Es ist 12:23 Uhr in Duisburg. Die Wahlkampfveranstaltung hat gerade begonnen und alle warten gespannt auf den Auftritt des Hauptredners, unseres Kanzlerkandidaten Frank Walter Steinmeier.

Die Stimmung ist ähnlich wie das Wetter, es hellt sich immer mehr auf und alle Teilnehmer sind noch aufgewühlt von den Entgleisungen des Herrn Ministerpräsidenten Rüttgers. An einen Ausrutscher glaubt hier niemand.

Inmitten der vielen BKA Mitarbeiter und weiteren Sicherheitskräften der Polizei tauchen überall rote T-Shirts und Plakate auf, die zu Recht eine zentrale Botschaft verkünden: „Sozial und Demokratisch“ ist in NRW nur eine Kraft und die ist rot!

Der Kundgebungsort (Landschaftspark-Nord) ist gut gewählt und füllt sich zusehends. Wie ein Symbol für den Wandel stellt sich die Bühne vor die ehemaligen Hüttenwerke. Der Wandel und vor allem der Aufschwung nach der noch zu überstehenden Krise ist nur durch Frank Walters „Deutschlandplan“ machbar und die ökologische Industriepolitik der SPD machbar. Auf der Bühne wird gerade genau dieser Plan von den Rendern gelobt.

Die Spannung auf Steinmeiers Auftritt wächst zusehends.

Im Gegensatz zu vielen anderen Parteien, wird hier Klartext geredet. Die Steuerversprechen der CDU sind nicht haltbar, was die FDP will, weiß sie wohl selber nicht und wenn sie es weiß, dann sagt sie es nicht.

Einen klaren Kurs gibt es nur mit der SPD, auf vielen Plakaten kann man es lesen: „Wir machen Wahlkampf und Sie Frau Merkel?“

13:00 Uhr: Auftritt von Hannelore und Frank-Walter:

Hannelore hält eine starke Rede und erinenrt an Rüttgers Kampagne „Kinder statt Inder“. Eine soziale und solidarische Gesellschaft kann es unter jemanden, der Rumänen beleidigt und Chinesen „würgen“ will, nicht geben. Ihre Rede wird vom Publikum dankbar aangenommen und mit viel Applaus belohnt. Nächstes Jahr wird es den Wechsel in NRW geben, denn „wir haben die Kraft und die Kraft wird da bleiben, wo auch das Herz ist – in der SPD“.

Der Wind wird stärker als Frank-Walter das Podium betritt.

„Es gut um 82 Millionen Menschen und die Weichenstellung für das kommende Jahrzehnt bei dieser Wahl“, ruft er dem applaudierendem Publikum zu. „Wer nicht bereit ist, aus der Krise die richtigen Lehren zu ziehen, der wird uns auch nicht aus diesem Schlamassel herausführen können.“ Frank-Walter stellt die Wahlziele sehr deutlich vor: Wir kämpfen für eine gerechte Gesellschaft, mit fairen Löhnen, einer guten und kostenfreien Bildung für alle und natürlich auch für eine gute Umweltpolitik mit der Beibehaltung des Atomausstiegs. Das geht nur mit der SPD.

„Ich brauche euch aber dieses Land braucht eine starke SPD“, ist seine zentrale Botschaft und sein letzter Satz, als er das Podium unter dem Beifall der Menschen verlässt.


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6 Kommentare

  1. blog.unkreativ.net » Von der kritischen Distanz 6. September 2009 · 9:19 Uhr

    […] ich mir die Berichte über Steinmeiers Besuch in Duisburg anschaue und dabei auf den Bericht im NRW-SPD-Blog stoße. Klar, man darf hier natürlich nichts Besonderes erwarten, denn die wollen ja für sich […]

  2. the Zonk 7. September 2009 · 5:57 Uhr

    Ich finde es gut, dass Frank Walter „Klartext“ redet.

    Nur so kann endlich dieses Gerücht aus der Welt geschafft werden, das er 4 Mio neue Jobs versprochen hat.

    Richtig ist, dass er ja nur gesagt hat, dass in der Öko- Technologie im weitesten Sinne bis zu 4 Mio neue Jobs drinstecken.

    So kann ihm gottseidank keiner von „den Anderen“ nachsagen, er hätte etwas versprochen, was nicht haltbar ist!

    Und wer behauptet, dass z.B. die Solartechnik nicht mehr in Deutschland fertigen will, sondern bereits in Teilen nach Asien auswandert, oder wer sagt, man solle zu niederen Zwecken der Gewinnabsicht in chinesische Alternativ- Energie- Firmen investieren, indem man deren Annteile kauft, der hat bestimmt die klassischen Wahnvorstellungen, mit denen unsere Gegner ja so überreich gesegnet sind. Oder ist schlicht ein dreckiger Lump, ein gewissenloser Verräter, also ein Defätist, der in unserer Partei nichts mehr zu suchen hat.

    Wir sind die moderne SPD. Wir versprechen nichts, was die anderen auch nicht halten können. Reichtum für alle!

  3. the Zonk 7. September 2009 · 6:36 Uhr

    Nachbrenner, diese Glosse muss ich noch loswerden.
    Ist halt zu niedlich geschrieben, das Ding hier:

    12:23 in Duisburg.

    Wahlkampfauftakt. (Der durchschnittliche Genosse merkt nichts. = Hommage an XY Ungelöst)

    Wären keine BKA- Beamte, Polizisten oder andere Sicherheitskräfte vor Ort, würden die ca. 2-500 SPD- Mitglieder etwas verloren auf dieser Kundgebung wirken. So herrscht Ruhe im Glied. Schliesslich soll alles ja korrekt vonstatten gehen.

    Rüttgers (wenn ich den bashen will, so polemisch- korrekt, dann schreibe ich nicht „Herr Ministerpräsident Rüttgers“, mein junger Paduan André = Hommage an Star Wars) beherrscht als Erster die roten Massen mit seiner Entgleisungs- Show. Die Bahn macht mobil – vielleicht auch seinen Sessel?

    Der Kundgebungsort ist super gewählt. Ein demokratisches Prinzip ist verwirklicht worden: Platz für alle! Endlich eine Kundgebung, bei der man nicht neben Hauern der 7. Sohle oder alt- 68ern stehen muss, deren ökologisch naturreine Achselnässe politisch korrekt in den Augen beisst. So wird aus Richtung Riech- Tung, die klar erkennbar als Wolke an Merkel vorbeigeht.

    Man kann es förmlich riechen: Die SPD ist auf Kur, verzeihung: auf Kurs.

    13:00 Uhr: Hannelore betritt kraft- voll die Bühne. Auch sie riecht: nichts (Hommage an xy – ungelöst)

    Doch dann ist Frank Walter dran. Seine Winde fegen durch die Halle. Gleich fühlt sich das Auditorium als eine geschlossene homogene Gemeinschaft geeint.

    Rethorisch geschickt befreit er die Chinesen aus ihrem Würgegriff und kümmert sich um die Rinder der Kinder der Inder.

    82 Mio Menschen will er mit seinen Winden umwehen, damit sie ökologisch korrekt mit Bio- Gas statt mit Atomstrom ihre Laptops zum Bloggen befeuern und ihre Elektroautos (zB von Opel) vorheizen können. Methanfurzende Kühe, CO2 in der Tasche – Frank hats, und der Walter macht auch heuer richtig was her.

    Vor dem Ende der Kundgebung richten Frank und Walter noch Grüsse von Ullala Schmidt aus: Alle Teilnehmer mögen bitte vorsichtig in ihren oder nichtihren Dienstwagen nach Hause fahren, denn Ulla ist mal wieder besorgt um die Volksgesundheit. Sie kann aber nicht persönlich mit ihrem Dienstwagen kommen, da sie einen Betrug aufdecken muss: wieder einmal haben die Ärzte was eingesteckt, weil ihnen die Kohle ja „zusteht“! Und diese Sauerei muss eine andere werden, dafür wird Ullala schon glaubwürdig sorgen.

    Den „Wind of Change“ in der Nase, das Herz im „Linken“ Lager verlassen die Genossinnen und Genossen die Kundgebung um 13:47 die Stätte, mit stolzgeschwellter Brust, wobei Erstere hier mit demokratisch ausgeprägter optischer Differenzierung glänzen können. Letztere denken vielleicht an Hape Kerkeling: „Yes, weekend!“

    Oder rechnen, mit wieviel Netto vom Brutto sie ihre Familien nach der Wahl noch ernähren können. Reichtum für alle – So geht´s! Da kann Frank was von lernen und Walter auch!

    Junge Genossinnen und Genossen verlassen den Ort mit nagelneuen Autos, die ihnen ihre satturierten Alt- 68er- Eltern eben für eine Teilnahme an solchen Kundgebungen aus Protest gekauft haben.

    Glück ab!

    (Wo war der Bergmannschor, oder hat nur Münte auf den ein Recht?)

  4. Unterschichtsangehöriger ohne Mindestlohn 7. September 2009 · 13:55 Uhr

    Was für ein geiler Propagandatext.
    Sozial und demokratisch ist die SPD..
    Soso..

    Die Partei, die mit Gasprom-Schröder Arbeitnehmerrechte abgebaut und Hartz4 eingeführt hat, ist SOZIAL.

    Jaja..

    Sozial ist, was Arbeit schafft. (Zeitarbeit für 6,50 zum Beispiel)
    Nur wer Arbeit hat, sollte etwas zu essen haben. (und wenn es nur Konservenbohnen sind)
    Es ist unfair, Parteien an ihren Wahlversprechen zu messen. (Deutschlandplan zum Beispiel)

    Glaubt Ihr wirklich der eigenen Propaganda oder sind das nur Lügen für das Wahlvieh ?

    Ich glaube dem Münte und halte euch für unwählbar.

    Den Rest der verlogenen, machtgeilen Lobbyparteien übrigens auch.

  5. Ruedi Brosi 24. August 2010 · 17:11 Uhr

    Hallo Herr Steinmeier.
    Sie sind ein exzellenter Politiker.
    Meine absolute Hochachtung, die Nierenspende an Ihre Frau! Hut ab.Wir wünschen Ihrer Frau und Ihnen gute Genesung!
    Nicht nur Politiker,nein auch Mensch mit Herz und Charisma.
    Wir waren soeben wieder in Berlin und Hamburg,an der Ostsee Hanse Sail,einfach schön.
    Viel Erfolg
    Grüße aus der Schweiz.

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