Vorfälle, in denen sich die CDU nicht sauber vom rechten Rand des politischen Spektrums in Deutschland abgrenzt, sind keine Einzelfälle. Mehrmals war das auch Thema in diesem Blog.

Jetzt ist Gereon Breuer, Kreisvorsitzender der Jungen Union Siegen-Wittgenstein, Vorsitzender des RCDS an der Universität Siegen, Europabeauftragter des CDU-Kreisverbandes Siegen Wittgenstein, persönlicher Referent eines ehemaligen CDU-Bundestagskandidaten, in den antiislamischen Verein „Pro Köln“ eingetreten. Er tritt dort auch gleich ein Amt an: das des persönlichen Referenten des „Pro-Köln“– und „Pro-NRW“-Vorsitzenden Markus Beisicht.

Auf der Webseite des Vereins prangt ein Bild, das Gereon Breuer an der Seite von Ministerpräsident Rüttgers zeigt.

Da sieht man mal, in welchem politischen Spektrum sich CDU-Mitglieder selber ansiedeln.


Du kannst die Kommentare zu diesen Artikel durch den Kommentar-Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

4 Kommentare

  1. Ifish 22. Dezember 2008 · 9:51 Uhr

    Hallo Merle,
    Du hast geschrieben: „da sieht man mal, in welchem politischen Spektrum sich CDU-Mitglieder selber ansiedeln“.

    Bei diesem Sprachgebrauch kann ich nur erkennen, wie sich SPD-Mitglieder mit einer faden Argumentation selber offenbaren. Schade eigentlich. Zumindest finde ich das zunehmende Kuschelbedürfnis mit „Der Linken“ genauso unangenehm.

  2. The Zonk 22. Dezember 2008 · 15:15 Uhr

    @ Merle,

    bei aller parteilichen Freundschaft, Frau Genossin: Du hast Dich mit dem Thema nicht auseinandergesetzt.
    Die Zielrichtung von ProKöln ist nicht rechtsradikal.

    Es geht hier um eine – von vielen – Ansichten derer, die die rot- grüne „Multikulti- Politik“, deren Urheber in SPD und bei den Grünen sie ja selbst als gescheitert darstellen, in ihrer konkreten und lebenspraktischen Ausgestaltung kritisieren.

    Nicht Pro-Köln ist interessant, sondern Lösungen aus der gescheiterten Integrationspolitik, die wir politisch verantwortlich „gefahren haben“.

    Also Wege beispielsweise aus Zwangsehen, aus der Getthoisierung, weg von Ehrenmorden, hin zu Sprachkompetenz (ergo Arbeits- und Überlebensfähigkeit) von Migrantinnen, Integration von kriegsgeschädigten Kindern, Eindämmung der Kriminalität, im Besonderen Vermeidung von Parallelgesellschaften – all das soll das Zusammenleben der Kulturen hier in unserem Land in einer freidlichen und toleranten Form ermöglichen.

    Die Initiative „pro Köln“ magst Du meinetwegen verteufeln und an den Pranger stellen – aber die Diskussion um Vermeidung von Parallelgesellschaften, um den Kampf um Akzeptanz säkularisierter Muslima und Muslime durch ihre eigegen fanatischen Religionsbrüder hast Du durch diese billige Effekthascherei völlig ausgeblendet.

    Wir brauchen in der SPD nicht solche kleinen Strohfeuerchen, die einfach nur blöd rumfunzeln.

    Wir brauchen klare Programme statt Polemik, klare strategische Ziele statt Gefasel, Ehrlichkeit , statt Schönfärberei und wir brauchen Köpfe. Und zwar welche mit „wat drin“.

    Das war´s nicht.

  3. Mr. J 25. Dezember 2008 · 21:58 Uhr

    @TheZonk Na dann schau dir mal die Mitgliederliste an: Ex-NPD´ler, Reps, ehem. Mitglieder der Liga für Land und Heimat…

    Sind ja überhaupt nicht Rechtsradikal…

  4. The Zonk 26. Dezember 2008 · 12:35 Uhr

    @ Mr J
    Die ursprüngliche Idee war anders; ProKöln wurde unterwandert, das ist richtig. Aber es geht hier weniger um proKöln sondern um die Frage, wie die Integrationspolitik der SPD aussieht, nachdem Rot – Grün – Multikulti von Spitzenpolitikern beider Parteien als Gescheitert bezeichnet wurde.
    Ich favorisiere weder ProKöln noch lehne ich ihn ab. Die Tatsache, dass ein derartiger Verein mit einer derartigen Destination exisitiert und sich einer gewissen Popularität erfreut ist für mich Anstoss, die eigene Parteipolitik zur Integration zu überdenken. Und zwar weniger auf Merles Stammtischniveau.
    Rechte Parteien oder das Ausblenden linksradikaler sind keine Lösung.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.