Da gibt es so eine Bürgerinitiative in Hessen. Sie nennt sich „Kein Wortbruch in Hessen“ und spricht sich gegen eine Hessener Landesregierung aus, bei der die SPD mit der „Linken“ koaliert. Auf ihrer Webseite www.wortbruch.info gibt es Flugblätter und Aufkleber zum Download und ein paar müde Ausführungen gegen Andrea Ypsilanti. So weit, so unspektakulär.

Nur: Diese „Bürgerinitiative“ ist gar keine echte Bürgerinitiative, sondern ein von CDU-nahen und neoliberalen Kreisen entwickeltes Werbeprodukt zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Also nicht basisdemokratisch organisiert. Auch nicht von Privatpersonen.

Herausgeber der Seite ist der PR-Profi Alexander Demuth. Demuth ist Experte für strategische Unternehmenskommunikation und gilt als Pionier der Corporate Communication. Zu sagen, „Er betreibt eine Werbe- und PR-Agentur“, stimmt zwar, aber lässt die Maßstäbe nicht erahnen, um die es hier geht. Demuths Unternehmen ist Teil der börsennotierten Kommunikationsagenturgruppe Incepta, der er als Vorsitzender der Geschäftsleitung vorsteht. Darüber hinaus ist er, wie es sich gehört, Mitglied zahlreicher Vorstände und Fördervereine. Zu seinen Kunden gehören Banken, Versicherungen, Automobilkonzerne. Demuth weiß, wie man Images entwickelt, er ist ein echtes PR-„Tier“.

Auch Nikolaus Schweickert, Jurist und Sprecher der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM), argumentiert für die Pseudo-BI. Die INSM ist eine Organisation der Arbeitgeber-Lobby, die sich zum Ziel gesetzt hat, neoliberale marktwirtschaftliche Reformen durchzusetzen – sie wollen Turbokapitalismus in Reinform. Ihr Hauptziel ist „Entstaatlichung“, der Staat soll nur noch die sogenannten Kernkompetenzen übernemen und sich, wie auch die Gewerkschaften, aus „Peanuts“ wie Arbeitszeiten und Lohnfortzahlungen bitte raushalten. Totalprivatisierung und Hire-und-fire-Mentalität sind die Folgen.

Eine Strategie der INSM bei dem Unternehmen, Meinungen in Deutschland zu beeinflussen, ist die Massenmedien mit fertigen Beiträgen, etwa Artikeln oder Filmen, zu beliefern. Diese werden in Zeiten von Stellenabbau auch in Redaktionen oftmals unkritisch und ohne die Quelle zu kennzeichnen übernommen. Schauriger Höhepunkt war dabei die Platzierung neoliberaler Ansichten in der ARD-Serie Marienhof. Gekaufte Szenen und Dialoge befassten sich mit den Forderungen der INSM, etwa zu den Themen Wirtschaft und „schlanker Staat“, nachzusehen etwa im Medienmagazin „Zapp“.

Ein weiterer „Bürger“, der die Initiative unterstützt, ist der Elektriker Bernd Ehinger. Na, eben ein Mittelständler, mag man denken – aber Ehinger ist nicht nur das, sondern als Präsident des Hessischen Handwerkstages auch Hessens oberster Handwerksrepräsentant. Zudem ist er amtierender Präsident der Handwerkskammer Rhein-Main. Also ein astreiner Handwerkslobbyist. Auch das Hessener MdL Ruth Wagner von der FDP spricht sich für die vermeintliche Initiative aus.

Fazit: Arbeitgeber-Lobby und CDU- und FDP-Mitglieder und -Politiker stehen hinter der vermeintlichen Bürgerinitiative „Wortbruch“, die somit keine echte Bürgerinitiative ist, sondern ein gekauftes Werbeprodukt.

In den Blogs gibt es einige Reaktionen auf den Fake (gefunden bei Perspektive 2010).

Mein Parteibuch Blog recherchiert über Mitglieder der „Wortbruch“-Initiative

Urs1798′ Weblog mit Karikaturen

Nachtwächter-Blah


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30 Kommentare

  1. Perspektive 2010 » Blog Archive » Sind die Initiatoren von www.wortbruch.info schwer geisteskrank? 30. Oktober 2008 · 8:41 Uhr

    […] CDU: mit gefaketer Bürgerinitiative gegen Regierungsbildung in Hessen […]

  2. Sind die Initiatoren von www.wortbruch.info schwer geisteskrank? « Perspektive2010 2. November 2008 · 15:37 Uhr

    […] CDU: mit gefaketer Bürgerinitiative gegen Regierungsbildung in Hessen […]

  3. uwe 3. November 2008 · 10:54 Uhr

    Guten Tag,
    nun, auf die SPD ist doch immer noch Verlass. Die CDU braucht gar nicht s faken. Die SPD demontiert sich mal wieder selbst. Wie ich eben gelesen habe, hat Frau XY keine Mehrheit mehr für Ihre Pläne. $ Genossen sind ausgetreten. Da kann man nur sagen. Hut ab vor den Genossen. Zum Schluss hat dann doch die Ehrlichkeit gesiegt. Hat Frau XY denn ernsthaft geglaubt das sie genügend Unterstüzung für Ihre Pläne findet??
    Diese Frau die vor lauter Machtgeilheit lügt und betrügt.

  4. Bluesman 3. November 2008 · 15:20 Uhr

    SPD:mit gefaketen Abgeordneten kommt sie dem CDU Komplott zuvor.
    @uwe:Und was ist mit Koch?Ist der nicht „Machtgeil“,verlogen,verschlagen, und ein Spalter der Gesellschaft?.Bitte nenne wenigstens einen Politiker der keine Macht anstrebt und sich immer ehrlich und offen zu allem äußert.Was ist denn das Gegenteil von Machtgeil-Uneigennützig/Machtphob/Machtfern/Machtunfähig/Ohnmacht?Sollte man nur noch Politiker wählen die auf Macht gar keinen Wert legen?

  5. uwe 3. November 2008 · 15:45 Uhr

    @bluesmann: koch ist mir immer noch lieber als dieses verlogene pack!
    an deiner reaktion sehe ich nur die hoffnungslosigkeit die überall in der spd herrscht. es geht nicht darum politiker zu filtern.
    dein kommentar liest sich wie der eintrag eines kleinkindes “ der hat aber auch gelogen…bääääääh“

  6. Bluesman 3. November 2008 · 16:29 Uhr

    @Uwe:Hey du argumentierst ja schon wie Koch-immer schön den Mitdiskutanten beleidigen.Aber du bist wenigstens so ehrlich zu sagen, ja lieber den Lügner und Betrüger Koch wählen,und während ich dieses schreibe kann ich auch plötzlich deine Wut verstehen als ich darauf hinwies, der lügt ja auch.Dein Wahlverhalten ist ja so total daneben, das du von deinem Unterbewusstsein getrieben wurdest mich zu beleidigen um vor dir selbst nicht all zusehr als Blödmann dazustehen.

  7. The Zonk 3. November 2008 · 17:00 Uhr

    Gaaaaanz ruhig!

    Also: das ist klassisches Astro – Turf- Lobbying, also nichts anderes als eine eigengesteuerte „Grasroot- Bewegung“ bzw inszeniertes Grassroot – Lobbying. Völlig normale PR, allerdings etwas aus der schmutzigen Trickiste. Haben wir auch schon so gemacht.

    Ist aber an sich net schlimm, denn die Sache ist erstens rechtzeitig entdeckt worden.

    Zweitens hat X- Ypsilanti – ungelöst einen klassischen Denkfehler gemacht: Sie hat sich gedacht „wenn der Koch schon alle bescheisst, dann kann ich das auch und versüss mein überflüssiges gealngweiltes politisches Dasein mit einem Ministerpräsidentenposten und das -innenpräsidentinnen, das kriegen wir dann später“

    Aber alter strategischer Grundsatz: Du kannst Schlammlawinen nicht mit Schlammlawinen eindämmen und die Quittung hat sie da heute bekommen.

    Vielleicht wird das diese beratungsresistente und verlogene Frau Ehrlichkeit lehren.

    Müntefering wäre gut beraten, wenn der den „Hessen – Putsch“ einmal anders sieht: Es ist der Aufstand der Anständigen, die der Ypsilanti die Gefolgschaft verweigern. Hätten die Vier „Abweichler“ denn eine andere Chance gehabt, der SPD ihre Glaubwürdigkeit wiederzugeben?

    Strategische Aufgabe der Hessen – SPD ist eine Selbstreinigung von Ypsilanti. Fans, eine Kommunikation derselben, um ihre Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Nur dann – in Verbindung mit einem realistischen Programm, nicht diesen Ypsi- Kiddiegimmicks – hat die SPD in Hessen eine Chance, Koch abhzulösen. Ohne die realitätsfremden antidemokratischen linken Stasi- Bazillen!

    Und was Astro – Turf anbelangt: Da schau einer mal hinter die Kulissen von „Die-Gesellschafter.de“ – eine verlogenere CDU- Kampagne gibtr es im Moment auch nicht!

  8. Ulli Müller 4. November 2008 · 10:37 Uhr

    Der Vergleich, dass sich die SPD (‚ler) von der Union (und anderen fragwürdig politischen Kräfte) wie der Ochs mit dem Ring in der Nase durchs Dorf (vor) führen lässt war selten so bestätigt und dargelegt worden.
    Naja, die „Wortbruchlüge“* musste ja schon oft in den letzten Monaten für Verhinderung eines demokratischen, fortschrittlichen Wandel in Hessen herhalten.
    Viele Wahlkampfaussagen der hessischen Genossinen und Genossen, die Mühen im Wahlkampf, …! Alles umsonst!
    Schade für die Hessen, schade für die Menschen in Deutschland.

    * wem diese Wort zu hart scheint, unter Wortbruch-Halbwahrheit geht es aber nicht.

  9. The Zonk 4. November 2008 · 22:00 Uhr

    @ Uli
    Ypsilanti hat die Richtlinien dr Politik bestimmt.
    Sie zeichnet sich verantwortlich für das blutarme undurchführbare Progrmm der SPD Hesen.
    Sie zeichnet sich vernwortlich für die Nominierung scherers, der beim besten Willen nicht als auch nur rudimentär intelligent zu verkaufen ist.
    Sie zeichnet sich verantworlich für das jämmerliche Bild der SPD. Ende der Fahnenstange?

  10. Ulli Müller 5. November 2008 · 9:29 Uhr

    Es ist erschreckend,
    wie Einfältigkeit zur Stärke (?) werden kann!

    Der einzige Vorwurf, den man hier in Richtung SPD machen kann:

    Dieser Programmansatz hätte schon vor 20/30 Jahren kommen müssen. Die Diskussionsansätze waren da!!

    Und es waren wieder die rechten Spezialdemokraten, die Solidarität vermissen ließen!!!
    Wie kommentierte Ulrich Schulte am Tag vor der schändlichen Tat in der TAZ:
    >>Unter einer „loose cannon“ verstanden Seeleute zur Zeit der Segelschifffahrt eine nicht festgezurrte Kanone, die im Sturm über Deck rollt und beträchtlichen Schaden anrichten konnte. Die Hessen-SPD scheint derzeit eine solche lose Kanone an Bord zu haben: Sie heißt Jürgen Walter.<<

  11. Ulli Müller 5. November 2008 · 9:38 Uhr

    Ein kurzer Nachtrag:
    Ich weiß zwar, dass die BRD eine nicht unbedingt demokratisch zu bezeichnende Richtlinien Kompetenz des/der Kanzler/in vorsieht!
    Das Regierungsprogramm der verhinderten SPD/Grünen Landesregierung in Hessen wurde mit einigen Vertretern beider Parteien ausgehandelt und jeweils auf den Parteitagen abgesegnet!!
    Zonk, mach mal deine Hausaufgaben!

  12. Student 5. November 2008 · 11:16 Uhr

    Tja. Leider ist was dran. Die SPD braucht gar keinen externen Gegner. Jahrzehntelanges fördern von selbstverliebten Karrieristen, rächt sich eben.
    In Hessen hat das Absägen der eigenen Genossen (ind der frauenfeindlichen SPD vor allem Genossinnen) sowieso schon eine lange Tradition.
    Schon unter Börner und Eichel gab es vergleichbare Situationen, wo der rechte Rand der SPD hin und wieder seine nicht vorhandene Loyalität unter Beweis stellte.
    Das bei den Tönen die da teils aus dem Seeheimer Kreis, aber auch Teilen der Bundes-SPD zu hören waren, sich solche karrieregeilen Charaktere auch noch bestärkt fühlen mussten, war klar.

    Ypsilanti Führungsschwäche vorzuwerfen, ist jedoch falsch.
    Im Gegenteil, hat sie doch vorausahnend das der Hazardeur Walter (mit Clement, Schröder, Lafontaine und Müntefering einer der größten Schmierenkomödianten der Selektionsdemokratie), ihr als potentieller Wirtschaftminister bei erster Gelegenheit in den Rücken gefallen wäre, Ihn gar nicht erst aufgestellt. Das war gerade Zeichen von Führungsstärke.

    Das dieser charakterlose Karrierist dann einen solch hinterhältigen Putsch ausführt, damit war eben leider auch zu rechnen.

    Hat eigentlich schon mal jmd. gecheckt ob da Gelder aus Lichtenstein geflossen sind ? Uns Roland dürfte ja noch en paar Reservern aus „jüdischen Vermächtnissen“ oder so, da rumliegen haben.

  13. TheZonk 5. November 2008 · 11:56 Uhr

    @ Student

    Du behauptest, Roland Koch hätte die „vier Abweichler“ mit jüdischem Geld aus Liechtenstein geschmiert.

    Fakten dazu?

    Ich sehe Deine Behauptung als glasklaren Fall für die Staatsanwaltschaft: Von übler Nachrede bis zur Behauptung, Koch hätte Zugriff auf unterschlagene jüdische Gelder.

    Insofern lege ich der Redaktion nahe, Deinen Beitrag der zuständigen Staatsanwaltschaft anzuzeigen.

    Eine einfache Löschung des Beitrages ist das falsche Signal, da die Redaktion sich den Vorhalt gefallen lassen muss, sie würde sich mit Deinem Beitrag solidarisch erklären und ihn durch Löschung vertuschen.

    Koch hin oder her – das geht zu weit.

  14. TheZonk 5. November 2008 · 12:09 Uhr

    @ Uli
    Die Richtlinienkompetenz des BK als Ausfluss aus Art 65 GG IST demokratisch, denn sonst wäre sie mittlerweile weder im Gesetz noch durch entsprechende Urteile gestützt.

    Sinn und Zweck kannste Dir am besten so vorstellen: Auf einem Schiff hat der Kapitän das Sagen – den wer sollte sonst im Notfall die Entscheidungen rasch und zielgerichtet treffen? Soll der eine ein Leck sichern, der andere entscheiden, zuerst einen Überbordgegangenen zu bergen und der Dritte will, dass alle, das Schiff verlassen?

    Nur die Frage, was hat das mit Ypsilanti zu tun, was Du da faselst? Der Koalitionsvertrag bindet lediglich die Parteien und kann aufgekündiggt verändert etc. werden. Was hat das mit der Richtlinienkompetenz des BK zu tun? Ypsilanti war
    lediglich ne Opositionspolitikern, hatte in der Regierungsmannschaft noch nciht einmal das Schwarze unter´m Fingernagel zu melden!

    Und nochmal Es geht ausschliesslich um Wortbruch, denn sonst wäre diese Lawine nicht ins Rollen gekommen. Kein Wortbruch – keine Abweichung. Conditio si ne qua non. Lies mal Zeitung!

    Aber vor allem:

    Mach deine Hausaufgaben, Uli!

  15. Der Brüsseler 6. November 2008 · 10:05 Uhr

    Nun, es steht auch der SPD und SPD nahen Organisationen und Personen frei solche Initiativen zu gründen. Warum nicht die Mittel des Gegners nutzen?

    @ Student

    Beweise und Quellen für diese Behauptungen?

    Hätte Ypsilanti eine große Koalition ausgehandelt und ein paar linke SPDler hätten diese abgelehnt, würde man dann auch von „Bestechung“ und „Putsch“ reden?

    Wir leben – noch – in einer Demokratie und die Abgeordneten können frei eine Gewissensentscheidung treffen und sind keinerlei Anweisungen oder Aufträgen der Partei unterworfen (GG Art 38). Nur zur Info!

    @ Uli

    Parteitagsbeschlüsse wären Aufträge und Weisungen, die ein gewählter Abgeordneter Aufgrund von Art 38 NICHT befolgen muss!

  16. The Zonk 6. November 2008 · 18:14 Uhr

    @ Der Brüsseler

    Vollinhaltlich einig.

    Ein Blick in das Gesetzbuch hätte Uli bestimmt nicht geschadet und Student davor bewahrt eine strafrechtlich relevante Äusserung zu tätigen.

    Hausaufgaben schon angefangen, Uli?

  17. the Zonk 8. November 2008 · 11:01 Uhr

    @ Uli
    @ Student

    Wat is? Kommt da noch wat?

    Oder hüllt ihr Euch in schweigen und beim nächsten Posting ist wieder so ein unsubstantiierter Unsinn zu erwarten?

  18. Ulli Müller 10. November 2008 · 13:49 Uhr

    Leute, zonk-brüsseler, lernt lesen und verstehen.
    weder hat der student behauptet, dass der koch Y geschmiert hat!! er hat nur erinnert, dass koch mit der spendenaffäre in verbindung stand und ob da einer was geprüft hat! ist das verboten?
    ihr habt doch äpfel mit keksen verglichen.
    nun bin ich vollblut-demokrat, für menschen wie mich ist nun mal der parlamentarismus eine einrichtung zur verhinderung von demokratie. und die richtlinienimpotenz für eine person mit demokratischen grundsätzen nicht vereinbar.

    wohin gegen ich das programm, die inhaltlichen programmitischen aussagen einer partei, für die bei einer wahl jemand als kandidat sich wählen lässt, für mein wahlverhalten sehr verbindlich sein sollten! und da kann ich mich nicht erst wählen und später sagen, der die hat mir im sandkasten die schaufel geklaut, mit der-den spiel ich nicht mehr.
    wenn eine partei sich für einen wechsel wählen lässt, dann muss sie ihn auch umsetzen, wenn sie numerisch mit partnern dazu in der lage ist.
    ihr beiden seid schon fast so gut im wahrheits/inhalts- verdrehen wie unsere gesammelte (blöd-)journallie

  19. uwe 11. November 2008 · 10:54 Uhr

    in der gestriegen sendung beckmann hat sich gezeigt wie das war. die abweichler haben schon lange genug auf ihre bedneken bezgl. de rzusammenarbeit mit kommunisten(was anderes sind die linken für mich nicht..und verfassungsfeindlich noch dazu..eine sauhaufen alter sed bonzen und schwachköpfe wie lafontane usw…was der der spd eingebrockt hat dürfte ja hinlänglich bekannt sein)geäußert. und lügenbaronin ypsilanti hat tesch dann mal schnell einen posten angeboten und gehofft, sie hält dann den mund.
    nun ypsilanti ist gefallen..ihre machtgeilheit allerdings ist weiter ungebremst..jetzt muss eben ein anderer – schäfer gümbel – den kopf hinhalten und ypsilanti zieht weiter die fäden.
    insgesamt gesehen ist die spd ein erbärmlicher haufen von aussichtslosigkeit getriebener politiker…geradezu bedauernswert…..
    ich bin mal gespannt, welche schweinereien ihnen in den 70 tagen noch einfallen….

    „Das hat mich fassungslos gemacht“
    Gemeinsam mit den anderen Abweichlern Carmen Everts, Silke Tesch und Dagmar Metzger warf Walter Ypsilanti außerdem vor, sich früh auf eine von der Linken tolerierte rot-grüne Minderheitsregierung versteift, sowie Einwände missachtet zu haben. Ypsilanti habe „durchregieren“ wollen, sagte die Landtagsabgeordnete Carmen Everts in der TV-Sendung. Sie habe auf die Abhängigkeit der Abgeordneten von ihrem Mandat spekuliert: „Das ist etwas, was mich fassungslos gemacht hat.“

    Posten angeboten
    Tesch erklärte, sie habe „gebetsmühlenartig“ in jeder Fraktionssitzung vorgetragen, welche Probleme sie bei einer Zusammenarbeit mit der Linken sehe. Etwa eine Woche vor dem Wahltermin habe Ypsilanti ihr den Posten einer Landtagsvizepräsidentin in Aussicht gestellt. Sie habe sich aber nicht umstimmen lassen. Die Abgeordnete Dagmar Metzger, die sich schon im März Ypsilantis Vorhaben verweigert hatte, verglich die Stimmung bei einer damaligen Parteiratssitzung mit einem Tribunal.

  20. uwe 11. November 2008 · 10:55 Uhr

    nachtrag
    gestrigen….ohne e hinter dem i;-)

  21. Ulli Müller 11. November 2008 · 13:36 Uhr

    ist es nicht toll,
    die armen aufrechten dürfen im unterhaltungsprogramm ihre getretenen seelen zur schau stellen.
    hatte vor tagen noch schwierigkeiten mit dem auftreten von R-R bei der fernsehpreisverleihung.
    jetzt kann man sein handeln nur vollstens unterstützen.
    arme presse, armes fernsehen, armes deutschland.

  22. The Zonk 11. November 2008 · 14:09 Uhr

    @ uli

    Subsumiere mal die Äusserungen von Student unter die §§ 185 ff StGB. Sei froh, dass der Koch das nicht gelesen hat, für einen Strafantrag hätte es gereicht. (und komm mir net depperthaft mit“ Es haben ja genug StA´s das gelesen und hätten ja – die Normen fallen net unter die Offizialmaxime).

    Aber vereinfacht: Die Mutmassung von Student hat für mich zielgerichtet den Charakter, Koch zu diffamieren und unterstellen zu diesem Zweck, dass Koch in strafrechtlich zu rezeptionierender Weise unterschlagene Gelder rechtswidrig beispielsweise zu Abgeordnetenbestechung verwendet haben muss.

    Behauptest du das auch, Uli?

    Meiner Meinung nach bist Du wegen Deiner Intoleranz und Deiner Unfähigkeit zu abstrahiertem Denken kein Vollblut- Demokrat. Vollblut – Demagoge, der unsubstantiierten Unsinn schreibt, trifft es eher.

    Was Du mit Richtlinienimpotenz beschreibst, hast Du immer noch nicht verstanden – die Richtlinienkompetenz – notabene – des Bundeskanzlers hat hier nichts, aber auch gar nichs verloren. Weder ist Ypsilanti Bundeskanzlerin noch hat Art 65 GG irgendetwas mit der Wahl und den Koalitinsverhandlungen mit den Linken zu tun.

    Du hast davon keine Ahnung. Mach Dich schlau, dann kannste faseln.

    Du bedienst Dich auch einer typischen 68er- Laberfigur: Ich sach dat is undemokratisch, also beweist mich dat Gegenteil. klasse Uli, das entbidnet von der inhaltlichen Auseinandersetzung völlig. Aber 68 ist vorbei und heute kannst mit sowas net punkten. Nochmal: Mach Dich schlau, bevor Du faselst!

    und wenn Du einräumst, dass Wahlaussagen verbindlich sein sollten, dann kannst Du die Wahllüge der Ypsilanti als condito si ne qua non für den hessischen Schlammassel nicht unter den Tisch fallen lassen. Sorry, da hast Du Dir selebr die Argumentation zerschossen!

    Und noch etwas, wollen wir die historische Folge der Ereignissse nicht unbeachtet lassen: Erst kam die Wahlaussage. Dann der Bruch derselben. Das inshatliche Wahlprogramm kam erst vor einigen Wochen. und jetzt kommst Du und willst die Fakten verdrehen? Tz tz Uli…

    Und Du kommst mit Sätzen wie „Leute, lernt erst mal lesen“ – Uli, lerne das, was Du liest auch einmal zu verstehen!

  23. Ulli Müller 11. November 2008 · 16:35 Uhr

    Sorry zonk,
    lese doch auch was du schreibst,
    du hast am 4.november von den richtlinien der hessischen parteivorsitzenden geschrieben, an einem wahlprogramm arbeiten viele und es wird auf einem parteitag beschlossen/abgesegnet. und zwar vor der wahl und nicht wie oben darlegst vor ein paar wochen.

    du fragst mich zu koch, es gibt leute, die brauch man nicht zu diffamieren, …!

    Ja zonk, man kann viel über die 68’iger sagen, aber sie hatten auch noch Vorstellungen zur Demokratie!!!
    zonk, wir hatten doch schon in anderen blog’s die auseinandersetzung:

    die hessische spd ist mit vielen aussagen in den wahlkampf gezogen,> >> koch weg, energiepolitik für die menschen, bildungdpolitik für die menschen, … und das wollen wir nicht mit der linken machen.<<lleechristdemokratenkommunisten< zusammengerabeitet, kann dir sagen die sind meistens gleich gestrickt, in der regel autotitätsfixiert, also nix für die demokratie als solches. aber die kommis haben wenigstens ein wenig politische ahnung!

  24. Ulli Müller 11. November 2008 · 17:59 Uhr

    oh.oh.
    da ist doch einiges weggefallen.

    nach „mit der linken machen“ kam eigentlich:

    dass man das mit dem träger des alternativen nobelspreises machen wollte und nach gesprächen mit der fdp mit dieser das umsetzen wollte, aber die wollten nicht, da musste man halt über seinen schatten springen.
    nicht die numerische chance zum wichtigen wandel zu wagen, das wäre die einzige lüge gewesen.

    dann hatte ich zonk gebeten endlich zu lesen, richtig zu lesen und nicht nur weil ich mich mit „ll“ und Dr. Hermann Scheer sich mit „ee“ schreibt.
    dann kam noch der hinweis, dass ich in vielen projeten mit deutschen „christdemokraten“ und deutschen „kommunisten“ zusammengearbeitet habe, und dann die daraus resultirende erkenntnis: „kann dir sagen die sind meistens …“

  25. The Zonk 13. November 2008 · 1:00 Uhr

    Sory Ulli, aber Deine verquaste, unstrukturierte Denke ist eine Zumutung.

  26. The Zonk 13. November 2008 · 13:16 Uhr

    @ Ulli (Nachbrenner)

    Es ist alte 68er – Tradition, den Gegner zu diffamieren, er hätte nichts verstanden, nicht genau gelesen, nicht nachgedacht, er wäre nicht auf gleichem intellektuellen Niveau, hätte keine Ahnung etc.

    Diese Diffamiereung hatte zwei Vorteile: Zum einen „outete“ man sich auf der Seite derer, die die oft skurrilen Denkansätze quasi internalisiert hätten. Weiter zeigte man, dass man im Gegensatz zum mitdiskutanten bzw. zum Gegner die Materie verstanden hätte. Drittens zeigte man dem Gegner seine Unwürdigkeit. Viertens konnte man so herrlich Leute damit verunsichern, um den Eindruck zu evozieren, sie müssten den geäusserten, fremdwortgespickten Unsinn noch einmal zu überdenken.

    Lieber Ulli. Getretener Quark wird breit nciht start. 68 ist vorbei. Wir dürfen heute alle wieder selber denken. Die 68er hatten demokratische Ansätze? heute, wo sie alt sind, da zeigt sich, wo diese zu finden sind: Ausschliesslich auf der Habenseite des Bankkontos. Oder auf dem Kriegsschauplätzen im Kosovo oder Afghanistan. Peace, Bruder! Insofern hat sich die ganze Generation als verlogen erwiesen.

    Heute ist es üblich, seine meinung so zu artikulieren, dass man verstanden wird. Das setzt Fachwissen voraus (a) auf dessen Basis man sich eine Meinung bilden kann (b) und die man so erklärt, dass sie das Gegenüber versteht (c)

    Was Dich anbelangt, so muss ich entsprechend meinen Auführungen feststellen, das Du das ABC nicht beherrscst.

    Jetzt die Gretchenfrage. Nur für Dich. Was war zuerst da – die Henne oder das Ei? Oder anders. Was war zuerst da – die Wahllüge oder die Artikulation der vier Abweichler?
    Was war zuerst da – die Ignoranz Ypsis, Gegenmeinungen zur Kenntnis zu nehmen, gepaart mit einem klassischen Schweigekauf- Versuch oder die Aussage der „Vier“, Ypsis Kurs nicht mittragen zu wollen? Was war zuerst da – die Koalitionabsichtserklärung oder dieses nicht tragfähige Programm mit der wirttschaftlichen Destabilisierung Hessens, welches zwei Wochen vor Abstimmung auf den Tisch kam?

    ABC, Ulli… simples ABC…

    Richtig, wir hatten in aderen Blogs schon mal die ein oder andere Auseinandersetzung. Deswegen möchte ich Dich bitten, in Zukunft präziser, sach- und faktenbasierter zu bloggen. Aber vor allem strukturiere mal dein Gesumse da – so kann niemand (der vielbeschworene objektive Dritte) nachvollziehen, was Du willst. Oder Du weisst es gar selbst nicht. Egal. Lehrer für Deutsch bist Du sicher nicht – ansonsten hätten wir Pisa rasch erklärt.

    Ulli, was das alles mit Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers zu tun hat, das möge mir mal einer erklären, vielleicht hab ich da in Staatsrecht und StaatsOrga- Recht nicht aufgepasst…

  27. Ulli Müller 13. November 2008 · 16:48 Uhr

    ja zonk,

    fangen wir so an,
    weder habe ich das Alter, noch das Bankkonto -wie du oben schreibst- eines (Alt-) 68igers. Trotzdem weiß ich, dass die Aussage „hat sich die ganze Generation als verlogen erwiesen“ nicht gesagt werden darf und kann. Brandt ist auch nicht verlogen zu bezeichnen, weil er damals den Spruch wagte „(mehr) Demokratie wagen“ zu wollen und die Angelegenheit im Sande verlief. Hätte ICH an irgendeiner Stelle polemisieren oder diskreditieren wollen -wie du mir unterstellst, hätte ich eine Bemerkung zu deinem, von mir geschätztem Alter, ca. 14 und sehr frühreif, gemacht. Jedenfalls lässt mich dein Diskursstil zu keiner anderen Aussage kommen.
    Zum ABC, deiner Meinung nach wurde das Wahlprogramm, mit den zündenden Ideen der hessischen SPD in Bildungs- und
    Energiepolitik (und auch Koch muss weg), erst nach der Wahl verabschiedet???

    Jetzt wirklich zum letzten Mal mein lieber Zonk,

    lese meine Worte und dann lese deine Kommentare dazu,
    dann stellst du (jeder andere tut dies bestimmt) fest, entweder hat hier einer nicht richtig gelesen oder nur falsch verstehen wollen.

    für dich als Bonbon noch ein Kommentar aus der TAZ.
    „Hessische Gewissensbisse
    KOMMENTAR VON RUDOLF WALTHER (Schweizer Journalist in Frankfurt lebend)
    Von den vier hessischen SPD-Abgeordneten, die Andrea Ypsilanti am
    Ende die Stimme verweigerten, brauchten drei ganze acht Monate, um zu
    bemerken, dass sie mit Gewissenszweifeln quasi schwanger gingen.
    Einen Tag vor der geplanten Wahl befreiten sie sich vor laufenden
    Kameras von ihren Gewissenszweifeln in einer kollektiven Sturzgeburt.
    Das Gewissen ist wie die Ehre eine
    delikate und ernsthafte Sache. Es
    ist aber auch – wie jene – anfällig für
    jeden Missbrauch. Ob Abtreibung
    erlaubt werden soll oder nicht, ist
    zweifellos eine Gewissensfrage. Auf
    solche ethisch-moralischen
    Grundsatzfragen zielt die vom
    Grundgesetz für Abgeordnete herausgehobene Norm, sie seien bei ihren
    Entscheidungen nicht an Parteivorgaben gebunden und „nur ihrem
    Gewissen“ unterworfen.
    Ob man sich bei der Wahl einer Ministerpräsidentin von einer bestimmten,
    demokratisch gewählten Parlamentsfraktion unterstützen lässt, ist jedoch
    keine ethisch-moralische Frage. Sondern eine Frage politischer
    Prinzipien, die mit politischen Überzeugungen, politischen Konflikten und
    parteipolitischen Loyalitäten und parlamentarischen Bräuchen zu tun hat …“ gestern in der Taz

  28. The Zonk 14. November 2008 · 16:52 Uhr

    @ Ulli

    Da hast Du doch wieder mal Fakten nicht gewürdigt…

    Ach Ulli…

    Werd erwachsen!

  29. udo.springfeld.eu/blog » Jörg-Uwe Hahn über Wählerwillen kontra Wortbruch 19. November 2008 · 19:31 Uhr

    […] ist klar im Vorteil: Vor mehreren Wochen bereits entlarvten Genossen aus Nordrhein-Westfalen die vermeintliche als Winkelzug der hessischen CDU im Kampf gegen die bevorstehende Regierungsübernahme. Peinlich fiel zu selben Zeit ein Schreiben […]

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.