Mein Telefon steht nicht mehr still. Die halbe Medienrepublik will Informationen zum Verlauf des Verfahrens. Wir dürfen (wie alle am Verfahren Beteiligten) nichts sagen.

Zwei „Geheiminformationen“ habe ich doch:

In der Mittagspause gab es Gulaschsuppe.

Und ja, auch bei einem Parteiordnungsverfahren duzen wir Sozis uns.


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7 Kommentare

  1. Pottblog 12. Juli 2008 · 16:46 Uhr

    Warten auf Godot (zum zweiten Mal)… oder: SPD vs. Wolfgang Clement…

    Das für heute angesetzte Parteiordnungsverfahren gegen den ehemaligen Bundeswirtschaftsminister und nordrhein-westfälischen Ministerpräsident Wolfgang Clement ist beendet. Mehrere SPD-Ortsvereine (u.a. auch aus dem SPD-Unterbezirk Bochum…

  2. Wendel vorm Walde 31. Juli 2008 · 18:55 Uhr

    Das Ausschlussurteil war an der Zeit. Wie lange wollte man denn noch den parteischädlichen Aktionen von Wolfgang Clement tatenlos zusehen. Kein Wunder dass die CDU jetzt über mehr Mitglieder verfügt als die SPD. Clements Verhalten im hessischen Wahlkampf zugunsten der Interessen von RWE und neoliberaler Thinktanks ist nicht „Qerdenkerei“ sondern parteischädigende Quertreiberei. Es bleibt zu hoffen, dass
    die Bundesschiedskommission das Urteil bestätigt.

  3. The Zonk 1. August 2008 · 2:50 Uhr

    @ wendel vom walde
    mit Verlaub, mein lieber Wendel, Du laberst unsubstaniierten Mist. Das ist ja nur das inhaltslose Absingen von Parolen.

    Aber Du bist nicht allein: Du machst es genau wie Ypsilanti. Lies dir deren Programm durch und Du wirst sehen: Sollte diese Person die Wahl gewinnen, dann heizen die Landesbewohner bald wieder mit Holz, schreiben auf Pergament im Lichte der Öllämpchen oder der selbstgeklöppelten Bienenwachskerzchen.

    Romantische Vorstellung, nicht wahr?

    Nur mal so, einfach nur mal so der Ordnung halber: Sigmar Gabriel hat im Auftrag der Bundesregierung zwei Co2- Kohlekraftwerkdreckschleudern genehmigt, das Merkelchen leistete ihre Unterschrift für den Bau ein paar weiterer Kohlekraftwerke…

    Das sind die Dinger, die CO2 und Feinstaub in die Gegend pusten…

    Jetzt sag doch mal, so unter uns… wer ist denn nun der grössere „Lobbyist“ – der, der es offen zugibt, oder derjenige, der unter dem Deckmantel der Lauterkeit heimlich Genehmigungen vergibt?

    Fang mal an, selbst zu denken!

    RWE ist übrigens der Verein, der es möglich macht, dass Du auf deinem PC hier Unsinn bloggen kannst!

  4. Ulli Müller 1. August 2008 · 8:40 Uhr

    @ the Zonk,

    was sollen deine phrasen?
    es geht um den gravierenden verstoß gegen einen sozialdemokratischen grundpfeiler: Solidarität!!

    Dazu kannst du nichts sagen!!
    zu clement:
    seine antiquierten, einer lösung abträglichen ansichten zur energiegewinnung, durfte er und seine helfershelfer ständig in die innerparteilichen diskussionen einbringen, das hat den fortschritt zwar stark gebremst, aber nicht gänzlich aufgehalten. Und dafür gibts (leider) keine strafe.

    gruß
    aus essen

  5. The Zonk 1. August 2008 · 10:37 Uhr

    @ Uli Müller

    Ach Uli… Du kapierst nichts. Blinde, kritiklose Solidarität, das Nicht- Denken, all das hat dazu geführt, dass die Nazis 1993 die Macht ergreifen bzw. Leute wie Honecker, Mielke, Hilde Benjamin & co ihr Unwesen treiben durften. Die hatten auch so schön solidarisch alle hinter sich…

    Schon vergessen, wie das ist, selber zu denken?

    Solidarität… was ist den mit Ypsilanti und Beck, die einen Beschluss NICHT mit den Linken zu koalieren, ignorieren?

    Ausserdem: Die Vorschläge Ypsilantis zur Energie sind mehr als nur fragwürdig. Darf ich das nicht mehr hinterfragen, nur weil ich Parteimitglied bin? Darf ich nicht mehr sagen, sie hat Unrecht?

    Geh Du mal schön solidarisch hinter jeder Fahne her, die im Winde weht. Beste Voraussetzung für eine gleichgeschaltete Gesellschaft, solche Jawollsager wie Du! Das hat mit Demokratie in einer pluralistischen Gesellschaft nichts mehr zu tun.

    Clement hatte – genau wie andere – eine eigene Sicht in Sachen Energie. Vieleicht nicht die von Gabriel oder Gazprom – Gerd Schröder. Aber er hatte wenigstens eine. Die heisse Diskussion um einen Wiedereinstieg in die Kernenergie zeigt, dass die Ypsilanti´schen Methoden nicht funktionieren, ungeachtet, ob in die Kernenergie wieder eingestiegen werden soll oder nicht. Die damit einherlaufende Kontroverse um Energiebedarf an sich und die Zahlen, die in diesem Zusammenhang diskutiert werden, zeigen abstrakt, dass Ypsilantis Konzepte auf den Prüfstand müssen und mit Masse so nicht tragbar sind. Hier solltest Du Dich mal Sachkundig machen…

    Und noch etwas: Im Deutschen Bundestag allein sind ca. 1800 Verbände auf der so genannten Lobbyliste registriert. Da sind nicht nur Pharma- und Stromkonzernverbände aufgeführt. Selbst der Bundesverband der Sado- Masochisten hat registrierte Vertreter, die gemeinsam mit Abgesandten zB von Kleingartenverbänden oder anderen, manchmal skurril anmutenden Verbänden das Parlamentsgebäude betreten und in der Kantine einen repressionsfrei gehandelten Kaffee schlürfen dürfen.

    Das ist Teil unserer demokratischen Kultur und gesetzlich so festgeschrieben. Völlig legal.

    Also ist es, mein lieber Uli, recht dämlich sowie grundgesetzwidrig i.w.S., auf Lobbyisten generell zu schimpfen, nicht wahr?

    Und wenn Dir die parlamentarisch gefassten Mehrheitsbeschlüsse, die angeblich durch Meinungsmache von Lobbyisten zustandegekommen sind, ablehnst, so erinnere ich daran, dass Du sie aus solidarischen Gründen mittragen musst.

    Hast Du ja selbst gesagt: Solidarität! Aber dann hat auch so eine Ypsilanti zu spuren und das Nein zur Linkspartei mitzutragen!

  6. Georg Urbach 2. August 2008 · 9:10 Uhr

    Der Rauswurf war längst überfällig! Clement selbst ist Andersdenken stets rüde übers Maul gefahren. Toleranz und Steitkultur kamen in seinem Wortschatz nicht vor und sogenannte linke Abweichler wurden auf sein Drängen hin selbst mit Ausschlußverfahren überzogen (siehe z.B. C.Butterwegge).Was mich aber noch mehr erstaunt, sind die Solidaritätsadressen der Parteielite. Wenn jemand wie Clement in der heißen Wahlkampfphase öffentlich dazu auffruft, die SPD Spitzenkandidatin nicht zu wählen, dann ist dies nicht hinnehmbar. Und wenn er öffentlich erklärt auch in Zukunft so verfahren zu wollen, dann zeugt dies von der Uneinsichtigkeit eines Mannes, der das Ende seiner politischen Karriere nicht verkraftet. Dem SPD Ortsverein Bochum-Hamme kann ich zu seinem konsequenten Verhalten nur gratulieren.

  7. Zonk 3. August 2008 · 23:41 Uhr

    @ Georg

    Hach Goerg, Du bist so herrlich kompromisslos, so herrlich einfältig- folgsam.

    Was wäre, wenn alle nur dasselbe denken würden zB in der Partei oder in der Gesellschaft? Wäre das Dein Traum? Was ist mit der Phrase von der Freiheit der Andersdenkenden?

    Du bis so schön intolerant, wenn es um anderer Leut´s Meinungen geht… Fürwahr, was für ein Demokrat!

    Applaus!!!

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.