Ich muss zugeben, liebe Düsseldorfer, an meinem ersten SPD-Mitarbeiter-Tag in eurer Stadt musste ich mich etwas an die Eigenheiten einer solchen Metropole gewöhnen. Laut, unübersichtlich, groß, so war das erste Zwischenfazit meinerseits. Zu meiner Verteidigung muss ich allerdings anführen, dass ich als Wittener diese Dimensionen auch nicht gewohnt bin. Ob das wohl was werden würde mit uns beiden – Düsseldorf und mir?
Nach dem heutigen Tag glaube ich wieder fest an eine gemeinsame Liebe!
Als ich mir um Viertel nach zwei meine Mittagspause gönnte, schlenderte ich zunächst zur Sparkasse und zog mir 50 Euro, um die gähnende Leere in meinem Portmonee zu beseitigen. Ohne Moos ist eben nix los, auch nicht in der Landeshauptstadt oder, liebe Düsseldorfer? So gut, so unspektakulär. Dann sollte das Glück aber auf mich einprasseln!
Auf dem Weg zum Markt kam ich an einem Kiosk vorbei. Und der hatte noch genau ein Exemplar von meiner Lieblingszeitschrift! Jippie! Die Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen, war die doch schon im Wittener Bahnhof ausverkauft. Naja, wenn man in diesem Bereich arbeitet, muss man eben über alles informiert sein. Im Zweifelsfall auch über die besten Frühstücksgelegenheiten in Düsseldorf. Man weiß ja nie.
Als bescheidener Mensch war ich schon glücklich wie ein Kind. Doch dann das: Beim bezahlen tippte mir ein Mann auf die Schulter und zeigte hektisch auf den Boden: „Ihre zehn Euro!“ Geistesgegenwärtig bückte ich mich und hob „meinen“ Geldschein auf. Natürlich bedankte ich mich artig. Nach einem ungläubigen Blick in mein Portmonee stellte ich fest: Ja, ich hatte gerade wirklich meine zehn Euro gefunden, die ich noch gar nicht verloren hatte. Der eigentliche Besitzer war schon lange über die Berge, also entschloss ich mich, den Geldschein in meine Obhut zu nehmen. So ein Glück hat man ja nicht alle Tage, oder?
Auf dem Rückweg zur Kavalleriestraße kam ich schließlich an einem Lotto-Laden vorbei. Kurzerhand entschloss ich mich das Gefundene gleich wieder zu investieren – hoffentlich in die sechs richtigen Zahlen. Als ich die Laden-Tür wieder hinter mir schloss, stand sie auf einmal vor mir – meine Traumfrau! Groß, blond, mit einem süßen Lächeln auf den Lippen. Und dann schaut sie mich auch noch so nett an. Das kann doch alles nicht war sein, oder? Ich gebe zu: Angesprochen habe ich sie nicht. Aber wer weiß, vielleicht ist sie ja Mittwochabend die Lottofee im Ersten. An so einem Tag ist alles möglich! Und alles Dank der Mitarbeit bei der SPD…
Düsseldorf, ich mag dich!
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Ich freue mich hier zu lesen, dass es noch junge Menschen gibt, die sich für die SPD einsetzten.
Als kleiner Junger Mann habe ich damals noch erlebt, wie wir hier in Castrop nach dem Krieg das Parteiheim aufgebaut haben und in der letzen Zeit war mir doch manchmal etwas mulmig, wenn plötzlich alle auf die SPD geschimpft haben.
Mit der Hannelore wird das aber schon werden, ich zumindest hab hier bei meiner Skatrunde im Altenheim schon “Kräft”-ig Werbung gemacht.
Glück auf!
Euer Bruno Tiches
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