Die Piraten haben in diesem plötzlichen Wahlkampf durchaus Anzuerkennendes vollbracht: Lukas Lamla stampft als Neuling einen kompletten Wahlkampf aus dem Boden, Birgit Rydlewski und Daniel Schwerd erklären schlaue Dinge, wenn es um korrektes politisches Miteinander oder rechtes Dumpfbackentum geht, und Joachim Paul ist im Vergleich zu einigen (vor allem Berliner) Parteikollegen erfrischend unprätentiös. Wenn einige Journalisten außerdem behaupten, den Newcomern fehle es inhaltlich generell „an Substanz“, dann ist das natürlich unsubstanzieller Blödsinn. Bereits das Inhaltsverzeichnis ihres Programms ist halb so lang wie der Wahlaufruf anderer Parteien. Ob das ad hoc beschlossene Programm in sich stimmig ist, das steht wiederum auf einem anderen Blatt.

Zur wählbaren oder nichtwählbaren Alternative macht das die Paul-Partei noch nicht. Viel wichtiger ist die Frage, ob die Neuen ein parlamentarisches Konzept haben, wie man Inhalte konkret umsetzen will. Der Spitzenkandidat lässt da aber einiges im Unklaren:

Alles zusammen passt nicht. Irgendwie gibt es da noch etwas zu klären. Etwas Substanzielles.


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