foto by: Garik Lawson Asplund

Die Grünen verantalteten jüngst ihren Bundesparteitag in Dortmund – und luden BloggerInnen via twitter ein, daran teilzunehmen und darüber zu bloggen. Was ja an sich modern und aufgeschlossen ist, wurde auch kritisch betrachtet, weil sich die Blogger zu diesem Zweck in Hotels haben einladen lassen und auch die Anfahrt bezahlt bekamen. Westpol hatte das Ganze am Sonntag in einem Beitrag nochmal ausführlich auf dem Schirm.

Manch einem, etwa David Schraven von den ruhrbaronen, ist das Verfahren übel aufgestoßen: „Die Grüne Partei will Blogger kaufen“, schreibt er bei den ruhrbaronen. David Schravens kritische Aufmerksamkeit ist sicher angebracht. Hier geht es um Unbestechlichkeit und Unabhängigkeit der eigenen Meinung, die sich Bloggerinnen und Blogger zugute halten.

Allerdings: wurde hier nicht auch auf diese Weise Leuten, die keine Grünen-Deligierte sind, die Möglichkeit gegeben, ’so etwas‘ mal mitzumachen? Und man würde manchem Blogger und mancher Bloggerin sicher Unrecht tun, sie jetzt auch in ihrer Meinung für käuflich zu halten…

Etwas klebrig wirds, wenn besagte scheinbar unabhängige Blogger sich dann als Grüne outen, wie David Schraven es dokumentiert. Die Grünen hätten sicher gut daran getan, grüne bloggende Parteimitglieder auf ihrer Seite sauber von Gast-Bloggern abzugrenzen.

Grundsätzlich finde ich bezahlte Fernreisen von Wirtschaftsjournalisten insgesamt verdächtiger. Aber sicher bewegt man sich hier entlang einer Grenze, die es behutsam auszuloten gilt. Dies hier ist allerdings auch ein Partei-Blog, und, ja, hier wird nicht ehrenamtlich publiziert. Ich schlage eine ausführliche Auseinandersetzung in den Kommentaren vor.

Also: Sollten sich Bloggerinnen und Blogger von Parteien zu Veranstaltungen einladen lassen?

Diskussion:

Westpol WebTV

50hz

Wohl die kritischste Auseinandersetzung: Ruhrbarone/David Schraven, hier nochmal , und da

Und hier die vertretenen Blogger:

Korbis Blog

Tagesschaum

Die Welt ist Scheiße

Bastian Dietz (Blogmaschine)

Wir sind im Garten

Auch berichtet haben über die BDK u.a.:

Coffee And TV

Pottblog


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22 Kommentare

  1. Julian 26. Januar 2009 · 17:55 Uhr

    Ich finde, ja, als Blogger darf man bezahlt werden. Und in dem Fall mit der BDK der Grünen gehe ich noch einen Schritt weiter: Hotel/Verpflegung, ist das mindeste was einem zusteht. Wenn nicht sogar noch mehr.

  2. Lukas 26. Januar 2009 · 20:05 Uhr

    Ich war beim letzten Grünen-Parteitag dabei, so viel Zeit muss sein.

    Ansonsten bin ich der Meinung, dass man das machen kann, wenn man es transparent darstellt (sonst hätte ich es nicht gemacht), finde das mit den eingeladenen Parteimitgliedern diesmal aber auch ein bisschen kritischer. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass beim ersten Mal keine grünen Parteimitglieder dabei waren.

  3. Dürfen Parteien Blogger bezahlen? » Pottblog 26. Januar 2009 · 20:43 Uhr

    […] Blog der nordrhein-westfälischen SPD stellt sich und den Lesern die Frage Dürfen Parteien Blogger bezahlen? und greift damit ein eigentlich schon abgestandenes Thema […]

  4. David Schraven 26. Januar 2009 · 21:40 Uhr

    Wie gesagt, ich denke nein.

  5. Jens 26. Januar 2009 · 22:31 Uhr

    Selten einen so einseitigen Bericht wie bei Westpol gesehen.

    Naja, wenn man schon eine vorgefasste Meinung hat, ist es wohl eher hinderlich, wenn man andere Aussagen noch adäquat erwähnen würde.

  6. Bluesman 26. Januar 2009 · 22:35 Uhr

    Bekommt denn der Blogger Sascha Lobo nur Sachleistungen von der SPD?

  7. Dirk 27. Januar 2009 · 8:20 Uhr

    Mich hat die Diskussion ja bereits im letzten Jahr schwer iritiert. Wahrscheinlich hätte ich das ähnlich wie die Grünen gemacht. Und ich hätte mir nichts dabei gedacht, außer: schön dass Blogger mal wertgeschätzt werden. Wie bei den Journalisten auf Landesebene hätte ich damit nicht die Erwartung verknüpft, dass man wohlwollender berichtet. Das tun sie nämlich nicht.
    Ich hätte… – jetzt bin ich sensibilisiert.
    Den Westpol-Beitrag fand ich -vorsichtig formuliert- schwierig. Es gibt im Moment wegen Obama ein plötzliches ( und wahrscheinlich kurzfristiges) sehr großes Interesse der klassischen Medien am Thema „Politik und Internet“. Da entstehen, wie im Hessen-Wahlkampf, mitunter recht bizarre Geschichten, bei denen man den Eindruck bekommen könnte, dass auch nicht jeder Journalist das Ding mit dem Internet so richtig durchdrungen hat. Am Westpol-Beitrag hat mich ein wenig die unterschwellige Haltung gestört: wir die echten und guten Journalisten, da die Blogger, die sich von der Politik „kaufen“ lassen. Ich freue mich auf den nächsten Beitrag zum Thema „regionale Medien, Anzeigenschaltung und Häufigkeit der redaktionellen Berichterstattung“.
    Mein persönliches Fazit: schön, dass es Blogs und Blogger gibt. Ich habe nämlich was gelernt.

  8. Chajm 27. Januar 2009 · 8:40 Uhr

    Vielleicht kommt es darauf an „wie”. Die Grünen haben das offen ausgeschrieben, (scheinbar) nicht nach Mitglied und Nichtmitglied oder Sympathisant und Nichtsympathisant unterschieden und wohl keine inhaltlichen Vorgaben gemacht. Sie haben das Hotel bezahlt und praktisch Berichterstattung geködert, aber keine „rein positive” Berichterstattung erkauft. Darin liegt der Unterschied. Es wäre verwerflich, wenn sich eine Gruppe „unter der Hand” Einflussnahme erkauft.

  9. Till 27. Januar 2009 · 17:05 Uhr

    Vorneweg: ich bin Grüner, und ich blogge selbst. Insofern bin ich wahrscheinlich extrem voreingenommen. Ich sehe jedenfalls noch immer nicht, was der Kern des ganzen Problems sein soll. Grüne Parteitage sind per se erstmal öffentlich: insofern kann von dort jede/r selbstbezahlt bloggen, wer das möchte. Die „Blogtickets“ – also die Ausschreibung der Möglichkeit, mit Unkostenerstattung über den Parteitag zu bloggen, und auch ein bißchen Kontakt zu „wichtigen Leuten“ + Infrastruktur zu bekommen – finde ich eine nette und sympathische Sache. Wer es nicht mag, muss sich ja nicht dran beteiligen.

    Es gibt einen ganz einfachen Test der moralischen Verwerflichkeit dieses Vorgehens: wenn in den beteiligten Blogs nur Lobgesänge auf Grüne zu finden wären, dann würde das auf einen fiesen PR-Trick hindeuten (bis hin zu: Partei tut so, als würde sie unabhängige BloggerInnen einladen und schreibt dann via Pressestelle, falls jemand zuviel Paranoia mit sich rumschleppt).

    Ein Blick in die Blogs zeigt, dass das nicht so ist. Es wird eine ganze Menge kritisiert und rumgemeckert. Es wird auch dargestellt, was jeweils persönlich gefallen hat. Insgesamt ergibt sich ein ziemlich rundes Bild des jeweiligen Parteitags.

    Ob auch grüne Mitglieder GastbloggerInnen sein dürfen? Eigentlich spricht nichts dagegen, ich muss allerdings sagen, wenn ich mir die Ergebnisse anschaue, dann sind die Nichtgrünen deutlich spannender: da wird aus der Distanz heraus einiges sichtbar, was bei Grünen vielleicht doch eher in einem blinden Fleck liegt. Jenseits der PR-Selbstbeschreibung der Partei und der anders fokussierten eigenen Parteitagserfahrung (und der sensationslüsternden Medien, wenn ich das mal so platt sagen darf) liegt damit im besten Fall eine Art naive Ethnographie des Parteitags vor, ein kritisches Spiegelvorhalten. Und das kann im besten Fall auch Grünen ganz neue Aspekte über die eigene Partei eröffnen.

    Ich kann mir vorstellen, dass ähnliches so gehandhabt werden kann, dass nachher nur grün-nahe oder sonstwie („Geld“, dann aber wohl mehr als Zugfahrt + Hotel) der Partei sympathisch gemachte BloggerInnen PR-Mist ausspucken. Das wäre aber sofort erkennbar, würde zu deutlich heftigeren Debatten als dieser führen, und ist die beiden Male, die es das Gastbloggen bisher gab, m.E. nicht vorgekommen.

    Mein Vorschlag zur Güte: wenn die Bundeszentrale für politische Bildung schlau ist, dann entreisst die der Partei Bündnis 90/Die Grünen jetzt dieses Projekt und macht daraus ein eigenes Ding, ein politisches Bildungsprojekt, bei dem via Bewerbungsverfahren ausgewählte BloggerInnen vermittelt und finanziert über die BpB als neutraler Instanz an Parteitage aller großen Parteien teilnehmen können. Davon würde ich mir eine spannende bürgernahe Parteitagsberichterstattung mit Aufklärungsaspekt über das Innenleben der Parteien erhoffen (gerade auch über das Eigenleben der Anderen).

  10. greensocial 27. Januar 2009 · 17:26 Uhr

    BloggerInnen erheben ja häufig quasi-journalistischen Anspruch. Und wenn sie, mit Pressebefugnissen ausgestattet, als presseaähnliche Personen von einem Parteitag berichten, so sind sie meines Erachtens mit (Bürger-)Journalisten gleichzusetzen. m.E. sind BloggerInnen ausdrücklich keine Klasse neben „Besuchern“ und „Presse“, sondern fügen sich in die Gruppe der Berichterstatter ein. Denn als Pressevertreter wird ein Blogger nur eingeladen werden, wenn er ein ausreichend qualifiziertes Niveau besitzt – und dann ist er bereits dem Bereich der Presse zuzuordnen.

    Dann müssen sich die BloggerInnen allerdings auch entsprechend verhalten – dass ein der Objektivität verpflichteter Journalist sich von einer Partei zum Parteitag ins Hotel einladen lassen würde, erscheint undenkbar.
    Ein quasi-journalistischer Blogger sollte das auch tun.

    Die entscheidende Frage ist ja, inwieweit Blogger sich mit journalistischen Kriterien messen lassen (können, dürfen, sollen, müssen).

    Ich habe das für mich so gelöst: In meinem Blog erkenne ich den Pressekodex an, siehe hier: http://greensocial.wordpress.com/about

    Damit lasse ich mich an genau solchen Kriterien der Objektivität messen – und deswegen nicht zur Parteinahme beeinflussen.

    Gruß aus Hamburg,
    Martin

  11. Bastian Dietz 27. Januar 2009 · 17:28 Uhr

    Als einer der 5 Blogger, über die da diskutiert wird, möchte ich 3 Dinge tun:
    1. Danke sagen für die Unterstützung und die sachliche Diskussion in all den Kommentaren – nicht nur hier.
    2. Hier nicht nochmal etwas zum Thema schreiben. Meine Einschätzungen habe ich bereits auf der Politikmaschine zusammengefasst.
    3. Etwas korrigieren, was oben falsch ist (außerdem sind die Links falsch gesetzt):
    Pottblog & Coffee And TV waren keine offiziellen BDK-Blogger.
    Tagesschaum, Die Welt ist Scheiße, Korbis Blog, Wir sind im Garten und die Politikmaschine sind waren die „offziellen“ Blogs.

  12. Politikmaschine » Die BDK ist vorbei: eine kurze Rückschau 27. Januar 2009 · 17:39 Uhr

    […] ich dazu leider noch einmal Stellung beziehen (Update, 27.01.09 Diskussionen gibt es auch bei der NRWSPD und bei […]

  13. Dirk 27. Januar 2009 · 18:15 Uhr

    @ Bastian Dietz: Danke für die Hinweise. Ich habe die Links aktualisiert und die Blogs ergänzt/umgestellt.

  14. Jens 27. Januar 2009 · 22:56 Uhr

    @Bastian und Dirk:

    Coffee & TV und mein Blog (das Pottblog) waren sehr wohl „offizielle“ BDK-Blogger – von der BDK 2008 in Erfurt.

  15. AT 27. Januar 2009 · 23:24 Uhr

    Wenn sie der jeweiligen Partei nahestehen, warum nicht? Oder fragst Du eher nach der Moral?

  16. Claudia 28. Januar 2009 · 1:05 Uhr

    Liebe Mitlesende,

    zum letzten grünen Parteitag in Erfurt hatte ich mich, nach Aufruf dazu von unserer BGS in Berlin, als Bloggerin beworben. Bekam jedoch eine Absage, da ich zu „grünnah“ sei. Also bewarb ich mich diesmal erst gar nicht.
    Doch dann wurde via facebook moniert, dass eine 100%ige Männerquote bei den Bloggern herrschen würde. Es hatte sich diesmal nicht eine Frau beworben… Also nahm ich kurzerhand mein Notebook und setzte mich zu den netten Herren der Schöpfung. Unter http://www.claudia-Laux.over-blog.de bloggte ich dann und hatte viel, viel Spaß dabei! Hotel und Fahrtkosten (Kosten insgesamt knapp unter 100 €) werde ich meinem Kreisverband (verzicht-)spenden. Als offizielle BDK-Delegierte habe ich nämlich Anspruch auf Kostenerstattung. Mich hat also niemand „eingekauft“ zum bloggen. Während der drei Tage konnte ich die fünf anderen Blogger näher kennenlernen, keiner von ihnen bekam eine Vergütung seiner Tätigkeit. Die reine Kostenerstattung von Fahrt- u. Übernachtungskosten finde ich mehr als angemessen und richtig! Verpflegen mussten sich die 5 selber, auch sonst gab es keinerlei Sonderbehandlungen durch die Partei, oder kleine Geschenke. Also war KEIN Blogger eingekauft!!!
    LG Claudia

  17. David Schraven 28. Januar 2009 · 15:47 Uhr

    Ich frage mich auch folgendes:

    Warum soll man Bloggern die Reise und die Übernachtung bezahlen. Ist das nicht einfach zuviel.

    Ich hab für mich selber so eine Richtschnur gezimmert. Erstmal halte ich mich an die heute üblichen Kodizes. Wie bei der WAZ oder bei der Welt etwa.

    Dann frage ich mich, was würde ich einem Fremden schenken, ohne dafür mindestens Dankbarkeit zu erwarten. Wenn ich jemanden einen Kaffee spendiere oder ein Stück Kuchen. Das ist egal, das merk ich nicht. Oder einen Tramper mitnehmen. Mein Gott. Kleinkram.

    Wenn ich aber jemanden ein Hotel spendiere und eine Bahnfahrt, dann ist das mehr. Das mach ich nicht so aus der hohlen Hand heraus.

    Für die SPD: Warum erleichtert ihr nicht einfach Bloggern den Zugang zu Parteitagen? Vereinfacht die Akkreditierung? Macht ihnen einen eigene Bereich frei, meinetwegen kann man auch eine WIFI-Verbindung bereitstellen. Das ist doch alles OK und Normal.

    Wozu das Hotel und die Reise? Das ist zuviel.

  18. David Schraven 28. Januar 2009 · 15:50 Uhr

    Ich frage mich auch folgendes:

    Warum soll man Bloggern die Reise und die Übernachtung bezahlen. Ist das nicht einfach zuviel.

    Ich hab für mich selber so eine Richtschnur gezimmert. Erstmal halte ich mich an die heute üblichen Kodizes über sauberes arbeiten. Wie etwa bei der WAZ oder bei der Welt .

    Dann frage ich mich, was würde ich einem Fremden schenken, ohne dafür mindestens Dankbarkeit zu erwarten. Wenn ich jemanden einen Kaffee spendiere oder ein Stück Kuchen. Das ist egal, das merk ich nicht. Oder einen Tramper mitnehmen. Mein Gott. Kleinkram.

    Wenn ich aber jemanden ein Hotel spendiere und eine Bahnfahrt, dann ist das mehr. Das mach ich nicht so aus der hohlen Hand heraus.

    Für die SPD: Warum erleichtert ihr nicht einfach Bloggern den Zugang zu Parteitagen? Vereinfacht die Akkreditierung? Macht ihnen einen eigene Bereich frei, meinetwegen kann man auch eine WIFI-Verbindung bereitstellen. Das ist doch alles OK und Normal.

    Wozu das Hotel und die Reise? Das ist zuviel.

    Klug finde ich, was Achim Meißner zum Thema gesagt hat. (Das war der Blogger, der sich entschieden hat, das geschenkte Hotel und die Reise nicht von den Grünen anzunehmen und trotzdem zum Parteitag gefahren ist.) Er trifft den Nagel in Bezug auf die Abhängigkeit ziemlich auf den Kopf:

    Achim Meißner schreibt: „Ich löhne viele dinge selbst, weil ich mir so durchaus meine eigene unabhängigkeit aufrecht erhalte. damit meine ich nicht irgendeine von aussen motivierte abhängigkeit, sondern schlicht meine einstellung zu vielen dingen. zahlen andere für mich, fühle ich mich auch verpflichtet, schon aus höflichkeit. zahle ich selbst, kann ich immer zu jeder zeit hinter allem stehen, eben auch, wenn ich früher abzischen würde, weil man z.b. als blogger bei so einem parteitag irgendwo in die ecke gestellt wird.“

  19. Jens 28. Januar 2009 · 22:23 Uhr

    David, ich weiß das klingt fieser als es gemeint ist:

    Für die SPD: Warum erleichtert ihr nicht einfach Bloggern den Zugang zu Parteitagen? Vereinfacht die Akkreditierung? Macht ihnen einen eigene Bereich frei, meinetwegen kann man auch eine WIFI-Verbindung bereitstellen. Das ist doch alles OK und Normal.

    Wenn Du recherchiert hättest, wüßtest Du, dass das geschieht…

  20. David Schraven 29. Januar 2009 · 12:33 Uhr

    Hi Jens,

    ich weiß, dass das vieles in Ansätzen ausprobiert wird.

    Aber vielleicht kann man noch mehr machen? Und kann man es spannender machen? Mit einem Bloggerforum? Mit einem Hintergrundkreis für Blogger? Eben mit Dingen, die Blogger ernst nehmen? Genauso ernst, wie man Journalisten nimmt?

    Muss man deswegen auch Hotels bezahlen und Bahnfahrten? Nein.

    Es gibt vieles, was noch nicht gemacht wird.

    Lass mich den Gedanken mit dem Hintergrundkreis mal weiterspinnen.

    Es könnte doch möglich sein, Bloggertreffen in Essen zu organisieren, mit Beteiligung von Hannelore Kraft, in dem alle Blogger fragen können, was sie wollen.

    Man könnte das gleiche in Düsseldorf machen. Im Landtag, im Kraftraum – vor dem Parteitag.

    Dort könnte man Orientierung geben, was die SPD NRW will, warum sie auf die Kohle setzt im Wahlkampf und die dazugehörende Kampagne.

    Man könnte ähnliche Treffen auch von Parteigliederungen machen lassen. Zum Beispiel könnte Mike Groschek mal im Hintergrund was sagen. Wie er sich das vorstellt, mit den Linken und der SPD. Rein strategisch. Was geht und was nicht geht. Und zwar vor dem Parteitag.

    Auch einer der führenden OB könnte was dazu sagen, was sie von der Perspektive der SPD in NRW halten. Wer aufsteigend ist, wer absteigend.

    Wenn man solche Runden vor Parteitagen macht, dann könnten sich die Blogger auf dem Parteitag orientieren und wüssten Bescheid.

    Dann wäre es nicht nötig Hotels und Bahnfarten zu bezahlen, weil die Leute dann, wenn sie berichten, aus eigenem Interesse mit eigenen Erkenntnissen berichten würden. und dazu könnten sie noch was zu den Hintergründen sagen und müssten nicht an der Oberfläche kleben bleiben.

    Grüße David

  21. Dennis Blog (Regierungslos bis 2009) » “Gekaufte” Blogger 29. Januar 2009 · 13:53 Uhr

    […] Auslagen zahlen dürfen ist nicht beendet. Sie hat sich nur von den Ruhrbaronen ins Blog der SPD NRW verlagert. „Ausgerechnet dahin“ könnte man schmunzeln. Muß man aber nicht. […]

  22. Jens 30. Januar 2009 · 20:55 Uhr

    @David:
    Das klingt wirklich gut, wenn die Parteien (hier wäre in diesem Blog als erstes die SPD angesprochen) sowas machen würde.

    Also NRWSPD’ler hier – wie seht ihr das?

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.