fotos by: Steamtalks (oben), daniello.x

Das Klima auf der Erde erwärmt sich. Das ist erwiesen. Besonders schädlich für das Klima ist Kohlendioxid, das als Produkt von Verbrennungsprozessen in die Atmosphäre gelangt und so mitverantwortlich für den Treibhauseffekt ist. Bei der Energiegewinnung kann der CO2-Ausstoß verringert werden, indem man auf regenerative Energieformen zurückgreift, Energien, die nicht erst über den Umweg der Verbrennung zur Verfügung stehen.

Die Nutzung von Kernenergie kann bei dem Treibhausproblem keine Lösung sein, denn sie schafft neue Risiken: Atomkraftwerke erzeugen gigantische Mengen von Atommüll, der in absurder Weise zur Aufbereitung quer durch Europa geschickt wird. Und doch bleibt immer ein Rest hochgefährlichen, strahlenden Materials, das unterirdisch gelagert wird. Diese Strahlung ist so lange gefährlich, bis die radioaktiven Stoffe in andere, nicht radioaktive Stoffe zerfallen sind. Das dauert Millionen Jahre – und wer kann schon sagen, was in, sagen wir, 1000 Jahren am Standort X passiert?

Jüngst wurde der Leitstern 2008, der Bundesländerpreis Erneuerbare Energien, von der Agentur für Erneuerbare Energien verliehen, einem Verein, der zur Hälfte von Vertretern der Branche und zur anderen Hälfte von den Bundesministerien für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziert wird. Ermittelt wurden neben dem „Besten Bundesland für Erneuerbare Energien“ auch die Sieger in den Sparten „Wirtschaft und Technologie“ und „Erneuerbare Wärme“. Gesamtsieger war das Land Brandenburg. Nordrhein-Westfalen landete auf einem erbärmlichen 12. Platz.

So sehr wir uns für Brandenburgs Ministerpräsidenten Matthias Platzeck freuen, zeigt es doch leider: Unter der Regierung von CDU und FDP zählt Nordrhein-Westfalen, das einstige Energie-Land schlechthin, zu den fünf schlechtesten Ländern. Als es noch von SPD und Grünen regiert wurde, war NRW Vorreiter unter den Ländern, was den Einsatz regenerativer Energien anging!

Wo bleibt da die Glaubwürdigkeit, wenn man einerseits eine Senkung des CO2-Ausstoßes fordert und andererseits selber nichts dafür tut, den Klimawandel durch den Einsatz erneuerbarer Energien zu verlangsamen?


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