Nach den ersten beiden Twitter-Gesprächen mit Jonas Wagener und Lisa Steinmann beenden wir heute mit dem dritten Teil unsere kleine Interviewreihe. Diesmal nimmt sich Thorsten Schäfer-Gümbel, der hessische Landesvorsitzende, der zurzeit NRW im Wahlkampf bereist, ein wenig Zeit für uns.

NRWSPD: Hallo Thorsten! Du hilfst uns in den kommenden drei Tagen vor Ort in NRW. Ein schönes Bundesland, nicht wahr!?

Thorsten Schäfer-GümbelSehr schönes Bundesland, bis auf die politischen Verhältnisse. Der selbsternannte Arbeiterfuehrer ist keine Werbemaßnahme für’s Land.

NRWSPD: Was steht für Dich konkret in den erwähnten drei Tagen an?

Thorsten Schäfer-Gümbel: Heute Paderborn, Besichtigung einer Einrichtung. Morgen Siegen und Rhein-Erft-Kreis Buergergespraeche. Freitag in Lippe zu Netzpolitik.

NRWSPD: Du hast ja als Landesvorsitzender bereits einige Wahlkämpfe miterlebt. Was ist aus der Außensicht diesmal das Besondere?

Thorsten Schäfer-Gümbel: Es geht um eine Richtungsentscheidung: Freie Fahrt für den Wahnsinn von Schwarz-Gelb oder Verantwortung und Kraft für die Zukunft. Das spüren auch die Bürger. Steuersenkungen sind unverantwortlich wegen der Herausforderungen  für Bildung und Gerechtigkeit.

NRWSPD: Wie ähnlich sind sich eigentlich die Typen Koch und Rüttgers?

Thorsten Schäfer-Gümbel: Sehr ähnlich! Wenn es eng wird, geht es gegen Minderheiten. Selbe Form von Machtpolitik. Versteckte Finanzierungswege… stellen sich im Zweifel ueber Rechtsstaat. Die Partei macht sich den Staat zum Eigentum.

NRWSPD: Was liegt Dir für diese Wahl ganz persönlich am Herzen?

Thorsten Schäfer-Gümbel: Kraft zur Veränderung (Wortspiel :)). Wir brauchen Veränderungen, Bildung ist das zentrale Thema. Bin oft gefragt worden, was mich antreibt. Ungerechtigkeit ist die Antwort. Mein Bildungserfolg ist Ergebnis von Glück, Zufall und Preisen anderer, zum Beispiel von meiner Schwester. Schluss damit. Spaltungsideologen wie Ruettgers/Koch muss man das Handwerk legen. Leistung verwechseln sie mit Herkunft!

NRWSPD: Wie würdest die Stimmung im Vergleich zu den vorigen Wahlkämpfen beschreiben?

Thorsten Schäfer-Gümbel: Hochmotiviert, weil man an sich selber glaubt!

NRWSPD: Kurz und knapp zum Ende hin: Du hast fünf Schlagworte. Warum gewinnen wir am 9.Mai?

Thorsten Schäfer-Gümbel: Veränderungswille, Konzeptstark, Kompetenzstark, Teamfähigkeit und Kraft.

NRWSPD: Möchtest Du uns zum Abschluss des Interviews noch etwas mit auf den Weg geben?

Thorsten Schäfer-Gümbel: Legt nochmal ne Schippe drauf, Ihr schafft das.

NRWSPD: Super, tun wir. Vielen Dank, dass Du die Zeit gefunden hast! Wir hoffen, wir können Dir am So. ein wenig Rückenwind mitgeben.

Thorsten Schäfer-Gümbel: Rückenwind haben wir, ich hab aber Lust auf ne Party, Ihr seid meine Garanten! :)


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3 Kommentare

  1. Gerd Schibulski alias THE ZONK 7. Mai 2010 · 14:49 Uhr

    Und der TSG soll uns nun zeigen, wie man das klammheimlich mit den Linken einfädelt?

  2. Roger 9. Mai 2010 · 19:20 Uhr

    Gruß aus dem Hessenland! Mein Kommentar: Jürgen Tschüß! Mach et Hannelore!

    Mehr auf http://www.rg-box.com

  3. Benedikt Schmitz 13. Juli 2010 · 16:37 Uhr

    @Gerd: Ich sag dir eins: Die Hessen wären fröhlich, wenn jetzt Rot/Rot/Grün regieren würde. Ich bin auch der Meinung, dass all die Leute gleich gewählt hätten, wenn Andrea Y. vorher gesagt hätte, sie würde etwas mit den Linken machen.

    Dagegen hat keiner was. Beispiel: Brandenburg.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.