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Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid bestätigte jetzt, was wir schon lange wussten: Die CDU hat Probleme.
Berliner Morgenpost-Autor und gleichzeitiger Instituts-Geschäftsführer Klaus-Peter Schöppner diagnostiziert erhebliche strukturelle Knackpunkte, die sich in konkreten Umfragezahlen äußern: Nicht mal mehr die Hälfte der Wähler ist mit der politischen Arbeit der Christdemokraten zufrieden.
Schöppner bezeichnet in seinem Morgenpost-Artikel diese Punkte als Baustellen und findet gleich sechs.
Erheblicher Renovierungsbedarf in folgenden Bereichen:

1.    CDU-Politiker sind verkappte Sozialdemokraten
Nur ein Beispiel: Von der Leyens Familienpolitik bekommt Zuspruch aus anderen Lagern und passt nicht zur Agenda von Koch, Schäuble und Co.

2.    Bye Bye Stammwähler
Nur 74 Prozent der Unionswähler, die 2005 für CDU und CSU gestimmt haben, würden das im Moment wieder tun.

3.    Schwerpunkt Wirtschaft überzeugt nicht

Die selbsternannte Partei des Aufschwungs zieht nicht mehr, denn wer fühlt sich denn noch am Aufschwung beteiligt?! CDU-Wähler anscheinend nicht.

4.    Wo steh ich überhaupt?
Im Zeitalter der Meinungsvielfalt und dem Fehlen einer klaren Linie innerhalb der Partei ist der christdemokratische Stammwähler verwirrt: Ist das wirklich meine Meinung?

5.    Keine Schnitte in Ostdeutschland

Nur noch 25 Prozent der Wähler dort würden die CDU wählen.

6.    Kein Auffangen der frustrierten Wechselwähler

Klaus-Peter Schöppner rät: „Wähler erwarten von ihr [der CDU] statt politischer Schlaumeierei, Chancen und Risiken, Leistung und Lohn, Geben und Nehmen gerechter zu verteilen.“


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Ein Kommentar

  1. the Zonk 3. September 2008 · 12:30 Uhr

    Leider hat der Autor eins vergessen:

    Im Saarland hat uns die Linkspartei überholt.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,575969,00.html

    es bleibt also offen, ob wir den o.g. Vergleich so stehen lassen können. Im osten wird nicht nur die CDU nicht mehr gewählt zB, Wechselwährler wenden sich auch von uns ab; die Masse geht in die Grosspartei der Nichtwähler mittlerweile, wir wissen auch nicht wo wir stehen, die Wirtschaft ist für Altlinke (Links ist seit 68 eh nur ein Tarnbegriff für Marxismus, wobei viele Linke erkennbar noch nicht einmal Marx gelesen haben) eh ein rotes Tuch (Ypsi und ihr Wirtschaftsprogram sind eine Witzpille z.B.), unser Stammwähler (wie zB im Ruhrpott) ziehen sich zurück und von echter sozialdemkratischer Politik ist in Schwarz – Rot noch nicht einmal ein Ansatz erkennbar.

    Ach ja… Kurt Beck hat damit nie nicht was zu tun gehabt… der ist an niggs Schuld.

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