EU will Mütter länger schützen (nadessa, flickr)

Am kommenden Mittwoch wird das europäische Parlament über die Verlängerung des Mutterschutzes abstimmen. Noch ist nicht klar, ob sich der entsprechende Gesetzesentwurf in seiner ursprünglichen Form durchsetzen wird.

Für Deutschland würde das konkret bedeuten, dass sich der Mutterschutz von gegenwärtig 14 Wochen auch 18 bzw. 20 Wochen verlängern würde. Hinzu kommen auch 2 Wochen Auszeit für die Männer. Die Bundesregierung sowie Arbeitgeber lehnen diese Verlängerung ab. „Wir sehen keine qualitativen Verbesserungen für die Betroffenen, aber erhebliche Mehrkosten“, sagte eine Sprecherin des Familienministeriums. Tatsächlich wäre eine Neufassung der Richtlinien des Jahres 1992 mit erheblichen Kosten verbunden: Das Fraunhoferinstitut bezifferte die Ausgaben auf 1,7 Milliarden Euro. Dies würde eine zusätzliche Belastung der Wirtschaft sowie der öffentlichen Haushalte bedeuten. Dann könnte es passieren, dass kleinere Unternehmen Männer bevorzugen und  junge Frauen, auch wenn diese besser qualifiziert sind, eher nicht einstellen würden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert hingegen die Parlamentarier dazu auf für den Gesetzesentwurf zu stimmen. Deutschland könne sich nicht langfristig der Anpassung entziehen, so die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock. Außerdem sei Deutschland von den Forderungen direkt betroffen und müsse sich deshalb fügen.

Mütter haben bis jetzt noch kein Unternehmen in den Ruin getrieben, soviel steht fest. Und dass Mutterschutz in einem gewissen Umfang notwendig ist steht außer Frage, sind es doch die ersten Wochen und Monate eines Kindes, die über dessen spätere Entwicklung und Begabung entscheiden. Da muss sich jeder selbst die Frage stellen ob 4 Wochengehälter  einige Wochen ungestörtes Familienglück aufwiegen können.


Du kannst die Kommentare zu diesen Artikel durch den Kommentar-Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

Ein Kommentar

  1. günstige hochzeitskleider 5. Juli 2011 · 1:21 Uhr

    Dies würde eine zusätzliche Belastung der Wirtschaft sowie der öffentlichen Haushalte bedeuten. Dann könnte es passieren, dass kleinere Unternehmen Männer bevorzugen und junge Frauen, auch wenn diese besser qualifiziert sind, eher nicht einstellen würden.
    awesome!

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.