Was für eine Veranstaltung! Über 4000 Besucher hatten beim Wahlkampfauftakt der NRWSPD Stimmung gemacht wie auf einem Rockkonzert: Langer, lauter Applaus, jubelnde Massen und schwenkende Fahnen als Hannelore Kraft den Saal betritt.

Und ich mittendrin, statt nur dabei!

Es war ein einzigartiges Gefühl – man spürte förmlich, wie die Massen auf Hannelore Kraft hingefierbert hatten. Die Frau, in die sie viele Hoffnungen stecken – genauso wie die Mehrheit der Bürger in NRW. Hört man sich in den rappelvollen Reihen an diesem Tag um, bekommt man viele Antworten mit einer ähnlichen Botschaft: NRW muss endlich wieder sozialdemokratisch regiert werden! Es muss endlich Schluss sein, Schluss mit unsozialer, kalter, und verantwortungsloser Politik, die den Menschen aus dem Blick verloren hat! Schluss mit CDU und FDP!

Eine Frau aus Iserlohn sagte: „Ich habe Hannelore Kraft bei einer Veranstaltung in Köln erlebt und war begeistert! Sie bringt das Land nach fünf verlorenen Jahren endlich wieder nach vorne – davon bin ich überzeugt!“

Und ein anderer war extra aus Rheinland-Pfalz angereist. „NRW braucht jede Unterstützung, damit es wieder in die Spur kommt. Wie gute Politik funktioniert sehe ich seit 16 Jahren an Kurt Beck. Hannelore Kraft kann das in NRW auch!“

Als sie schließlich auf die Bühne kommt, zeigt die künftige NRW-Ministerpräsidentin sofort klare Kante: Die SPD kämpft bis zum Umfallen! Es ist einer dieser Sätze, die bei mir für Gänsehaut pur sorgten! Eine Frau, die entschlossen ist, die Ärmel hochkrempelt für die Menschen da draußen, sich um die wirklichen Sorgen kümmert. Das lieben die Menschen in NRW – Leute, die klare Kante wollen und keine Hü- und Hott-Politik mit Schwarz-Gelb. Wieder hält Hannelore Kraft kurz inne, der Saal bebt.

Da traute sich ein hungriger Wittener wie ich es war – also hungrig war ich, Wittener bin ich immer noch – noch nicht einmal für zwei Minuten zum Curry-Wurst-Stand.

Ja – mit dem Wahlkampfauftakt der NRWSPD in der Düsseldorfer Philipshalle geht ein klares Signal raus nach NRW, mehr noch: nach ganz Deutschland: Die SPD wird die Ärmel hochkrempeln, die Bürger überzeugen und ab dem 9. Mai von Hannelore Kraft regiert werden – verantwortungsvoller, gerechter, sozialer als von der jetzigen schwarz-gelben Landesregierung.

„Der Mensch kommt wieder dahin, wo er hingehört – in den Mittelpunkt“ – die rund 4000 Besucher toben, als der Satz von Hannelore Kraft durch die Lautsprecher schallte. Es sind zahlreiche Sätze wie diese, die zeigen: Die künftige NRW-Ministerpräsidentin hat den Nerv der Menschen getroffen. Nach fünf schier endlosen Jahren schwarz-gelber Chaos-Politik fühlt NRW wieder Aufbruchstimmung! Der Wechsel kommt!


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8 Kommentare

  1. Gerd Schibulski alias THE ZONK 10. April 2010 · 21:35 Uhr

    Wer Gustav LeBon´s Werk „Psychologie der Massen“ kennt, für den sind solche Veranstaltungen, die auf Jubel, Glücksgefühle usw. setzen, immer problembehaftet.
    Sie sind gerade dann problembehaftet, wenn in ihrem Umfeld – mea culpa, Genossin Hannelore Kraft, ich wünsche Dir natürlich den finalen Sieg – Wörter wie KRAFTVOLL auftauchen und repetiert werden, die Assotiationen wecken: Kraftschlag, Störkraft, Deutsche Kraft etc.
    Sehr unglücklich finde ich, dass unsere Hannelore Kraft ungeachtet ihres Namens, ihrer Parteizugehörigkeit sowie ihrer Ziele und Ideale durch unsere jungen, eifrigen PR- Kräfte so vermarktet wird, dass diese Begriffe gleich mit Negativem gedanklich verknüpft werden können.
    Schön, dass endlich Schluss sein wird – pardon: ist – mit der kalten und hartherzigen CDU-FDP- Politik. Wir, die SPD haben Schwarz- Gelb ja 40 Jahre lang vorgemacht, wie NRW regiert werden muss. Den Erfolg unserer Politik, unserer 40 Jahre erfolgreich durchgeführten Politik, bei der der Mensch im Mittelpunkt gestanden hat, den haben sie uns ja in fünf Jahren NRW- Regentschaft mehr als nur kaputtgemacht.
    Weg mit einem Rüttgers, der für seine Auftritte unsozial Geld nimmt wie weiland Gabriel in Bremen.
    „Der Mensch kommt wieder dahin, wo er hingehört – in den Mittelpunkt“ Ist diese Aussage der Kern unseres fiskalischen Programms, um die künftige Rot- Grüne Regierung wieder handlungsfähig zu machen? Schön, wenn es den notleidenden Kommunen dann wieder besser geht. Auch was Internet, informationelle Selbstbestimmung, Datenerhebung, Vorratsdatenspeicherung etc. angeht, so sollte hier der Partei und ihrem Programm nichts im Wege stehen – angesichts des im Mittelpunkt stehenden Menschen sehe ich auch hier der Partei einen Erfolg beschieden, der sicher vom Wähler honoriert werden wird.
    Zu Danken ist allen Parteigenossinnen und Parteigenossen, die sich auch in dieser für unsere Partei ungewissen Zeit die Mühe gemacht haben, den Menschen endlich in den Mittelpunkt unseres parteilichen und programmatischen Denkens gerückt haben. Das wurde auch Zeit, schliesslich sollte der Mensch das Maß aller Dinge sein.
    Das haben wir meiner Meinung nach in der Vergangenheit oft genug ausser Acht gelassen.
    Johannes Rau prägte den Begriff der Mit- Menschlichkeit.
    Lasst uns davon ausgehend den Begriff der Mitt- Menschlichkeit als programmatisches Axiom manifestieren, liebe Genossinnen und Genossen!

    In diesem Sinne wünsche ich Mut, Stärke – und Kraft!

  2. DIRK FECKE 10. April 2010 · 22:17 Uhr

    Also,wer das glauben soll der tut mir leid!!!
    Selten so ein dämmlichen Bericht gelesen.
    Tut mir leid , ich habe jahrzentelang SPD gewählt aber was hier am Selbstverarschung abgeht, da muss ich aufpassen das mein Mittagsessen drinbleibt.

  3. Gerd Schibulski alias THE ZONK 11. April 2010 · 0:41 Uhr

    @ Dirk Fecke:

    Currywurst?

  4. Dieter 11. April 2010 · 10:09 Uhr

    Das Thema „Wahlkampf“ ist auch auf unsere Internetseite, zu der Veranstaltung in der Philipshalle in Düsseldorf mit der SPD Spitzenkandidatin Hannelore Kraft ist der Bann in NRW gebrochen, ja Hannelore Kraft ist die bessere Ministerpräsidentin für unser Land, Rüttgers muß weg.

  5. Gerd Schibulski alias THE ZONK 11. April 2010 · 11:57 Uhr

    Sorry, ich muss nach so langer Abwesenheit hier nahezu völlig entgegen den Blogrules auch ein paar Grüße loswerden, wenn ich denn mal auf eine „Stippvisite“ vorbeischneie!

    @Bluesman
    Grüss Dich! A long time no read… Habe hier so einige Sachen mal verfolgt… schon interessante Beiträge zum Schutz der Privatsphäre… nett zu lesen.

    Beim erneuten Lesen des obigen Beitrags ist mir nach erneutem Lesen etwas aufgefallen:

    Die Currywurst in der Philiphalle muss so schlecht gewesen sein, dass die Menschen lieber kraftvoll zugehört haben.

    Schröder hat die C- Wurst zur Chefsache und zum Chef- Kulturobjekt verklärt. C- Wurst ist also ureigene SPD- Domäne!

    Wir müssen da mal mit dem Caterer reden… Motto: Damit Sie auch Morgen noch kraftvoll zubeissen können!

    In diesem Sinne postösterlichen Gruß aus dem Pott.

  6. Fred Kasulzke 11. April 2010 · 18:45 Uhr

    Hallo Gerd/Zonk
    Zunächst grüße ich zurück.Zum anderen sag ich hier garnix mehr zu.Ich seh nur schmunzelnd der „großen Koalition“(wenn die SPD Glück hat) oder der schwarz/grünen Koalition (wenn die SPD noch größeres Glück hat) entgegen.Jede andere Möglichkeit halte ich für ausgeschlossen.
    Entschuldige bitte das ich hier ein Pseudonym verwende-ich wurde dazu von den Blogbetreibern genötigt.
    Noch nen schönen Sonntag

    Bluesman
    P.S.Mich erinnert die Veranstaltung auch an ein Buch über Massenpsychologie-es ist allerdings von Wilhelm Reich

  7. Gerd Schibulski alias THE ZONK 11. April 2010 · 20:50 Uhr

    @ Hoi Bluesman!
    Vielleicht sollte ich mit „Jupp Kasulzke“ als Psedonym hier gleichziehen… Aber freut mich, dass Du noch da bist!

    Wilhelm Reich mit der Wahlkampf- Auftaktsveranstaltung in Verbindung zu bringen, ist ein gewagtes Unterfangen, gibt es doch sowohl in Leben als auch Werk Reichs viele Parallelen, die mit unserer gelebten Parteien- Realität 2010 erschreckend kongruent sind. Die Köpfe ändern sich, aber die Mechanismen sind dieselben…

    Ich kontere als Cineast mit dem Film „Amadeus“:
    Salieri, der Gegenspieler Mozarts „segnet“ zum Schluss des Filmes alle Mittelmässigen dieser Erde, um derentwillen er Mozart in den Tod getrieben hat.

    So kommt mir diese Wahlveranstaltung da vor, wenn ich an die Köpfe hinter Hannelore und an die Massen der frenetischen Jubelchöre denke.

    „Denn sie sangen und tanzten am Rande des Abgrundes“ – der Jubel kaschiert, dass unser NRW- Politikkonzept vielleicht nicht realisierbar ist, dass es sich nicht um Ziele im strategisch- planerischen Sinn handelt, sondern um Absichten… aber wie sagte schon ein Verfasser eines der besten Bücher über politische Strategie: Es kommt nicht darauf an, für Wähler Ziele zu verwirklichen, sondern „den Anschein zu erwecken, der Kandidat meine es ernst.“

    Ich persönlich kann mit so einer Versanstaltung nichts anfangen, ich sehe sie auch nicht als „Opium für´s V0lk“ an. Mich stört das gedankenlose in- der- Masse- versinken: Es wird gejubelt, weil ja alle jubeln. Und gemacht wird´s, weil einer „dat getz gesacht hat“.

    Ich sehe einen kommenden Wahlerfolg nicht auf Leistung und Konzeption von Politik für Menschen beruhend, sondern ausschliesslich darauf, dass „die Anderen“ so schlecht waren. Für langfristig wirkende Politiken ist das zu wenig.

    Auch kann ich mit der Sprache der Redner nichts anfangen: Der politische Gegner ist nicht zu „bashen“, weil er der dumme, dreiste Gegner ist, den wir ungestraft menschenverachtend etc. nennen dürfen. Diese Sprachmuster erinnern an eine Zeit, deren Geist nicht von Menschenwürde und Demokratie, sondern vom Hass auf Andersdenkende und der dementsprechenden Verfolgung geprägt war. Erschreckend, wie sich Sprachmuster und rabulistische Rhethorik trotz der Differenz von nahezu 80 Jahren gleichen.

    Effekt: Wieder machen wir einen Push- Wahlkampf. Kein „Pull“, kein „Mitnehmen“ von Menschen, kein Gewinnen von Herzen für eine Idee.

    Was den Personenkult betrifft:
    Beck ist ein glückloser, abgehalfteter Parteivorsitzender, der noch auf dem MP- Posten sein Gnadenbrot frisst.
    Nahles zusammen mit Müntefering & co… öh… das hatten wir ja nun schon zu Genüge…
    Wowereit – was will der in NRW? Zeigen, wie man aus vielen Schulden noch mehr ganz viele Schulden macht? Der hat in seinem politischen Portfolio nichts, aber auch nichts, was irgendwie für andere Vorbild sein könnte.
    Naja, und dann Sigmar Gabriel. Er ist halt gerade unser Vorsitzender und müht sich redlich (das kann man ihm nicht vorwerfen) – aber ausser kraftvollen Plattitüden und gutem Willen kann der nichts bringen.
    Weil wir nichts haben.
    Kein klares Konzept, überall Löcher und wir versuchen es, mal wieder allen Recht zu machen. (Die Befragung von Ortsvereinen, die gerade läuft, ist auch wieder so ein geschlossenes Ding: der Wille der Basis wird dadurch nicht ermittelt…)
    Tja… mal sehen: Jetzt werden sie – die jungen Wilden wie eine Merle Schulte und so – hier wieder die Propagandamaschine anschmeissen.

    Natürlich habe ich den Beitrag gespeichert, die werden ja wieder löschen und zensieren, sich wie die Aasgeier auf einen Kadaver hier auf meinen Beitrag stürzen…

    Rockkonzert- Stimmung statt klare, erreichbare Zielsetzungen.
    Jubel statt Inhalt, Worte statt Nahrung (das C- Wurst- Beispiel ist klassisch- metaphorisch… bei der SPD musste jubeln, aber Futter krichste nicht), Gewerkschafts- Sprüche statt Arbeitslose in Lohn und Brot zu kriegen, unternehmerfeindliche Ideen (Die Unternehmen, das sind die, die Leute einstellen und Steuern zahlen und so dafür sorgen, dass der Staat handlungsfähig bleibt) und natürlich die Illusion von Vollbeschäftigung, die für ein demokratisches System unrealistisch ist. Juhu! (Fähnchenschwenk)

    „Der Mensch ist das Maß aller Dinge und steht im Mittelpunkt all unserer Überlegungen.“ Welch wundervoller Gedanke!

    Nacht Bluesman, Deiner Wahlprognose setze ich nichts entgegen.. Man liest sich :-)

  8. Gerd Schibulski alias THE ZONK 12. April 2010 · 23:56 Uhr

    http://blog.nrwspd.de/2010/04/10/der-einmarsch-der-giganten/

    Waren es nun 2500 oder 4000 Besucher in der Philipshalle?

    Die Halle bietet ca. 6100 Sitzplätze, entsprechend bestuhlt; insgesamt fasst die Halle 7800 Personen (http://www.bartime.de/location.philipshalle.9.10164.html).

    In welchem NRW- SPD- Beitrag genau wurde die Teilnehmerzahl noch einmal auf über 5000 festgestellt?

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.