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Programmhinweis: Cosmo TV, Samstag, 05. September 2009, 09.00 – 09.30 Uhr (Wdh.)

Eine Sendung des WDR-Fernsehens nimmt sich jetzt eines Themas an, das in den Medien nicht sonderlich präsent ist: Das Integrationsmagazin „Cosmo TV“ stellt einen Krefelder Kommunalpolitiker vor, der sich für das politische Engagement von Migranten interessiert. Hans-Michael Höhne-Pattberg begann, Nachforschungen über die politische Herkunft von in der CDU und Jungen Union engagierten Menschen mit türkischem Migrationshintergrund anzustellen. Seine Recherchen ergaben: Überdurchschnittlich viele Migranten, die der CDU angehören oder sich für sie einsetzen, fühlen sich der türkisch-nationalistischen Gruppierung „Graue Wölfe“ verbunden – so bezeichnen sich die Anhänger der türkischen „Partei der Nationalistischen Bewegung“ (Milliyetçi Hareket Partisi), kurz MHP.

Die MHP sieht die Türkei als von finsteren Mächten bedroht: So schreibt ihr Parteivorsitzender Devlet Bahceli laut Übersetzung bei Wikipedia in einem Grußwort, es seien „Machtzentren am Werk, die die Türkei einerseits von außen umzingeln, andererseits von innen in die Krise führen und ideell zerstören wollen„. Und: „Man will die Institutionen, die unsere nationale Identität ausmachen, einzeln zerstören. Es werden immer mehr Ansichten ausgebreitet, die neben unserer Existenz als Nation und die materiellen Elemente unserer Einheit auch unsere ideellen Werte, unseren Glauben, unsere Sprache, Geschichte, Kultur und Kunst angreifen.“ Ja dann. Die Grauen Wölfe wollen denn auch zum Schutze ihrer Nation ein Großtürkisches Reich errichten, das sich vom Balkan über Zentralasien bis nach China erstrecken soll. Das Symbol der MHP sind passenderweise die drei Halbmonde, die angelehnt sind an die Fahne der Okkupationstruppen der osmanischen Besatzungsarmee.

Die MHP und die Grauen Wölfe werden in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet. Ihnen wird die Förderung von Parallelgesellschaften vorgeworfen.

Zur Nähe von Sympathisanten der Grauen Wölfe zur CDU (oder umgekehrt) sehe man den Beitrag des WDR-Fernsehens.


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