Schweiz-Flugzeug

Ich mag die Schweiz. Es ist ein schönes Land, mit wunderbaren Bergen, freundlichen und fleißigen Menschen und einer Sprache, die einfach nur goldig ist. Auch wenn ich sie manchmal nicht verstehe. Aber das macht ja nichts. Sie klingt einfach wunderbar. Deshalb verstehe ich es sehr gut, dass viele Mitbürgerinnen und Mitbürger gerne mal die Schweiz besuchen, um etwas Schokolade und Hustenbonbons einkaufen. Leider vergessen einige dieser Mitbürgerinnen und Mitbürger gerne mal ein paar Milliönchen in der Schweiz. Sicherlich völlig unabsichtlich, ich will ja niemandem etwas unterstellen. Aber trotzdem, ein wenig unangenehm ist es schon. Denn ich weiß ja, dass die Steuern aus den Milliönchen, die in der Schweiz vergessen wurden, nicht in Deutschland in Kitas und Schulen gesteckt werden können.

Mal im Ernst. Es ist ja wohl ein Unding, dass das Steuerabkommen mit der Schweiz so gestaltet ist, dass Steuerbetrug im Endeffekt legalisiert wird. Das wäre im Ergebnis dann eine Verschlechterung zum Status Quo, denn bisher müssen Steuerbetrügerinnen und Steuerbetrüger immerhin befürchten ins Gefängnis zu kommen, wenn sie erwischt werden. Deshalb ist es völlig logisch und korrekt, dass die SPD das Steuerabkommen mit der Schweiz im Bundesrat ablehnen will. NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans hat sich im Schweizer Fernsehen den Fragen gestellt und die deutschen Steuerfahnder verteidigt, die jetzt mit Gefängnis bedroht werden. Obwohl sie nur ihre Arbeit getan haben.

Da muss Bundesfinanzminister Schäuble noch einmal nachbessern. Und die Schweiz muss einsehen, dass es nicht geht, für Deutschland schlechtere Bedingungen anzubieten als für die USA. Aber ich bin da zuversichtlich, dass die Verantwortlichen in Land, Bund und Eidgenossenschaft da eine ordentliche Lösung hinbekommen. Es geht hier schließlich um Gerechtigkeit.


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3 Kommentare

  1. Anne Ostehr 12. April 2012 · 9:56 Uhr

    Hallo zusammen,
    ich gebe nur zu Bedenken,
    nicht jeder hat ein Konto auf Facebook.

    Die meisten Plakate finde ich viel zu plakativ.
    Die Köpfe und Aussagen sind für fast jede Partei austauschbar.

    Es sollten Menschen vor Ort abgebildet sein,

    Jusos, falls es die noch gibt, Frauen, Ortsvereine im alltäglichen Geschäft,
    Kinder(aber nicht solche Bilder, mit der man auch für Nutella Werbung machen könnte).
    Liebe Grüße Anne Ostehr, AsF/SPD Recklinghausen-Hochlar

  2. Christian Soeder 12. April 2012 · 10:14 Uhr

    Liebe Anne, beziehst Du Dich auf unsere Großflächenplakate?

    http://www.nrwspd.de/meldungen/1/113254/Die-Plakatserie-Gut-fuer-NRW.html

  3. Anne Ostehr 16. April 2012 · 18:15 Uhr

    auch. Vor allem viele Plakate, die im Plakatwettbewerb auftauchen.
    Vergleicht doch nur mal Röttgen und Kinder und Hannelore mit Kindern.
    L.G. Anne Ostehr

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