Archiv: Januar 2010

Herzlich Willkommen beim blog.nrwspd.de! Wir haben uns einiges überlegt, manches geändert, anderes beibehalten und freuen uns über das Ergebnis.

Was ist alles neu?

Wir möchten, dass die Artikel des Weblogs wirklich das Wichtigste sind. Daher erhalten sie den zentralen Raum auf der neuen Site. Blogroll, Navigation und Kategorien rücken ans untere Ende der Seiten. Die Artikel lassen sich nun auch viel einfacher mit Freunden teilen: Kleine Buttons ermöglichen es, die Beiträge in den Sozialen Netzwerken weiterzugeben. Das neue Design lehnt sich gestalterisch an den neuen Auftritt von www.nrwspd.de an. Und auch Twitter ist eingebunden: Auf der Startseite kann man sofort die aktuellste Twitter-Nachricht der NRWSPD sehen.

Und wir haben uns neue Verhaltensregeln überlegt. Sie sind hier nachzulesen. Vor allem wollen wir eine ernsthafte und respektvolle Diskussion führen – miteinander.

In den Beiträgen möchten wir persönliche Eindrücke schildern und „Alles was zwischendurch passiert“. Über welche Artikel, Blogs oder Videos sind wir gestolpert, was hat uns bewegt? Alles mit der herzlichen Einladung, zu kommentieren! Wir wollen miteinander diskutieren, uns interessiert, was unsere Leserinnen und Leser denken, was sie bewegt. Teilt uns Eure Meinung mit.

Neu in unserem Team ist auch Thorsten Matolat. Treue Leserinnen und Leser kennen Thorsten bereits: Er war 2005 schon mal als Mitarbeiter im Wahlkampfteam dabei und wurde damals mit dem Blog-Virus infiziert. Zwischenzeitlich war er für die Bundes-SPD in Berlin tätig. Ab Januar 2010 ist er wieder in NRW an Bord.


foto by: alasam

Es ist so: Wenn man bei der CDU einmal etabliert ist, kann man noch so viel Mist bauen – man fällt immer auf die Füße. Vielleicht wird man mal ein wenig gerügt, damit die Öffentlichkeit zufrieden ist. Aber innerhalb der in Stein gemeißelten Machtstrukturen greifen in der CDU alte Treue-Bündnisse. Hinter geschlossenen Türen schlägt man sich krachend auf die Schulter und sichert sich zu, stets weich zu fallen.

So geschieht es jetzt mit Ex-Bau- und Verkehrsminisgter Oliver Wittke: Er bekommt einen guten Listenplatz 7 auf dem silbernen Tablett serviert (Aachener Nachrichten und WAZ von heute). 2005 besetzte der Gelsenkirchener noch Platz 10 der Landesliste. Rüttgers und die CDU scheinen sich nicht weiter an Wittkes diversen Unanständigkeiten zu stören. Sein Abloosen als Verkehrsminister mit 109 km/h in der 50-Zone, sein “Ich kann auch mit Doofen”, seine unangemessenen Äußerungen über Amtskollegen, Marktvorteile für seinen neuen Arbeitgeber durch Insiderinformationen – bei der CDU alles verjährt.

Verkehrsminister Wittke wird im November 2008 bei massiver Geschwindigkeitsüberschreitung innerhalb einer geschlossenen Ortschaft geblitzt und muss seinen Lappen abgeben. Am 11. Februar 2009 tritt er deswegen von seinem Ministeramt zurück – Rüttgers rügt ihn öffentlich. Im Juni des Jahres wird dann bekannt,


foto by: MenkuiRuiz

Dass er derart auf Granit beißen würde, hat er sich wohl vorher nicht gedacht: Jack Onkelbach ist Schulleiter der Gemeinschaftshauptschule Kirschhecke in Mönchengladbach. Als solcher gab er zusammen mit seinem Stellvertreter Werner Blug eine nicht ganz ernst gemeinte Stellenanzeige in der Rheinischen Post auf – auch um seinen Schülern eine anschauliche Lektion in Zivilcourage und heilsamer Frechheit zu erteilen. Doch die nordrhein-westfälische Schulministerin, Barbara Sommer, bürokratisch manifestiert im Präsidenten der zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf, briet ihm eins drüber: Onkelbach und Blug müssen sich einem Disziplinarverfahren stellen. Warum?

In der satirischen Stellenanzeige Anfang Dezember suchte der Schulleiter eine neue Schulministerin: “Wir wünschen uns eine Führungspersönlichkeit [...] mit der Fähigkeit, für uns junge Mitarbeiter zu gewinnen und sie – auch mittels Leistungsanreizen – zu coachen”. An Onkelbachs Hauptschule gibt es wie vielerorts zu wenige Lehrer. Besonders bitter stieß dem Kollegium auf, dass vier bereits zugesagte Stellen vor Kurzem wieder gestrichen wurden – und dass zu einem Zeitpunkt, nachdem die Schule gerade auf Ganztagsbetrieb umgestellt hatte. Eine peinliche Panne für die Bezirksregierung. Deshalb schalteten die Pädagogen die Anzeige – und lösten damit ein kafkaeskes Feuerwerk der Bürokratie aus:


Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.