
foto by: Jsome1
Mit dieser Rede, die die CDU NRW ihren Kandidatinnen und Kandidaten für die Landtagswahl diktiert, will Rüttgers den Menschen Angst machen. Beim wir-in-nrw-blog ist sie als Dokument hinterlegt. Der Autor Theobald Tiger zerfetzt sie genau und sorgfältig. Pflichtlektüre! Grrr!
foto by: Frank Jakobi
“‘Sehen wir uns heute abend im Kraftraum?’ Will der mich veräppeln?” schreibt Klaus Scheffer im Landtags-Blog des WDR. Was sich dahinter verbirgt und wie für Landtagsjournalisten Leibesübungen zum festen Bestandteil ihres Arbeitsalltages wurden, ist hier nachzulesen!
Herzlich willkommen beim Live-Blog aus Schwerte. Das Waldrestaurant “Freischütz” ist rappelvoll und wir sind in gespannter Erwartung auf Hannelore Kraft, Sigmar Gabriel und Lokalmatador Norbert Römer.
Die versammelte Presse hat die Bleistifte gespitzt, die Laptops aufgeklappt und ist schreibbereit. Die Halle heizt sich langsam auf und alle warten gespannt darauf, dass es endlich losgeht. Um 18.00 Uhr ist es soweit.
Übrigens findet ihr uns auch live auf Twitter. (ohne #; einfach nach nrwspd suchen)
19:43 Uhr und Ende: Die Dixieband spielt und ich komme zum Fazit: SPD ist gut, CDU bekommt am 9. Mai den Hintern versohlt. Glück auf!
19:38 Uhr: (Die Menge ruft “Hannelore, Hannelore .”)
(Standing ovations mit Sigmar Gabriel, Norbert Römer und Hannelore Kraft auf der Bühne)
19:37 Uhr Sigmar Gabriel: “Wir wollen, dass der Einzelne etwas aus seinem Leben machen kann. Wir wollen das das Leben offen ist. Wir stehen für eine Gesellschaft, in der der einzelne Verantwortung für das Ganze übernimmt und sich dabei trotzdem selber verwirklichen kann.”
19:34 Uhr Sigmar Gabriel: “Die Falschen kriegen die Steuergeschenke.”
19:31 Uhr Sigmar Gabriel: “Die Verursacher der Krise müssen auch für die Folgen zahlen. Wir brauchen eine Finanzmarktsteuer.”
19:28 Uhr Sigmar Gabriel: “Hart arbeitende Menschen müssen uns an ihrer Seite wissen.”
19:26 Uhr Sigmar Gabriel: “CDU läuft lieber Atom-Lobbyisten hinterher als neue und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen.”

Vor vier Jahren, am 27. Januar 2006, starb er. Seinen politischen Werdegang begann Johannes Rau als Wuppertaler Juso. Er war Stadtverordneter und Oberbürgermeister, dann Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, schließlich, ab 1999 und bis 2004, nahm er das Amt des Bundespräsidenten ein. Wenige Politiker prägten Nordrhein-Westfalen so wie Johannes Rau. Für seine Politik war soziale Gerechtigkeit der Leitgedanke, die tiefe Überzeugung, dass jeder Mensch unabhängig von seiner sozialen Herkunft die gleichen Chancen im Leben haben müsse. Johannes Rau wurde in Berlin auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beigesetzt, nachdem die Hauptstadt ihm und seiner Familie nach Wuppertal zur zweiten Heimat geworden war.
Sein Todestag jährt sich 2010 zum 4. Mal. Jetzt kamen Familienangehörige, Freunde, aber auch politische Wegbegleiter Raus an seinem Grab zusammen, um seiner zu gedenken. Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel legte mit Raus Witwe Christina Rau einen Kranz nieder. Auch die Vorsitzende der NRWSPD, Hannelore Kraft, war anwesend. Jüngst bei der Eröffnung einer Fotoausstellung über Rau im Düsseldorfer Landtag erinnerte sie im Januar an Johannes Rau und sein Erbe: “Johannes Rau hat sein Leben als Christ und Sozialdemokrat gelebt, und aus diesen Quellen hat er seine Kraft bezogen.”
SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks und der ehemalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering, einstmals Minister im Kabinett von Johannes Rau, sowie Manfred Stolpe, langjähriger Ministerpräsident von Brandenburg, nahmen ebenfalls an der kleinen Andacht teil.

Zum Nachlesen und -denken ein kleiner Auszug aus einer Rede, die Rau am 16. Dezember 1985 in Ahlen gehalten hat:
“Ich wünsche mir Sozialdemokraten, die zu Risiken für die Nächsten bereit sind und dabei nicht an Macht und Vorteil denken. Für mich ist die Welt nicht aufgeteilt in Rote, Schwarze, Grüne, Farblose. Unsere Welt besteht aus Menschen, aus Gesunden und Kranken, aus Glücklichen und Unglücklichen, aus Jungen und Alten, aus Einsamen und Geselligen, aus Frauen und Männern. … Vertrauen und Unterstützung erhalten wir … nur, wenn wir den Menschen durch unser Tun beweisen, dass sie uns glauben können, dass unser Wirken für ihr alltägliches Leben wichtig ist. Es bleibt dabei: Das Ideal meiner Politik ist es, das Leben der Menschen im Laufe der Jahre ein Stückchen menschlicher zu machen.”