foto by: wuerml

Die nordrhein-westfälische CDU will jetzt die totale Video-Überwachung an öffentlichen Plätzen und insbesondere an Schulen. Die Landespartei will sich für entsprechende Gesetzesänderungen, die den Einsatz von Kameras erleichtern sollen, auch gegen den Willen ihres Koalitionspartners FDP einsetzen, meldet die dpa. Das kündigte der Generalsekretär der NRW-CDU, Hendrik Wüst, heute in Düsseldorf an.

Also, Freunde, hört den Rat eines erfahrenen Menschen, der es gut mit euch meint: Spickzettel künftig in Word auf 8-Punktschrift ziehen und mit Tesa von innen an der Kleidung anbringen. Obwohl – vielleicht lässt die CDU ja demnächst Nacktscanner einsetzen…


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10 Kommentare

  1. Bluesman 21. Januar 2009 · 13:49 Uhr

    Es geht doch bei der Videoüberwachung um den ständig steigenden Vandalismus nach dem Unterricht den Schulen.Ich arbeite selbst an einer Grundschule.Alle 2 Wochen werden da Fensterscheiben eingeworfen und/oder eingebrochen.Die Scherben liegen dann morgens auf dem Pausenhof rum, die Kleinen verlezen sich regelmäßig.Von den Kosten will ich garnicht reden.Es geht hier weniger um Big Brother sondern darum diese Hirnis dingfest zu machen.Ich frage mich wann die SPD mal in der Realität ankommt.

  2. Martin Büto 21. Januar 2009 · 14:03 Uhr

    Big Brother is watching you! Ja ja, immer wieder dieses leidige Thema! Auf der einen Seite zu verstehen, wegen Verbrechensbekämpfung, Schwerpunktüberwachung, und, und, und, auf der anderen Seite fragt man sich doch, ob der Mensch in diesem Staat überhaupt noch irgendwas unbeobachtet machen kann. Dass das ganze jetzt auch noch auf Schulen ausgeweitet werden soll halte ich allerdings für fraglich. Hat nicht jeder Schüler das Recht sich frei zu entfalten? Wie soll er das noch in einem Überwachungsstaat?

    Das solche Vorschläge immer gerade von denen kommen, die aus der 68er Generation stammen, und damals sich wirklich frei entfalten konnten. Bzw. von denen, die meinen mit solchen Vorschlägen bei den Oberen der Politik gute Stimmung machen zu können. Manchmal stellt sich einfach die Frage, ob in der Politik überhaupt noch an die Menschen an sich gedacht wird, oder nur noch an die eigene Laufbahn.

    In Zeiten, wo wir eh schon überall überwacht werden, bzw. persönliche Daten einfach nicht mehr sicher sind, wir mit einer globalen Wirtschaftskrise zu tun haben, frage ich mich echt, ob die CDU NRW nix besseres zu tun hat als sich Gedanken darüber zu machen den Menschen in eine „freien“ Demokratie noch mehr zu überwachen. Sollte man nicht erstmal damit anfangen, das Innenpolitische System zu erneuern, und effektiv zu überarbeiten, bevor man sich Gedanken macht, ob man unbedingt sehen muss, wo Herr Müller oder Herr Meier einkaufen geht. Wir haben weißgott andere Probleme.

  3. Martin Büto 21. Januar 2009 · 14:11 Uhr

    Bluesman, das kann ich auch nachvollziehen, absolut, da ich selbst mehrere Praktika an Schulen gemacht habe. Aber, ist dann wirklich noch eine freie Welt in der wir leben?

    Und, frage ist, ob man dann nicht eventuell einmal investiert, und das Schulgelände einzäunt, um sowas zu vermeiden. Ich denke mal, dass solche ständigen Überwachungsmaßnahmen einfach nicht nötig sind.

  4. kee 21. Januar 2009 · 17:44 Uhr

    Tja irgendwie glaub ich die CDU (unter Frau Merkel) will Deutschland zur 2ten DDR machen. Es wird ja immer schlimmer. Und unser Innenminister will auch immer mehr von uns wissen. Weg mit dennen!

  5. Bluesman 21. Januar 2009 · 20:30 Uhr

    @Marin Büto:Ich sag mal so:Schön wärs.Ne Umzäunung haben wir doch schon an der Schule(wird drübergestiegen bzw.zerstört).Fast jede Woche findet der Hausmeister Spritzen , Patronenhülsen, und all so einen Schrott.Ich lebe in Duisburg.Die Schule liegt jetzt noch nicht einmal in einem wirklichen Problemviertel.Während des Schulbetriebs ist eigendlich alles relativ gesittet.Der Punkt ist aber das ab nachmittags und am Wochenende das Schulgelände als Drogenumschlagplatz und Abenteuerspielplatz der älteren Brüder unserer Schüler genutzt wird, obwohl ca.1 km weiter ein Baggerlochgelände sich anbieten würde diese „Jugendsünden“ abzufeiern.Wird aber nicht genutzt.Wahrscheinlich fehlt denen da der Kick etwas zu zerstören bzw. dabei erweischt zu werden.Ich bin der letzte der willkürliche Überwachungsmassnahmen befürworten würde, ich sehe aber keine andere Möglichkeit dem ganzen Einhalt zu gebieten.

  6. Martin Büto 22. Januar 2009 · 0:21 Uhr

    @bluesman….Kann ich verstehen! Dann aber nur außen und nicht im Schulgebäude!

  7. Bluesman 22. Januar 2009 · 7:02 Uhr

    @Martin Büto
    Das seh ich auch so, ich glaube das war ist aber auch nicht geplant.Das würde ja auch nichts bringen.Es geht ja nicht darum die Schüler beim schummeln zu beobachten.So wie ich das in den Medien verfolgt habe geht es um öffentliche Plätze und Schulhöfe, und das aus den von mir beschriebenen Gründen.

  8. Mr. Booze 23. Januar 2009 · 12:47 Uhr

    Videoüberwachung führt nicht zu mehr Sicherheit.

    http://www.heise.de/newsticker/USA-Ueberwachungskameras-bedingt-effizient–/meldung/121616

    Man beachte den Satz „im Umkreis von 30 Metern…“
    Wieviele Kameras müsste man nun also auf jedem Schulhof aufstelen? Wieviele Schulen gibt es in NRW? Wieviele Kameras wären es dann insgesammt? (Schnellrechner bitte vortreten)
    Und noch was: Wer wertet all diese Bilder aus?

    Vielmehr sollte man sich überlegen, warum dieser Vandalismus zugenommen hat, wenn es denn so ist. Ob es richtig war, in den vergangenen Jahrzehnten sozialen Kahlschlag zu betreiben, Angebote für Kinder und Jugendliche tot zu sparen, die Gesellschaft fast vollständig zu ökonomisieren, und die Kinderarmut per Gesetz zu verdoppeln.

  9. Ulli Müller 23. Januar 2009 · 13:01 Uhr

    Ja Freunde,
    wehret den Anfängen
    Kameras sind keine Lösung für soziale Probleme. Dienen evetuell auch schwerpunktmäßig dazu Film- und Bildmaterial für ‚Blöd‘ und artverwandte Fernsehnachrichten zum Anheizen der Stimmung zu liefern.

    Wie wärs, fangen wir mit ner vernünftigen offenen Begrünung, keine Regenwaldplantagen, die alles verdecken, … an!

    Weniger Überwachungsstaat, denn der kostet das Geld, was an allen Ecken, siehe auch Brooze, fehlt.

  10. Bluesman 23. Januar 2009 · 13:41 Uhr

    @Ulli Müller:Also unser Schulhof sieht jetzt nicht aus wie das Dschungelcamp,sondern ist asphaltiert.Dahinter befindet sich eine große Spielwiese mit ein paar Spielgeräten.
    Der vordere Schulhof ist ebenfalls asphaltiert.
    @Mr.Booze:Es würden also 2 Kameras reichen incl.Bewegungsmelder, da die Kameras ja erst nach Schulschluss aktiviert werden müßten.
    Was den sozialen Kahlschlag anbetrifft kann ich dir nur Recht geben,aber den hat die CDU nur zu einem geringen Teil mit zu verantworten.

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