landes und des Bundes im Parlament zu wahren, eine sicherlich manchmal nicht ganz einfache Aufgabe.

Vieles hat sich seit der ersten Sitzung des Parlaments verändert, Europa ist gewachsen und sieht sich auch weiterhin großen Veränderungen gegenüber. Das Parlament wird weiterhin eine wichtige Rolle in diesen Entwicklungsprozessen spielen und den Fortschritt in Europa vorantreiben.


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