Moderne Wahlkämpfe kommen (spätestens seit dem Hype um Barrack Obamas Wahlkampf) nicht mehr ohne das Web 2.0 aus. Vorbei sind die Zeiten, in denen noch mit einer Polaroidkamera auf der Straße mit einem gemeinsamen Bild um die Stimme gebuhlt wurde (außer im Saarland und dort nur noch aus nostalgischen Gründen), vorbei die Zeiten, wo vor allem auf Hausbesuche und Stände in Fußgängerzonen gesetzt wurde!

Es lebe das Internet mit Emails, Foren, Blogs, flickr & twitter, podcasts & Piraten… aber es regt sich Widerstand, allen voran die CDU.

Die Christdemokraten machten anscheinend ihren konservativen Idealen alle Ehre, indem sie eine ganze Ortschaft von Telefon und Internet befreiten – mit einem einfachen Wahlplakat. Durch Aufstellen des Plakates wurde eine Hauptleitung gekappt, was viel effizienter ist, als sich mit den neuen Kommunikationsformen intensiv zu beschäftigen.

Nachdem die CDU ein großes Wahlplakat aufgestellt hatte, kann nun im Idyllischen Pfalzdorf wieder auf herrlich altmodische Art und Weise um die Gunst der Wählerinnen und Wähler gebuhlt werden. Und weil die Telekom das Plakat nicht einfach so entfernen darf, dürfen die Anwohnerinnen und Anwohner diese Insel der nostalgischen Ruhe schon seit fast zwei Wochen genießen, da die Gesetzeslage in diesem Fall sehr verzwickt sei.

Da helfen auch die vielen Beschwerden und die gefühlte Ohnmacht der Betroffen nichts, leider. Weder bei der CDU noch bei der Telekom scheint der Bürgerprotest wirklich anzukommen – ein Schelm, wer böses dabei denkt.


Du kannst die Kommentare zu diesen Artikel durch den Kommentar-Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

Kommentare sind geschlossen.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.