Ja, so langsam laufen sich die Parteien warm für die Bundestagswahl und es werden Unterschiede deutlich. Die Union zerlegt sich in der Diskussion, ob es möglich ist, gleichzeitig Schulden wieder abzubauen und massiv Steuern zu senken. Für Normaldenker eher nicht …  

Dieter Althaus bei Berlin direkt

Die Aussagen von Dieter Althaus in der Sendung „Berlin direkt“ jedenfalls sind bemerkenswert. Für die einfachen Arbeitnehmer Steuern zu senken und sie für Spitzenverdiener moderat zu erhöhen. das sei der falsche Weg ist sich der noch amtierende Ministerpräsident Thüringens sicher – mal schauen, ob das die zahlreichen Spitzenverdiener im Freistaat goutieren.

Hmmm … Die SPD will den Spitzensteuersatz von 45% auf 47% erhöhen für alle, die als Single 125.000 Euro Jahresgehalt oder als Verheirate mehr als 250.000 Euro verdienen. Dafür soll der Eingangssteuersatz auf 10% sinken, das entlastet kleine und mittlere Einkommen. Ich finde das richtig.

Aber man kann natürlich, z.B. wenn man Guido Westerwelle heisst, auch dagegen sein und den Untergang des Abendlandes hinaufbeschwören. Nur: Dann wäre es auch schön, wenn man zugeben würde, dass der Spitzensteuersatz unter der letzten FDP-Regierung nicht nur bei 47%. sondern bei sagenhaften 53% gelegen hat – und nicht etwa bei 250.000 Euro für Verheirate griff, sondern schon bei rund 90.000 Euro.


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Ein Kommentar

  1. the Zonk 2. Juni 2009 · 18:57 Uhr

    Unter Bezug auf den Artikel in der Wirtschaftswoche- Online vom 02.06.2009

    http://www.wiwo.de/politik/wie-steinbrueck-die-rechtssprechung-aushebelt-398484/

    kann ich nur festsellen, dass die Steuerpolitik unter Steinbrück, der hier in NRW abgewatscht wurde, eine riesige Baustelle im Wahlkampf werden wird – grösser, als sie es ohnehin schon ist.

    Würde ich von Peer Steinbrück einen Gebrauchtwagen kaufen? Antwort: Nein.

    Den Titel Rechtsbrecher, verliehen in einem seriösen Wirtschaftsmagazin trägt er meiner Meinung nach zu Recht. Und wer sich fragt, warum ich das so sehe, der soll einmal auf seinen Steuerbescheid schauen oder darauf schauen, wieviele Prozesse gegen Steuerbehörden zur Zeit Steinbrücks angestrengt werden. Wer die Rechtslage und die entsprechenden Verfahren kennt, der weiss, wieviele Prozesse den Recht „abgetrickst“ werden und wieviele Bürger mit einem Unrecht leben müssen. der Bund der Steuerzahler belegt dies oft, gilt aber als Rufer in der Wüste…

    Steinbrück trägt ausschliesslich zum negativen Image der SPD bei. Von daher, lieber Dennis, halt den Ball flach! Mit dem Mann ist kein Staat zu machen!

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.