foto by: Metaphox

Und wieder einmal gibt es etwas neues von der „Pleiten, Pech und Pannen“-CDU in Köln.

Nachdem der Noch-Oberbürgermeister Fritz Schramma ja in der letzten Woche schon öfters seinen Unmut über seine Partei geäußert hat, sah er sich gezwungen, dies in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ noch einmal zu bekräftigen.

In diesem Interview sagt Schramma, dass er sich, nachdem ein Zeitungsbericht das Abrücken des CDU-Landesverbandes vom Kölner Oberbürgermeister publik gemacht hatte, bemüht habe, seinen Landesvorsitzenden zu erreichen, aber trotz vieler Anläufe nur mit dem Referenten hätte sprechen können. Dies war für ihn dann der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, so Schramma weiter. Er sagt, dass sich Jürgen Rüttgers bis heute nicht bei ihm gemeldet hätte.

Um seine Schuldzuweisungen abzurunden, kritisiert Schramma auch seine Spitzenbeamten, die sich seiner Meinung nach ihm gegenüber illoyal verhalten hätten. Er behauptet, dass sich fünf seiner Dezernenten gegen ihn gewandt hätten und es so schwierig sei, die Verwaltung zu beherrschen.

Wenn Schramma jedoch schon selbst zugibt, die Stadtverwaltung nicht im Griff zu haben, wäre es dann nicht besser, den Platz zu räumen für jemanden, der die Verwaltung in den Griff bekommt?


Du kannst die Kommentare zu diesen Artikel durch den Kommentar-Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

3 Kommentare

  1. Jens 11. April 2009 · 11:33 Uhr

    Er tritt doch schon nicht mehr an. Was würde es jetzt bringen, wenn er kurz vor dem Wahltermin (wann auch immer?) zurücktritt?

    Wäre wahrscheinlich mit mehr Kosten verbunden…

  2. Martin 19. April 2009 · 10:51 Uhr

    Denke auch, dass sein Abgang bevorsteht ist gut, die paar Tage im Amt schaden nicht mehr. Ist ja eh wahlkampf…

  3. the Zonk 30. April 2009 · 14:28 Uhr

    Schramma hatte bescheuerte PR -Berater…

    er hätte – wie einst Schröder in Sachsen, oder wo bzw. was der so hat fluten lassen, um die Wahl zu gewinnen – mit offenem Hemdkragen in irgendeinem „praktischen“ Outfit die Einsturzstelle besuchen sollen… Bauhelm auf… dann um 5 Uhr Morgens gleich den Leiter des Sozialamtes mit Blaulicht und Bullerei antanzen lassen – an die Einsturzstelle – damit der unbürokratisch den Überlebenden sofort neuen Wohnraum, Klamotten, Nahrung, Zuversicht etc verschaffen kann… Um 7.oo wäre der Staatsanwalt an der Einsturzstelle von Schramma gebeten worden, sämtliche Akten im Bauamt mit richterlicher Verfügung und „Genehmigung“ Schrammas´ zu beschlagnahmen, den Leiter Bauamt hätte Schramma sofort suspendieren müssen… weil das vertrauensverhältnis erschüttert wäre… und er hätte Strafantrag gegen die KVB stellen müssen…
    Journalisten hätten geführt Zugang zur Einsturzstelle bekommen, damit die Massnahmen durch entsprechende Bilder auch medial Wirkung gezeigt hätten…
    Schramma hätte einen sofortigen Baustopp aller KVB – Baustellen verfügen müssen… Expertenkommissionen blabla… bei der Untersuchung der angrenzenden Häuser ist die Presse mit der Cam vor Ort… Motto: und immer schön die Schreibdeppen der Medien dabei. Später dann die Opferbesuche… der Gedenkgottesdienst am offenen Loch… eine Buchdoku, deren Erlös für die Opfer wäre… persönlich überreicht… die Verspätungen der KVB durch den generellen Baustopp als heldenhafte Prävention feiern… Schramma entschuldigt sich an den Haltestellen persönlich bei den Pendlern für die Verspätungen im Namen der Sicherheit… Nix Anzug, sondern offener Hemdkragen… nix Fernsehstudio sondern Interview am kölschen Graunt Sieroh… kein „Wir werden prüfen“, sondern ein „ich habe entscheiden, ich habe gehandelt“

    Ich wette ne Kiste feinsten Schampus: Schramma wäre auf jahre hinaus unanfechtbar im Amt gewesen!

    So sollten wir dem PR -Berater von Schramma ne lebenslange Mitgliedschaft und ein Kistchen Havannas anbieten. Unser bester Mann in Köln! :-)

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.