Jens Schmülling, stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender der CDU-Bergkamen, möchte nicht, dass die Bergleute in seinem Wahlkreis zur Kommunalwahl gehen. Es könnte ja sein, dass sie nicht die CDU wählen. Diese, doch sehr offene Mitteilung, veröffentliche Herr Schmülling auf seinem Twitteraccount.

“Samstag 250 Flyer in meinem Wahlkreis verteilt, hoffe habe die richtigen Haushalte angesteuert und die Bergleute nicht zum wählen annimiert!”

Twitteraccount von Jens Schmülling

[update - 27.08.2009] Nachdem diese Nachricht auch in den “realen” Medien aufgegriffen wurde, ist der Account nun geschlöscht worden.

[update - 31.08.2009] Jens Schmülling hat in seinem Wahlkreis über 8 Prozentpunkte verloren und kommt nur noch auf knapp 23 Prozent.

Diesen Artikel mit anderen teilen

  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • email
  • FriendFeed
  • MisterWong.DE
  • MySpace
  • PDF
  • Technorati
  • Tumblr
  • Twitter

Du kannst die Kommentare zu diesen Artikel durch den Kommentar-Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben oder einen Trackback auf Deiner Seite einrichten.

6 Kommentare

Kommentar schreiben!
  1. Jens Schmülling 25. August 2009 · 15:16 Uhr

    Etwas aus dem Zusammenhang und absichtlich falsch verstehend, könnte man das so interpretieren. Ist aber natürlich falsch! Es geht in der Meldung ausschließlich um zielgruppenorientierten Wahlkampf. Bergleute gehören, wie Sie wissen, nicht unbedingt zum Kernwählerpotential meiner Partei! Aber verbreiten Sie ruhig Ihre Fehlinterpretationen auf Ihrer Seite, Halbwahrheiten und Verleumdungen gehören, wie so oft im SPD Wahlkampf, wohl zum Handwerk!

  2. the zonk 25. August 2009 · 17:12 Uhr

    Gibt eh nur noch Kumpels in Rente im Revier, und natürlich Müntes greise Bergmannschöre.

    Da haut doch keiner mehr im Berg rum, bis auf so ein paar Vorzeigehacker.

    Schmülling macht den Fehler, Randgruppen nicht zu bewerben und “wir” – also Christian – glauben noch an die Zechenromantik.

    Insofern ist die Meldung unerheblich. Nachrichtenwert: Null!

    Glück ab!

  3. Andre Rocholl 29. August 2009 · 14:59 Uhr

    @ the Zonk

    also so eine Antwort ist null wert!

    Bergkamen war vor nicht mal 15 Jahren eine gigantische Bergbaustadt. Und es gibt sehr wohl noch viele Kumpels, die Untertage schufften und die in Bergkamen leben.
    Und es gehört zur Kultur von uns Bergkamenern, genau wie die Bayern Ihre Kultur pflegen und Stolz darauf sind, sind viele von uns auch Stolz auf Ihre Wurzeln.

  4. the Zonk 31. August 2009 · 2:17 Uhr

    @ Andre

    Also erstens:
    Die paar Hauer, die hier noch die gigantischen Subventionen rechtfertigen sollen, sind zahlenmässig eine unbeachtliche Grösse.

    Zweitens:
    Ich gehe mit Dir konform, dass Hauer stolz auf ihre Arbeit und die dazugehörigen Wurzeln sein können.

    Allerdings wurde dieser – berechtigte – Bergmannsstolz in NRW seit den 70er Jahren durch Subventionspolitik angekratzt.

    Die Franzosen und die Belgier haben es uns vorgemacht, wie man unrentablen Bergbau und die dazugehörigen Regionen umstrukturiert.
    Die alten Kumpel wurden in allen Ehren entlassen, die mittelalten in andere internationale Bergbrauprojekte gesteckt und die jungen entweder umgeschult oder so hoch qualifiziert dass sie in jeder Gegend der Erde jedes nur erdenkliche Loch buddeln können.
    Die Reginonen wurden gezielt “umgebaut”, und aus den einst kargen Gegenden wurden Dienstleistungsgegenden bzw. Regionen mit hoch spezialisierter Industrie.

    Einzig die deutsche Politik nahm den Kumpels die Würde und den Stolz, eine solide Arbeit zu erbringen – für einen fairen Preis. Die Chance, etwas aus einer einstigen Bergbauregion mit einer trans- europäischen Verkehrsanbindung (A2) zu machen und Menschen eine Arbeit in Würde zu geben, wurde hier im Ruhrgebiet voll vertan.
    Aber dolle Filmprojekte hatten wir ja, zB in Oberhausen :-) – klasse subvetioniert.

    Also was die Hauer angeht, so gehen wir beide ein Stück denselben Weg, wobei ich finde, dass sie von der Politik jedweder Coleur gut ver@rscht worden sind im Vergleich zu ihren Kollegen im europäischen Ausland.
    Nochmal: Hauer aus dem Pott können arbeiten, da kann sich manch einer `ne Scheibe von abschneiden!

    Drittens:
    Schnmülling setzt auf zielgruppenorientierte Ansprache und selektive Zielgruppenauswahl. Machen wir auch. Also ist an der Meldung NICHTS dran. Lies zB. Althaus “Kampagne!” – Bücher (Dr. Marco Althaus ist der “Kampagnie – Idee – Erfinder und brachte Schröder wahlkampfmässig nach vorne). Oder andere Einsteiger – Literatur zum Thema Wahlkampf/ Wahlkapmpfstrategie. Also mach mal das, was Merle, Dirk & diese anderen Blog – Konsorten stets an Literatur vermieden haben. Dann siehst Du: Nix dran an der Meldung.

    Drittens:
    Ich empfinde es als einen Anachronismus so wie gleichermassen auch als einen Antagonismus, wenn sich Müntefering mit einem Bergmannschor zeigt. Verhonepippelt diejenjgen, denen die SPD mit der Subvention die Würde genommen hat. den bergleuten. Die Zeiten der Zechenromantik sind vorbei.

    Wieviele Zechenkumpels haben WIR als SPD denn noch als Zielgruppe zu bewerben?

    In diesem Sinne, André: Glück ab!

  5. the Zonk 31. August 2009 · 2:20 Uhr

    Nachbrenner:

    Mach aus dem zweiten Drittens ein erstes Viertens. ok?

  6. Bergkamen - Blog - 25 Aug 2009 18. September 2009 · 16:32 Uhr

    [...] CDU-Bergkamen will nicht die Bergleute vertreten – Weblog der NRWSPD [...]

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir spammen nicht und geben Deine E-Mailadresse nicht an Dritte weiter. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Diskussionsregeln. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars erkennst du unsere Diskussionsregeln an.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben's auf.