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Auf der IG-BCE-Konferenz „Unsere Kohle hat Zukunft“ gestern in Bottrop hat sich Hannelore Kraft, Vorsitzende der NRWSPD, einmal mehr für den Erhalt eines Sockelbergbaus in NRW ausgesprochen. „Die SPD steht zur heimischen Kohle – dies gilt für Steinkohle und Braunkohle gleichermaßen“, sagte sie. Und wies erneut darauf hin, dass die Position der Landesregierung durch und durch bergbaufeindlich ist. Aber ein Sockelbergbau sollte erhalten bleiben: „als Beitrag zur Versorgungssicherheit und als Referenz für unsere weltweit gefragte Bergbautechnologie“.

Besonders zu Zeiten der Finanzmarktkrise habe sich gezeigt: „Gerade dann, wenn die Seifenblasen internationaler Finanzjongleure zerplatzen, ist es klug, sich auf echte Werte zu besinnen. Werte, die Facharbeiter in Fabriken, in Werkstätten und unter Tage mit harter Arbeit schaffen.“ Außerdem wurde die Doktrin der Landesregierung „Privat vor Staat“ ad absurdum geführt: „Der Markt allein findet keine Lösungen für die Menschen“, sagte Hannelore Kraft.

Vertreter oder Vertreterinnen der Landesregierung drückten sich um die Teilnahme an der Veranstaltung.


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9 Kommentare

  1. The Zonk 6. November 2008 · 18:32 Uhr

    Die romantisch – verklärte Sicht des Bergbaus verstellt den Blick auf die Realität:

    Kohle ist tot. Und die Finanzkrise reizt lediglich, noch mehr an Subventionen zu beantragen, also noch mehr Kohle zum Fenster herauszufeuern, um Kohle zu fördern.

    Ein Beispiel für eine gelungene, arbeitsplatzfördernde und zeitgerechte Umstrukturierung einer Minenregion kann man im Norden Frankreichs sehen. Eine kohle – region wurde in 10 Jahren zur Dienstleistungsregion umgebaut; die Zahlen sprechen für sich. Da kann unser Ruhrpott sich nicht nur EINE Scheiben von abschneiden.

    Das Signal, dass Hannelore Kraft hier setzt ist falsch: das klassische Bergmanns- Klientel der SPD ist weg, da brauchen wir nicht mehr zu werben. Merkels genehmigte 21 Kohlekraftwerke (CO2- Drecksschleudern im Fachjargon) würden pleite gehen, müssten sie unsubventionierte deutsche Kohle kaufen.

    Möchte wissen, inwieweit sich die „unter Tage schaffenden Facharbeiter“, die „mit harter Arbeit Werte schaffen“, quantifizieren lassen. die paar Mann, die da unten noch die Lichtschalter an- und ausknipsen, sind hochqualifizierte Arbeiter, der „Hauer“ vor Ort ist ausgestorben.

    Hannelore Krafts Verständnis für wirtschafts- und volkswirtschaftliche Zusammenhänge scheint jedoch nur rudimentär: Kohle unterliegt genau wie alle anderen Rohstoffe den Börsenschwankungen.

    Niedlich zu sagen, dass die Hauer Werte schaffen, denn der Wert einer Tonne Kohle wird durch den gehandelten monetären Gegenwert bestimmt. Und da bestimmt der Markt Lösungen für Menschen.

    So niedlich Hanni Kraft auch ist: Das war ein suboptimaler (altes Kanzlergattinnenwort) Schuss in den Ofen. Als Regierungsmitglied hätte ich mich auch von so einem unsubstantiierten Quatsch distanziert.

    Was Privat vor Staat angeht: diese Losung hat ihre Berechtigung in unserem nunmehr seit 300 Jahren gepflegtem Obrigkeitsstaatdenken.

    Die Idee der Grundrechte als Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat wird zerstört, will man den stark regulierenden Staat nach extrem- sozialoistischem oder linkem Modell. Damit geht die Freiheit, die wir seit Beschliessung des Grundgesetzes eigentlich haben sollten, den Bach herunter.

    Hannchen Kraft sollte da so spruchtechnisch aufpassen, denn für die Linken Enteigner unter Oskar und Gregor, dem Dreamteam der DDR 2.0 – Partei ist so etwas Wasser auf ihre Mühlen!

    Hanni sollte sich lieber dafür einsetzen, den Staat in vielen Bereichen aus dem Leben der Bürger zurückzudrängen. Aber das ist ein anderes Kapitel, es ist lang und unbequem.

  2. Bluesman 6. November 2008 · 21:38 Uhr

    Glück auf!
    Ist schon klar das die SPD einen Narren gefressen hat am Bergbau.IT Experten haben eben nicht so schönes altes Liedgut und würden sich bei Müntes Showveranstaltungen nicht so gut machen.Aber warum muß der Steuerzahler weiterhin die Statisten für SPD Veranstaltungen bezahlen?Es wäre günstiger die letzten Bergleute umzuschulen bzw. in den Ruhestand zu schicken und endlich diese Region der Jetztzeit anzupassen.Und den Bergmannchor kann die SPD dann aus eigener Tasche bezahlen.
    Glück zu!

  3. the Zonk 7. November 2008 · 3:04 Uhr

    moin Bluesman!

    Vollinhaltlich einig! Aber wir sind nun mal Traditionalisten! Bei der katholischen Kirche wäre eine handlung nach 200 Jahren eine Affekthandlung… bei der SPD wird einfach eine Null weniger angenommen. :-)

  4. Ulli Müller 14. November 2008 · 17:41 Uhr

    Ja Kinderchen,
    ihr gebt ja zu jedem Thema euren bei irgendwelchen Dummlabern aufgeschnappten Ideenmodder zum besten.
    Wie gespielt, anstatt sachlich zu diskutieren, ihr versucht eure Unfähigkeit eigene Gedanken zu entwickeln durch persönliche Diffamierung zu ersetzen, „niedlich Hanni Kraft“, „Hanni sollte“.
    Schon immer und ewig werden die dtsch. Bauern durch Subventionen am Leben gehalten, nicht zuletzt, weil man die Eigenversorgung hochhalten will. Und Kohle war eigentlich schon immer zu wertvoll, (nur) verfeuert zu werden. Aber die Poltiker, die einen Weitblick von jetzt bis morgen Mittag haben, sind schon zu lang am Ruder. Aber zu den Argumenten zum Thema Kohle kann man nur wiederholen, was ein Feingeist an anderer Stelle schon sagte: „Quark wird …“

    Kurze Ergänzung zur Einschätzung der Person, 14 Jahre hatte ich ja schon geschrieben (HessenBlog), Brille, Blass, im Sandkasten wurden immer die Förmchen geklaut, …!
    Würde mich interessieren, ob einige sich in öffentlichen Diskussionen ähnlich selbstdisqualifizierend verhalten würden, wie hier im WWW?

    Irgendwo in der Bibel steht zu den Grundfesten was zu Glaube, Liebe, Hoffnung.
    Und die Liebe sei die Größte! Und Liebe setzt Respekt vorraus.

    (*Modder steht hier umgangssprachlich für Dreck, Sch…., usw)

  5. Bluesman 14. November 2008 · 19:16 Uhr

    @Ulli Müller
    Ich verbitte mir die Unterstellung ich würde mir meine Gehässigkeiten nicht selbst ausdenken.Und dein bescheuertes sich ständig wiederholendes Gesülze von Kindergarten und Förmchen spricht für sich selbst.

  6. Ulli Müller 14. November 2008 · 19:53 Uhr

    Weiß nicht, warum mir nach den obigen Beiträgen folgende „Geschichte“ einfällt:

    Kommt ein Schizophrener zum Finanzamt und fragt den Beamten, ob er denn wohl zwei Lohnsteuerkarten bräuchte?
    Der Beamte kurz und Präzise: Wenn Sie beide arbeiten, Ja!

    bevor ich mir wieder Belehrungen anhören muss:
    Dissoziative Identitätsstörung

  7. Bluesman 14. November 2008 · 21:05 Uhr

    @Ulli Müller
    Naja, das lass ich mal als Entschuldigung gelten.

  8. Ulrich M. 14. November 2008 · 21:14 Uhr

    Ich stimme Ulli in allen Punkten zu!
    Finde das Z. Bluesmann ein wenig oberflächlich ist.

  9. The Zonk 17. November 2008 · 9:39 Uhr

    Ulrich M = Ulli Müller

    Eigenwerbung stinkt, mein Lieber!

    Ich sags nochmal: Werd´ endlich erwchsen!

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.