Archiv: November 2010

Der Weg zur Drei-Klassen-Medizin (ernstl, flickr)

Der Weg zur Drei-Klassen-Medizin (ernstl, flickr)

Als Kassenpatient darf man sich schon gegenwärtig wundern, in wieweit unsere medizinische Versorgung bereits zur „Zwei-Klassen-Versorgung“ geworden ist. Sprechstunden nur für Privatpatienten, extra Wartezimmer und eine bevorzugte Terminvergabe haben längst Einzug in unseren Alltag erhalten. Doch irgendwie konnte man sich doch bisher damit arrangieren. Was aber nun ab dem 1. Januar 2011 auf die Kassenpatienten zukommt, ist von ganz anderem Kaliber. Was die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundestag Mitte November beschlossen hat, ist eine Reform, die auf dem Rücken der einkommensschwachen Kassenpatienten ausgetragen wird.

Während heute noch alle Bürgerinnen und Bürger bis zur Beitragsbemessungsgrenze prozentual gleich belastet werden, gilt künftig: je niedriger die Einkommen, desto höher die Belastung. Es werden alle zusätzlichen Steigerungen der Gesundheitskosten über die so genannte kleine Kopfpauschale erhoben, für die es keine Obergrenze gibt. Der Beitragssatz wird auf 15,5% angehoben und dann eingefroren. Somit werden Arbeitgeber bei Kostensteigerungen nicht mit zur Kasse gebeten. Leidtragende werden allein die Arbeitnehmer sein, während Pharmaindustrie, Arbeitgeber und Private Krankenversicherungen außen vor gelassen werden.


In Zukunft vielleicht bald die Ausnahme: Raucherclubs (mkorsakov, flickr)

In Zukunft vielleicht bald die Ausnahme: Raucherclubs (mkorsakov, flickr)

Wie kam es nur, dass ich als Nichtraucher irgendwann stolze Besitzerin mehrerer Raucher-Ausweise war? Was vorübergehend Gang und Gebe war, wurde inzwischen des bürokratischen  Aufwands beraubt und durch das schlichte Hinweisschild  „Raucherclub“ am jeweiligen Eingang ersetzt- zum Glück möchte man beinahe sagen.


Prof. Dr. Palkovits, Preisträgerin 2010 in der Kategorie Nachwuchs © Carsten Terres

Ich hatte es ja bereits in meinem allerersten Blog-Eintrag erwähnt.

Inzwischen ist es schon eineinhalb Monate her, dass ich mein Praktikum hier in der Pressestelle der NRWSPD begonnen habe. Am Montag hatte ich erstmals die Gelegenheit einer  kleinen Pressekonferenz im Landkreistag beizuwohnen.

Im Vorfeld zu der Verleihung des Innovationspreises des Landes NRW 2010 am Montagabend, trafen sich Preisträger Professor Klaus Meerholz und Regina Palkovitz sowie Jurymitglied und Nobelpreisträger des Jahres 2007 Professor Peter Grüneberg wenige Stunden vor der Veranstaltung mit Vertretern der Presse auf Einladung des NRW-Ministeriums für Wissenschaft und Innovation. Bei Kaffee und in lockerer Stimmung moderierte Dirk Borhart (Sprecher des Ministeriums) eine rege Befragungsrunde, in der die Wissenschaftler viele Informationen und Eindrücke weitergaben.

Professor Meerholz ist einer der insgesamt 3 Preisträger dieses Jahres. Er forscht im Bereich der OLEDs (organic light-emitting diodes), eine Technologie, mit der selbst kleinste Displays möglichst viele Pixel verarbeiten und darstellen können. Die Nachwuchsforscherin Palkovitz erforscht neue Energiequellen für die Mobilität der Zukunft. Sie hat bei Ihrer Grundlagenforschung das Ziel Katalysatoren zu entwickeln um beispielsweise Holz in flüssigen Kraftstoff umwandeln zu können.


Die Bewegung lebt wieder auf (Thomas Duchnicki, flickr)

Die Bewegung lebt wieder auf (Thomas Duchnicki, flickr)

Deutschland wehrt sich- die Franzosen machten es vor, nun zieht Deutschland nach. Nach Stuttgart 21 folgt nun eine wiederauflebende Protestbewegung ganz anderer Größenordnung.

Als Krawallmacher, Brandstifter  und Öko-Freaks kann man Atomkraftgegner spätestens seit den weitestgehend friedlichen Protesten während des Castor-Transports nicht mehr abstempeln. An den Demonstrationen entlang der Strecke beteiligten sich Zehntausende, darunter nicht nur Anwohner, Organisationen und Parteimitglieder, sondern auch tausende Privatpersonen aus der so genannten „bürgerlichen Mitte“.

Nach den heftigen Demonstrationen, die den Castor-Transport mit eintägiger Verspätung im Zwischenlager Gorleben eintreffen ließen, geht es natürlich auch bei diesem Thema um die Fragen: Wer ist verantwortlich, wer übernimmt die Kosten? Und vor allem: Wie geht es jetzt weiter? Denn niemand wird leugnen, dass sich der Protestauch gegen die Bundesregierung richtet. Es galt nicht primär den Transport aufzuhalten, sondern Angela Merkel und Norbert Röttgen zu zeigen, dass es Widerstand gegen ihre Atompolitik gibt.


Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in regen Dialog vertieft (vorwärts.de)

Jedes Jahr im Spätsommer lädt der vorwärts, das Monatsblatt für soziale Demokratie, Vertreter aus Politik, Medien, Wirtschaft und Kultur zum traditionellen Sommerfest nach Berlin ein. Dabei soll es nicht bleiben: Zusätzlich zum Hauptstadt-Termin geht das vorwärts-Fest auf Wanderschaft durch die Bundesländer. Die Auftaktveranstaltung fand am 3. November in Köln statt.

Uwe Knüpfer, neuer vorwärts-Chefredakteur, konnte im Kölner „Stadtgarten“ hochkarätige Gäste begrüßen: NRW-Minister, Staatssekretäre, Medienvertreter und zahlreiche weitere Gäste gaben sich ein Stelldichein.


Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.