Heute Morgen, Ankunft im Büro. Alle weg. Nur wohin!?

Im Erdgeschoss, wo es die kostenlosen 2GB-USB-Sticks gibt, da hab ich die KollegInnen und Kollegen schließlich gefunden. „Wo steckst Du denn schon wieder?“, heißt es aus der Runde. Noch bevor ich den „Jo, war gerade noch…“-Satz zu Ende führen konnte, fährt mir die ansonsten doch so nette Kollegin mit einem „Junge, setz dich, der Mike spricht“ in die Seite. Mike – das ist NRWSPD-Generalsekretär Michael Groschek. Und der kommt dann auch relativ zügig durch den Raum gesaust, um dort auf einer Pressekonferenz vor den versammelten Politik-Journalisten die „erste Welle“ der Plakatkampagne vorzustellen. Der Inhalt der PK kann man mit drei Groschek-Worten kurz zusammenfassen.

„Sofa“: Das war in den letzten Jahren am Wahltag viel zu oft rot gefärbt. Durch rote Menschen. Weil viele heimische Wohnzimmerpassagiere zuletzt nur im Konjunktiv sozialdemokratisch gewählt haben. Es fehlte ihnen der Antrieb. Die Wähler hatten ihre Gründe. Das wird mit Hannelore Kraft und ihren Themen diesmal aber anders sein. Auch weil die CDU keine Hannelore Kraft und keine Themen zu bieten hat. Nur einen Miet-Rüttgers. Und dessen Unwählbarkeit wird am 9. Mai dafür sorgen, dass aus der roten eine schwarze Couch wird, so das anschauliche Bild des Präsentierenden.

„Socken“: Genauer gesagt „rote Socken“. Ein Redakteur fragt Michael Groschek, was er eigentlich von der Angstkampagne der Anderen halte. Eine super Sache sei das, meint der Gefragte. Der siebte Aufguss der stets erfolglosen Bangemach-Reklame mobilisiere die sozialdemokratischen Sympathisanten nur noch stärker. Leider würden die „Roten Socken“-Plakate allein für Journalisten in Düsseldorf aufgehängt. Der CDU fehle im Land wohl die Manpower. Bei solchen Plakaten würde man den Christdemokraten aber gerne beim Aufkleben helfen, wenn Not am Mann sei.

„Sandwich“: Die NRW-Wahl sei auch eine Abstimmung über die Situation im Bund und in den Kommunen. Wer also gegen die Verarmung der Kommunen, gegen Kopfpauschale und gegen Atomkraft ein Votum abgeben möchte, der oder dem wird mit dem Kreuz bei der SPD genau diese Möglichkeit gegeben.

So viel vom heutigen hausinternen Ausflug. Und während Andere sich mit Flöhen herumplagen müssen, stellen wir in den nächsten Tagen genau diejenigen Plakate vor, welche bei der Pressekonferenz im Zentrum des Interesse standen. Zurück ins Bloghaus.


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