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Am Donnerstag, den 11. April 2008, veröffentlichte die US-Firma Adobe ihren Media Player. Adobe setzt mit Flash schon seit langem den Standard in Sachen Web-Video und jetzt auch in bester Web-TV-Qualität, die so manches TV-Gerät in den Schatten stellt. Der Media Player von Adobe konkurriert keinesfalls mit anderen Media Playern wie von Windows, iTunes oder VLC-Playern. Adobe könnte zur ernsthaften Alternative zum Fernseher werden. Adobe zeigt nur Inhalte, die mit dem Firmeneigenen FLV-Code komprimiert sind und wurde dafür geschaffen, Bilder mit HD-Qualität über das Web zu verbreiten.

Der Media Player bietet neben zahlreichen kleinen und exotischen TV-Angeboten, Comedy-Formaten, klassische Filme der vierziger und fünfziger Jahre, auch zahlreiche TV-Serien wie „CSI“ oder „Star Trek“, Sportberichterstattungen und Shows mit Musik-Videoclips an. Bisher wurden europäische Zuschauer per Geo-IP-Technik aus dem amerikanischen Internet-TV ausgeschlossen. Der Adobe Player hat dieses „Problem“ überwunden und lässt auch Zuschauer außerhalb der USA die Originalserien im Internet genießen.

Auf Dauer ist das Angebot bei Adobe allerdings nicht, den mit der so genannten DRM, kann der Anbieter dafür sorgen, dass man die Dateien nicht für immer sein eigen nennen kann oder sie sich auf DVD brennen kann. Dennoch hält der Player die TV- und Filminhalte einige Zeit vor, die eine Betrachtung sowohl online als auch offline ermöglicht. Einziger Haken dabei: Da alle Dateien temporär archiviert werden, produziert der Media Player eine Unmenge an Datenmüll.

Die Bedienung ist wie bei fast allen Playern denkbar einfach: Entweder sucht man über die eigene Suchfunktion oder per Tag-Cloud, die die vorhandenen Filme und Sender nach Genres und inhaltlichen Aspekten bündelt. Eine weitere Möglichkeit ist auch die Sucher per Sendername oder im Gesamtverzeichnis. Es lässt sich auch eine persönliche Favoritenliste erstellen. Der Clou dabei ist, wenn man eine Folge einer Serie in die persönliche Favoritenliste übernimmt, merkt sich das Programm nicht nur die Adresse des Videos. Darüber hinaus bestellt sie quasi alle folgenden Serien und das jedes Mal, wenn aus dieser Serie eine neue Folge erscheint. Der Player lädt diese herunter und speichert sich temporär, so dass sie auch offline abrufbar ist.

Das amerikanische Software-Unternehmen bietet seinen Kooperationspartner sowohl die Möglichkeit eines DRM als auch einer Geo-IP-Technik, mit der sich die Ausstrahlung der Programme außerhalb der USA prinzipiell verhindern lässt. Das Angebot von Adobe richtet sich vor allem an den amerikanischen Markt, so dass für uns die Möglichkeit des HD-Ready Internet-TVs nur von kurzer Dauer sein könnte.

In den USA erreicht IPTV mittlerweile 25 Prozent und mehr der TV-Zuschauer, oftmals kostenlos und mit attraktiven Angeboten. Hierzulande verweigert sich die Fernseh-Branche hartnäckig den neuen technischen Möglichkeiten oder bietet bestenfalls 3. Wahl an.


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