Foto by: Rainer Ebert

Heute kann man es schwarz auf weiß in der WAZ lesen:

Die NRW-CDU und die NRW-FDP haben besonders teure Werbung nötig!

Die kostete bei der FDP pro Kopf im Jahr 2007 mehr als 7750 Euro für die 12 Landtagsabgeordneten. Damit steht sie an der Spitze.

Aber die CDU ist natürlich bei sowas auch wieder vorne mit dabei: Sie hat ein Gesamtbudget von 340 000 Euro für 89 Abgeordnete, also 3800 Euro pro Person. Den ganzen Spaß kann man sich übrigens als Beitrag zur politischen Meinungsbildung vom Staat absetzen lassen.

Genützt hat´s bei der Politik anscheinend nicht viel.

Im Vergleich dazu: Die NRWSPD gab durchschnittlich nur 1060 Euro pro Kopf aus.


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9 Kommentare

  1. Jan 1. Oktober 2008 · 19:58 Uhr

    Ist es nicht ein bisschen unfair, die Kosten einfach auf die Abgeordnetenmandate runterzurechnen? Da muss die FDP ja immer weit vor SPD und CDU liegen, weil sie notgedrungen genausoviele Plakate aufhängen muss, wie alle anderen Parteien auch.

    Dass solche Kosten abgesetzt werden können, ist natürlich ärgerlich aber dass ausgerechnet die SPD dagegen zu Felde zieht, hab ich bislang nicht festgestellt.

    Der Zusammenhang der Qualität der Kandidaten oder gar der Politik mit den Kosten für die Werbung dafür ist allerdings völlig daneben.

    Mein FDP-Ortsverband würde liebend gern auf diese Horrenden Kosten verzichten, es sind aber doch vor allem die Großen, die Wahl für Wahl damit anfangen, die ganze Stadt zuzukleistern. Für eine kleine Partei ist dass erheblich schwerer zu schultern als sich das SPD und CDU vorstellen können aber „we didnt start the fire“, wie man so schön sagt und wenn die Konkurrenz wirbt, muss man eben mitmachen.

  2. Bluesman 2. Oktober 2008 · 23:10 Uhr

    Das merkt man;-)

  3. Jens 4. Oktober 2008 · 12:05 Uhr

    @Jan:
    Ich glaube nicht, dass es um die Wahlwerbung in Form von Plakaten geht. Die dürfen meines Wissens Fraktionen auch gar nicht absetzen.

  4. S1P 5. Oktober 2008 · 11:02 Uhr

    Irgendwie habe ich in Deutschland das Gefühl dass man immer kurz vor einer Wahl ist – vielleicht auch eines der Probleme warum viele das Gefühl haben das nur der Stimmenfang an der Tagesordnung steht.

    Anstatt tausende Wahlplakate zu kleben wäre es sinnvoller wenige Plakate aufzuhängen in denen das Volk informiert wird das bald wieder eine Wahl ansteht.

    Das senkt Kosten und würde auch die Platten Wahlversprechen und Slogans eleminieren, da sich die Parteien so einen anderen Weg suchen müssten über Ihr Programm zu informieren.

  5. Student 6. Oktober 2008 · 14:04 Uhr

    Was wollt Ihr denn ?
    Sind doch Peanuts.

    Jetzt wo Pierre Steinbrück (der Piere, der hats verstanden ;o)))) mit einem Atemzug sowohl den chronisch kranken Arbeitslosen den Ernährungzuschlag wegkürzt und über den (imho verantwortungslos handelnden) Bankhäusern Deutschlands einen mehrere zig Milliardenschweren „Schutzschirm“ spannen will.
    Da frag ich mich nur noch:
    Wer schützt uns vor der SPD und ihren abgehobenen Berliner Postenreitern ?

    Einziger Trost, die 20-25 % (wie sie von mir hier zu Schröders Zeiten angesagt wurden) sind bereits geschafft.
    Nächstes Etappenziel Steinmeier und Münteferings sind scheinbar die 15 %.

    Die Wahrheit ist doch:
    Die SPD hat sich jedenfalls als die Partei gegen die Chancengleichheit mehr als nur profiliert.

  6. Jan 8. Oktober 2008 · 14:04 Uhr

    @ Jens

    Ist doch Nebensache, obs nun Plakate oder sonstwas gewesen sind.

    Fest steht, dass kleine Parteien nunmal einen ähnlich großen Aufwand treiben müssten, wie die großen, um ebenso sehr wie diese aufzufallen. Und wenn man dann die Kosten auf den Einzelnen erhaltenen Sitz runterrechnet, dann geben die kleinen natürlich wesentlich mehr aus. Daraus einen Vorwurf zu stricken finde ich nicht in Ordnung, zumal das Werbebombardement von Union und SPD, jedenfalls bei mir hier, deutlich heftiger ausfällt, als dass der Kleinen.

    Und wie gesagt: Wegen mir muss Wahlkampf keinen Cent Steuergeld kosten. Das daran aber nichts geändert wird, dass blockieren aber ja eben nicht nur die Kleinen.

    Oder gibt es etwaa wider Erwartung konkrete Anträge aus der SPD, diesen Zustand zu ändern?

  7. Filterblog » Was Wahlwerbung kosten darf - oder: Gemotze aus dem Glashaus 8. Oktober 2008 · 14:29 Uhr

    […] Im Blog der NRW-SPD zeigt mans den regierenden Parteien Mal so richtig: Die NRW-CDU und die NRW-FDP haben besonders teure Werbung nötig! […]

  8. Zonk, The 10. Oktober 2008 · 16:09 Uhr

    @ Bluesman: Moin! Auch mal wieder im Boot hier? Grüssle!

    @ Rest: wer nicht wirbt, stirbt. Und gerade wir als SPD müssen jetzt verlorenen Boden gutmachen, den uns Beck versucht hat. Die Frage ist. Wollen wir bei der nächsten Wahl die DDR 2.0 ein zweites mal aufleben lassen oder Merkel ablösen?
    Also müssen wir investieren.
    Für die 68er unter uns, die so blöd waren, sich nicht wie viele ihrer Artgenossen beim Marsch durch die Instanzen und Institutionen selbst zu bereichern: Investition is dat, watte zu Anfank vonne Unternehmunk machen tuhst, damitte hinterher auch wat rauskriegen tutest.
    Scheiss auf CDU oder FDP- Ausgaben: Wir brauchen ne Strategie, wir brauchen taktische Massnahmen, wir brauchen Werbung und wir brauchen Glaubwürdigkeit. Und ein glaubwürdiges Programm.
    Das kostet. Billig kann jeder!

  9. Zonk, The 10. Oktober 2008 · 16:22 Uhr

    Äh… Afterburner (Nachbrenner):

    Die Kohle für die Parteiwerbung können wir ja den Hartz- IVern abziehen.

    Thilo Sarrazin sagt ja, dass man mit 120 euro klasse über den Monat kommt. Jetzt rechnen wir mal: ca. 350 Euronen Hartz IV – Luxusgehalt minus 120 Euronen? Richtig: 230 Euro! Multipliziert mit der Anzahl der Hartz – IV- Empfänger = Richtig Kohle für den Wahlkampf.

    Und die Wahlplakate können die Hartz IVer dann als Ein- Euro- Jobber hinterher zu Papierbriketts verarbeiten, so dass wir deren Heizkosten nicht unerheblich senken können!

    Geht doch, man muss nur wollen!

    P.S: Als SPD stehen wir doch trotz unserer entschwundenen Mitglieder doch net so schlecht da, als dass wir uns keinen geilen Wahlkampf erlauben könnten… ich verweise auf die DDVG… Madsack- Anteile, Beteiligung… der SPD- Reiseservice GmbH Berlin, der Office- Beratungs- GmbH, den Anteilen an der Rheinland- Pfälzischen Rundfunk GmbH etc… :-) nur um mal etwas Sponsorenwerbung zu machen.

    Nixdestsotrotz: Wenn wir Merkel in die zu ihr passende Wüste schicken wollen, dann kostet das was. Nix „Hubi- Heil Geizchen- ist- Geilchen Wahlkampf“, sondern was mit Hirn, Konzept und Geist!

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.