Nachdem der obligatorische Feierabendstau auf der A52 überwunden war, kamen wir gestern Nachmittag rechtzeitig auf der SPD-Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Das Neue Jahrzehnt“ in der Zeche Zollverein in Essen an.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Heimat Metropole“ und wer wäre besser geeignet über Metropolen zu diskutieren als der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, obwohl wie man natürlich ein wenig hört,  „dit ja keen Einjeborner is“. Aber trotzdem kompetent. Genauso gut geeignet war für dieses Thema auch der Veranstaltungsort, nämlich die „Zollverein School„, ein modernes Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Zeche.

Zum Zuhören und Zuschauen hatte sich denn auch eine größere Zahl von interessierten Bürgern eingefunden.

Zum Start der Veranstaltung, die übrigens von Hajo Schumacher moderiert wurde, hielt Klaus Wowereit ein Impulsreferat darüber, was „Heimat Metropole“ für ihn bedeutet und welche Probleme, aber auch welche Chancen sich in Zukunft für die Metropolen bieten.

Die Rede von unserem Mann im Roten Rathaus drehte sich vor allem um die Themen Demografischer Wandel, Bildungspolitik, Strukturpolitik und Integration.

Klaus Wowereit sagte in seiner kurzweiligen Rede, dass die Zukunft sich vor allem in großen Städten abspielt, forderte aber auch, dass die Städte mit ihren heute vorhandenen Problemen von Ländern und Bund nicht alleingelassen werden. Er forderte, dass die Bürger aktiv am Entwicklungsprozess der Städte beteiligt werden sollen.

Klaus Wowereit wies darauf hin, dass es Aufgabe der Politik ist, für alle Menschen die Chance auf vernünftigen Wohlstand und vernünftiges und würdiges Altern zu bieten.

Zum Schluss seiner Rede sagte er, dass wir in der Bildungspolitik für gemeinsames Lernen kämpfen müssen.

Im Anschluss an die Rede von Klaus Wowereit, die von den Gästen mit sehr viel Applaus bedacht wurde, folgte ein moderierter Talk mit drei gut gelaunten Politikern, Frank Baranowski (Oberbürgermeister von Gelsenkirchen), Jürgen C. Brandt  (Oberbürgermeisterkandidat der SPD Duisburg) und dem Gast aus der Hauptstadt, Klaus Wowereit.  Das Publikum hörte den dreien bei ihren Statements aufmerksam zu und geizte auch hier nicht mit Applaus.

Danach gab es für die Anwesenden noch die Möglichkeit, ihre eigenen Fragen an die Politiker zu richten und diese Möglichkeit wurde von vielen wahrgenommen, so konnte zum Beispiel eine Schulklasse ihre Fragen loswerden. Und wo wir gerade eben über den Verkehr im Ruhrgebiet geschrieben haben, erkundigte sich ein Bürger auch, warum der ÖPNV in Berlin soviel besser funktioniert als im Ruhrgebeit.

Zum Schluss der Veranstaltung gab es dann für die Gäste noch die Möglichkeit zu kurzen Gesprächen und Fotos mit den drei Politikern, die ebenfalls von vielen Gästen genutzt wurde, die sich vor allem gerne mal mit „Wowi“ fotografieren lassen wollten.

Insgesamt war es also ein sehr gelungener Abend mit drei gut aufgelegten Politikern, einem gut aufgelegten Moderator und zum Schluss sogar noch Brezeln für alle Gäste.

 

UPDATE : Klaus Wowereit gab der NRZ noch ein Interview zum Thema „Heimat Metropole“, das ihr hier findet


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