Achtung, die Handwerker kommen! Um Punkt halb eins mittags war es soweit: Wo andere den nächsten Sponsoring-Plan aushecken oder in ihrer Mittagspause ihre politischen Süppchen auslöffeln, wird bei der SPD in die Hände gespuckt. Vier kräftigte Männer standen schon vor dem Parteihaus in Düsseldorf bereit, die Klamotten schmutzig, die Ärmel hochgekrempelt. So muss das sein.

Und wo vier kräftige Männer sind, ist auch die Arbeit meist nicht weit. Mit etwas Abstand und einigen Durchatmern kann ich euch bereits an dieser Stelle sagen: Ich hätte nicht gedacht, dass Parteiarbeit so anstrengend sein kann. Doch kein Schweißtropfen ist zu viel für die SPD…

„Einmal anpacken, bitte“ – schnell war klar, dass heute einmal meine Qualitäten als Handwerker und Muskelpaket (schmunzel) gebraucht werden. Manchmal sind vier Männer eben einer zu wenig. Also ‘ran an die Buletten.

Holzplatten, Tische, Stühle, Handwerkskoffer – alles sollte mit rauf. „Wo rauf?“ So ganz klar war mir noch nicht, wohin, und vor allem was das Ganze eigentlich sollte. „In die vierte Etage“ – der Satz, der mir schon ganz allein Schweißperlen auf die Stirn zauberte. Na dann mal los! Zum Aufzug ist’s ja nicht weit. Und groß genug ist der bestimmt auch.

War er nicht.

80 Treppenstufen und einige Krämpfe in den Armen weiter (zugegeben: so ein Muskelpaket bin ich dann doch nicht) waren wir da. Vierte Etage. Presseabteilung. Mein neues „Zuhause“, dort, wo meine kreativen Ideen aus den Synapsen sprießen. Doch nicht nur mein neues Zuhause: Hier, zwischen Computer, Stuhl und Kühlschrank, soll wohl in Kürze etwas entstehen. Was? Da fragst du den Falschen. Ich sage nur: Top secret! Jedenfalls wollte mir keiner so recht sagen, was denn nun Sache ist. Ein Vortrag? „So ähnlich.“ Eine Pressekonferenz? „Nicht wirklich.“ Eine neue Sitzecke? „Wäre schön.“ Ich soll mich überraschen lassen.

Nach gut einer Stunde, in der ich diese Zeilen in die Tasten gehauen habe, schlich ich mich mal in Richtung Bohrmaschinen-Geratter und riskierte einen neugierigen Blick hinter die eifrige Baukulisse: „…und dann gibt’s das Rinderfilet Godesberger Art…“ Rinderfilet Godesberger Art? Nun bin ich endgültig verwirrt. Aber lassen wir die wilden Spekulationen an dieser Stelle. Es scheint auf jeden Fall etwas Leckeres zu werden…


Du kannst die Kommentare zu diesen Artikel durch den Kommentar-Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

Kommentare sind geschlossen.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.